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Kurz vorgestellt: Word Forward
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yugibanner


emperorMan kann nicht leugnen, dass die Switch ein richtiger Tausendsassa ist. Für die grafikintensivsten Spiele ist sie vielleicht nicht direkt die erste Wahl, aber neben Nintendos eigenen Titeln laufen vor allem die Verkäufe der Indie-Sparte auf der Hybridkonsole besonders gut. Außerdem ist sie der perfekte Ort für jegliche Art von Puzzle-Spielen. Seien es verschiedene Varianten von Picross und Sudoku oder Knobeleien wie Hexceeds und Mindsweeper, sie alle funktionieren besonders im Handheldmodus der Switch. Mit Word Forward traut sich nun ein weiterer Tüftler, den es bereits seit längerem im Mobile-Markt zu finden gibt, auf die Konsole und versucht, sich einen neuen Rätselmarkt zu erschließen.

Auf den ersten Blick sieht Word Forward relativ simpel aus. Die Rätsel bestehen aus einem 5x5 Kästchen großen Feld, das mit 25 Buchstaben befüllt ist. Recht schnell lassen sich Worte aus mindestens drei Buchstaben bilden, doch Word Forward will alles andere als schnell gespielt werden. Ziel ist es nämlich, nicht unbedingt möglichst schnell die längsten Wörter zu bilden, sondern alle 25 Buchstaben abzuräumen. Wird ein Buchstabe in einem Wort benutzt, verschwindet er. Ohne ordentliche Planung entsteht so allerdings schnell eine Lücke, die zu Problemen führen kann. Wer beispielweise Einzelbuchstaben allein in der Gegend stehen lässt, wird sie nie zu einem Wort verbinden können, denn Buchstaben müssen sich direkt berühren, um waagerecht, senkrecht und diagonal miteinander verbunden zu werden. Bereits der erste Level stellt sich dadurch als richtige Herausforderung heraus, vor allem, wenn man kein Muttersprachler (oder der englischen Sprache zumindest annähernd ähnlich mächtig) ist, da es keine Spracheinstellungen gibt.



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Es folgte Der erste Schock wird jedoch ein wenig gedämpft, wenn man sich mit den Feinheiten des Gameplay beschäftigt. Jeder Level besteht aus einem festen Spielfeld, das bei jedem Neustart gleich aussieht und daher durchaus bewusst als Puzzle aufgebaut wurde. Manche Buchstaben können nur in bestimmte Richtungen benutzt werden und manche müssen in Wörtern aus mindestens vier Buchstaben Verwendung finden. Unsere stärkste Waffe im Kampf der Wortbildung ist die Möglichkeit, zwei Buchstaben miteinander zu vertauschen. Wir beginnen einen Level mit ein paar dieser Joker und bekommen für jedes Wort, das mindestens vier Buchstaben aufweist, einen dazu. Auf diese Art lässt sich das Spielfeld ausreichend manipulieren, um ordentlich voranzukommen.

Falls das aber doch nicht reicht, gibt es noch ein paar weitere Joker, die wir einsetzen können. Zwei fest ausgewählte Buchstaben befinden sich in unserem Repertoire, gegen die wir unliebsame Buchstaben im Raster austauschen können. Wenn uns genau ein wichtiger Buchstabe fehlt, können wir einmal pro Rätsel einen Buchstaben im Raster durch einen beliebigen anderen ersetzen. Wenn wir wirkliche Probleme haben, können wir alle Buchstaben einmal zufällig komplett austauschen und wenn alle Stricken reißen, kann mit einer Bombe auch ein unliebsames Feld im Raster entfernt werden. Der Einsatz dieser Joker bestimmt unsere Endwertung, die bis zu drei Sterne betragen kann, wenn wir mehr als drei Joker noch am Ende in Reserve haben.

Die Portierung aus dem Mobile-Bereich ist gut gelungen. Der Extra-Platz auf dem Switch-Bildschirm kann genutzt werden, um sich die Steuerung permanent einblenden zu lassen, auch wenn das relativ unnötig ist. Der Titel ist intuitiv steuerbar und funktioniert am besten per Touchscreen im Handheld-Modus. Der Sound ist solide für ein Puzzlespiel, auch wenn ich gestehen muss, dass ich bei diesem Genre in der Regel den Ton abschalte und etwas anderem zuhöre.

Fazit:
Word Forward ist ein richtig kniffliges Puzzlespiel, bei dem man sich jedes Raster sehr genau anschauen muss, bevor man seinen ersten Zug macht. Die Möglichkeit, Buchstaben zu vertauschen ist die größte Hilfe und der Einsatz von Jokern vereinfacht die Angelegenheit ebenfalls ein wenig, aber grundsätzlich muss man darauf hinweisen, dass man über einen ansehnlichen englischen Wortschatz verfügen muss, um hier eine wahre Chance zu haben. Die fehlende Lokalisation schränkt den Kundenkreis stark ein, aber eine gute Übersetzung wäre in diesem Fall mit viel Aufwand verbunden, der sich für ein kleines Entwicklerstudio kaum lohnen dürfte. Wer sich der Sache gewachsen fühlt, kann aber die wenigen Euro ruhigen Gewissens investieren.

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Special vom: 15.12.2021
Autor dieses Specials: Kai Wommelsdorf
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