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Kurz vorgestellt: Candleman
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Im Indie-3D-Platformer Candleman ist das namensgebende Kerzenmännchen der Hauptcharakter. Richtig gehört, wir steuern eine Kerze! Die kleine Wachskerze ist auf der Suche nach Antworten auf diverse Fragen. Wofür brennt die Kerze überhaupt, wo doch all die anderen Kerzen in der Spielwelt bereits erloschen sind? In einem finsteren Schiffswrack beginnt die Reise auf der Suche nach ihrer Bestimmung. Die Atmosphäre und das Design, gerade im Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit, sind hervorragend, der Grafikstil erinnert an eine richtige Märchenwelt. Rar gesät, dafür umso passender, sind die kurzen Passagen, in denen die Erzählerstimme einsetzt. Ab und an wird man sogar mit einer Zwischensequenz belohnt.

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Candleman kommt mit einer sehr übersichtlichen Steuerung aus. Neben der Bewegung gibt es praktisch nur die Möglichkeit zu springen und unseren Kerzendocht auf Knopfdruck kurz zu entflammen. Mehr braucht man als Spieler aber auch nicht, um in der dunklen Spielwelt zurechtzukommen. In der Finsternis warten unzählige Fallen, Abgründe und einige physikbasierte Rätsel, die meist gut getimte Sprünge erfordern. Schwingende Plattformen, rollende Fässer und kleinere Schalterrätsel dienen hier unter anderem als Hindernis. In den insgesamt 12 Kapiteln steigt zunehmend die Herausforderung, wird aber an keiner Stelle frustrierend. Auch wenn manche Sprungpassagen mehrere Versuche brauchen. Um nicht im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln zu tappen, kann die Kerze kurzfristig aufflammen. So offenbaren die Level ihre abwechslungsreichen Gefahren. Als nettes Gimmick hinterlässt die brennende Kerze Wachsspritzer auf dem Boden ähnlich einer Fußspur. Die Schwierigkeit besteht darin, möglichst sparsam mit dieser Funktion umzugehen, denn, wie jeder Wachskerze, geht auch dem Kerzenmännchen irgendwann das Wachs aus. Gleichzeitig geht damit auch eines von zehn Leben verloren und man startet am Checkpoint oder nach Verlust aller Leben am Levelbeginn. Stürzt unsere Kerze in die Dunkelheit eines Abgrunds, geht ebenso eines der Leben verloren.

Auf dem Weg durch die recht kurzen Level warten einige erloschene Kerzen, die vom Candleman wieder entzündet werden können. Sie dienen nicht nur als Lichtquelle über den Tod hinaus, sondern man wird dadurch als Spieler erst richtig motiviert, die Spielwelt und jede dunkle Ecke fleißig nach Kerzen abzusuchen. Natürlich niemals ohne die begrenzte Wachsmenge aus den Augen zu verlieren! Der Großteil der Kerzen ist in der Regel relativ einfach auf dem Hauptweg zum Levelende zu finden, doch ein paar wenige erfordern gründlicheres Erkunden. Durch die ohnehin recht kurze Spielzeit von wenigen Stunden empfiehlt es sich, diese Herausforderung anzunehmen und alle Kerzen zu entfachen. Rettet die Kerzen und helft dem Kerzenmännchen!

 

Fazit:
So simpel Candleman auf den ersten Blick daherkommt, umso viel mehr Spaß macht der 3D-Platformer beim Spielen. Die wenigen Spielmechaniken reichen vollkommen und sind perfekt abgestimmt zur absolut liebevoll designten Spielwelt. Während der Fokus wie bei den meisten Platformern auf der Levelgestaltung und dem erfolgreichen Abschluss abzielt, bekommt man bei Candleman zudem noch beiläufig eine nette, kleine Geschichte erzählt. Wer einen kleinen Indie-Titel für Zwischendurch sucht, dem kann ich dieses Spiel von Entwickler Candleman Games wirklich nur ans Herz legen.

Verfügbar ist der Titel auf PlayStation 4, Xbox One, auf dem PC, iOS, Android und der Nintendo Switch, wobei die Preise je nach Plattform variieren. Legt ihr nach wie vor darauf Wert, eure Spiele physisch im Regal zu haben, dann lohnt sich ein Blick in den Shop von Red Art Games. Hier findet ihr unter anderem Candleman für die Nintendo Switch in beschränkter Stückzahl für faire € 29,99. Sammlerherz, was willst du mehr? Leider ist in Zeiten digitaler Stores ein Videospiel in einer Box längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

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Special vom: 25.08.2021
Autor dieses Specials: Michael Renner
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