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Kurz vorgestellt: Bloodshore
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Mit Bloodshore bringt das in Pencoed ansässige Studio Wales Interactive ihr neuestes FMV-Spiel heraus und zwar nicht nur auf PC, sondern, zur Freude der immer weiter wachsenden Fangemeinde, auch wieder auf den Konsolen.

Battle Royale-Spiele sind momentan der Hit. Ganz gleich, welches Genre - die Entwickler schaffen es immer wieder (mehr oder weniger gut) einen Battle Royale-Modus zu integrieren. Bei einem Genre könnte man sich das Ganze aber sicherlich nicht vorstellen - FMV-Spiele. Schließlich spielt man diese stets alleine, wodurch die direkte Konfrontation, die in Battle Royale-Spielen unumgänglich ist, ausgeschlossen wird. Die findigen Männer und Frauen von Wales Interaktive haben aber dennoch einen Weg gefunden, ein Battle Royale-FMV-Spiel zu entwickeln. Schließlich hat der heutige Spielmodus seinen Ursprung ja eigentlich im Film und da es sich bei FMV-Spielen ja eigentlich um interaktive Filme handelt, ist der Weg zu einem Battle Royale-FMV-Spiel dann doch gar nicht so weit...

So schlüpfen wir in Bloodshore in die Haut von Nick, der an einer ganz besonderen TV-Show teilnimmt. In Kill/Stream geht es nämlich um nichts anderes, als dass Streamer, Entertainer und zum Tode verurteilte Häftlinge auf einer Insel ausgesetzt werden und dort wortwörtlich um ihr Leben kämpfen - also in etwa sowas, wie man es aus Die Tribute von Panem oder eben den ganzen Battle Royale-Spielen kennt.

Das Spielprinzip, das einen dabei erwartet, habe ich im Grunde ja bereits erläutert. Man schaut sich einen Realfilm an, bei dem man an vorgegebenen Stellen zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen darf. Jede Entscheidung hat dabei Einfluss auf den weiteren Verlauf der Story und sogar das Ende, von denen es gleich mehrere gibt.
Insgesamt gibt es so über acht Stunden Filmmaterial, von dem man pro Durchlauf aber immer nur 90 Minuten sieht. Wer alles und alle Enden sehen möchte, muss das Spiel also mehrmals durchspielen, was den Wiederspielwert immens steigert.

Wer bereits unsere vorherigen Rezensionen zu FMV-Spielen gelesen hat, wird sagen, dass sich Bloodshore abgesehen von der Story nicht von den anderen unterscheidet. Doch das stimmt nicht ganz. Da das Streaming immer wichtiger wird, verfügt Bloodshore diesmal nämlich erstmals über einen extra Streaming-Modus, der sich zum normalen Modus darin unterscheidet, dass man hier die Entscheidungen ganz ohne Zeitdruck auswählen kann, was dem Streamer natürlich die Möglichkeit geben soll, sich mit seiner Community zu beraten, welche Auswahlmöglichkeit man an dieser Stelle wählen möchte. Ich finde die Idee wirklich gut, hätte es aber noch besser gefunden, wenn man zusätzlich (oder stattdessen) eine deutsche Synchronisation ins Spiel integriert hätte. Doch leider gibt es auch diesmal wieder lediglich deutsche Untertitel, die auch noch sehr schnell verschwinden, was es Leuten, die des Englischen nicht so mächtig sind, mitunter recht schwer macht, dem Film bzw. dessen Story zu folgen.

Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, ist die schauspielerische Leistung des Casts. Einmal mehr zahlt sich hierbei aus, dass Wales Interaktive stets auf gelernte Schauspieler zurückgreift, die wissen, was sie vor der Kamera zu tun haben. In diesem Fall sind es unter anderem Sule Rimi (Night of the Living Dead: Resurrection, The English) als Eugene Christoph, Jack Klaff (Krieg der Sterne, James Bond 007 - In tödlicher Mission) als Chris Straight, Max George (Glee) als Gav, Lois Amber Toole (X to X) als Tyche und James Palmer (Snatch, River City) als unser Alterego Nick die ihr Können unter Beweis stellen.
Die Optik ist dabei auf Niveau eines normalen Films, wobei man allerdings keine allzu großen CGI-Effekte oder ähnliches erwarten darf. Vielmehr erinnert es an einen B- oder C-Movie, bei dem mit wenig Budget gearbeitet werden musste. Dennoch kann sich das Ganze durchaus sehen lassen.


Fazit:
Wenn Du schon immer mal ein FMV-Spiel ausprobieren wolltest, Dich aber bisher noch nie dazu durchringen konntest, dann ist Bloodshore genau das richtige Spiel, um in dieses ganz eigene Genre einmal hineinzuschnuppern. Nicht nur, weil es hier um das beliebte Thema „Battle Royale“ geht, Bloodshore ist auch wegen der spannenden und wendungsreichen Story, der guten schauspielerischen Leistung und wegen der zahlreichen, unterschiedlichen Filmsequenzen, die man freischalten kann, der ideale Einstieg in das FMV-Genre. Fans der interaktiven Filme werden ohnehin ihre Freude haben, denn Bloodshore gehört sicherlich zu den besten Genre-Vertretern.

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Special vom: 08.11.2021
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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