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Kurz vorgestellt: GreedFall - Gold Edition
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Knapp zwei Jahre nach seinem Erscheinen erhält das Rollenspiel GreedFall eine Gold Edition, die nicht nur ein PlayStation 5- und Xbox Series X-Upgrade enthält, sondern auch gleich den zeitgleich veröffentlichten ersten Story-DLC beinhaltet.

Normalerweise würde ich meinen Test nun damit beginnen, ausgiebig über GreedFall zu schreiben. Da mein Kollege Kai Wommelsdorf aber bereits zum Release einen ausführlichen Test zum Spiel geschrieben hat, möchte ich mich hier diesmal nur auf die neuen Inhalte der Gold Edition konzentrieren und jeden, der mehr über das eigentliche Spiel wissen möchte, auf eben jene Rezension verweisen.

Technische Verbesserungen
Stattdessen fange ich dieses Mal mit den technischen Verbesserungen an, die die GreedFall Gold Edition für PS5 und Xbox Series X parat hält. Am auffälligsten dürfte hier vor allem die 4K-Auflösung sein, die mit dem PS5/Xbox Series X-Upgrade Einzug gehalten hat. Damit ist die Zeit des leicht angestaubten optischen Eindrucks, die die Original-Fassung bei dem einen oder anderen hinterlassen hat, endlich vorbei. Richtig profitiert haben hiervon vor allem die Licht- und Schatteneffekte, die nun wirklich sehr beeindruckend ausschauen. Zudem wirkt die Spielwelt nun nicht mehr ganz so leer, wie es mein Kollege in seinem Test noch bemängelt hatte und auch die Gesichtsanimationen in den Zwischensequenzen sehen im direkten Vergleich nun wesentlich besser aus. Hier hat Entwickler Spiders also wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Gleiches gilt auch für den Performance-Modus, mit dem das Geschehen in flüssigen 60 FPS über den Bildschirm läuft und so einen großen Teil dazu beiträgt, dass GreedFall in der Gold Edition insgesamt wesentlich hübscher ausschaut als noch in der Original-Version.
Eine weitere merkliche Verbesserung gibt es zudem bei den Ladezeiten zu vermelden. Diese fallen nun nämlich wesentlich kürzer aus, was dem Spielfluss sehr gut tut.

Der DLC
Ein großer Kritikpunkt war bei der Original-Fassung auch die Synchronisation, die sehr mittelmäßig herüberkam. Daran hat sich auch in der Gold Edition nichts geändert, zumindest was das Hauptspiel anbelangt. Im mit enthaltenen The De Vespe Conspiracy-DLC verhält es sich hingegen etwas anders. Hier merkt man, dass man sich wirklich Mühe gegeben hat, die Synchro besser hinzubekommen, was im Endeffekt auch tatsächlich gelungen ist.
Natürlich ist die Synchronisation aber nicht das Wichtigste des DLCs. Sehr viel wichtiger ist selbstverständlich dessen spielerischer Inhalt. In diesem geht es zunächst um einen Brief, den De Sardet findet. In diesem kündigt die Autorin Lady Morange eine Besucherin an. Bei dieser Besucherin handelt es sich um Aurélia De Vespe, also ein Mitglied jener adeligen Familie, mit denen die Orsays, zu denen auch unser Held gehört, verfeindet sind. Wie sich beim Treffen herausstellt, hat die kesse Aurélia aber wohl nichts Böses vor, sondern möchte auf Anraten beider Familien unseren Cousin Constantin heiraten. Was sich zunächst nach einem Akt des Friedens anhört, entpuppt sich aber schnell doch als böse Intrige.

Die Story des DLCs ist an und für sich wirklich spannend erzählt, wenngleich ich mir auch erhofft hätte, dass Aurélia längere Zeit im Mittelpunkt stehen würde. Die junge Frau ist nämlich ein sehr interessanter Charakter, der einiges zu bieten hat. Doch leider rückt sie zusehnlichst in den Hintergrund, worunter schlussendlich auch die Story leidet.

Ein neues Gebiet
Abgesehen vom neuen Storystrang dürfen sich GreedFall-Spieler auch über ein neues Gebiet freuen. Der DLC schickt uns nämlich nach Aidág ol creidaw bzw. das lodernde Blut, wo wir die halboffene Spielwelt erkunden können. Abgesehen von seiner Größe – das neue Gebiet gehört nämlich zu den größeren in GreedFall – bietet Aidág ol creidaw aber leider kaum interessantes. Die Landschaft sieht im Großen und Ganzen genauso aus wie das restliche Spielgebiet und zu entdecken gibt es auch nur ein paar neue Höhlen. Immerhin gibt es ein paar neue Gegner, auf die wir hier treffen. Bei den Egsregatts (wenn man dem Entwickler eines nicht absprechen kann, dann Fantasie bei der Benennung von Orten und Charakteren) handelt es sich um eine Art Löwen, allerdings wesentlich größer und aggressiver. Zudem haben sie einige Tricks auf Lager, die andere Feinde im Spiel bisher noch nicht aufweisen konnten. So sind die Biester so lange unsichtbar, bis sie einen aus dem Gebüsch heraus anspringen, wodurch von ihnen eine andauernde Gefahr ausgeht. Obendrein gibt es die löwenartigen Kreaturen auch noch in unterschiedlichen Varianten. So gibt es zum Beispiel besonders starke Alpha-Tiere oder aber auch welche, die giftig sind.
Neben den gefährlichen Egsregatts treffen wir noch auf einen weiteren neuen Gegnertypen, wobei die Fechtmeister der De Vespes menschlicher Natur sind. Wesentlich ungefährlicher sind sie deshalb aber noch lange nicht, zumal sie nicht nur sehr gut im direkten Duell sind, sondern auch noch über magische Fähigkeiten verfügen. Schade ist allerdings, dass Kämpfe gegen sie nur rar gesät sind. Ich hätte mich nämlich sehr gerne des Öfteren mit ihnen gemessen.
Das gilt im Übrigen für den gesamten Story-DLC, denn leider ist dieser recht kurz ausgefallen. Wer sich beeilt, kann in gut zwei Stunden mit ihm fertig sein. Immerhin können Neulinge nicht einfach nur den DLC spielen. Um überhaupt Zugriff auf den neuen Storystrang zu bekommen, muss man das Hauptspiel nämlich gut zur Hälfte durchgespielt haben und sowohl die Questreihen „Die Suche nach Constantin“ als auch „Auf der Spur des Hochkönigs“ im Journal freigeschaltet haben.


Fazit:
Wer GreedFall bisher noch nicht sein Eigen nennt, aber Rollenspiel-affin ist, der sollte sich das Spiel nun endlich in der Gold Edition kaufen. Dank des PlayStation 5- und Xbox Series X-Upgrades wurden nämlich viele Kritikpunkte des Originals ausgebessert und es erstrahlt nun in einem ganz neuen Glanz, sodass man sich nun nicht nur über das frische Setting, die gute Geschichte und die interessanten Charaktere erfreuen kann, sondern eben auch endlich über die Grafik – und obendrein erhält man auch noch den nagelneuen DLC kostenlos dazu.
Wer GreedFall bereits gespielt hat und es nun nur auf den DLC abgesehen hat, sollte sich den Kauf allerdings zweimal überlegen. Für sich allein genommen ist der DLC nämlich leider enttäuschend. Nicht nur, dass die anfangs so interessante Story schnell abebbt, auch die Spielzeit ist mit rund zwei Stunden arg kurz ausgefallen.

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Special vom: 18.07.2021
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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