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Sim Simulator - Teil 161: Bus Simulator 18
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bus_simulator_18_coverDer Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 161: Bus Simulator 18
Was der Landwirtschafts-Simulator bei den Landwirtschaftssimulatoren und der Euro Truck Simulator unter den Trucksimulatoren ist, das ist OMSI 2 unter den Bussimulatoren. Egal wer kam, keiner hat es bisher geschafft ihn vom Thron zu stoßen. Seit ein paar Tagen versucht sich mit dem Bus Simulator 18 aus dem Hause astragon nun ein weiterer Mitbewerber daran, dies endlich zu schaffen. Ob es ihm gelingt, sich an die Spitze der Bussimulatoren zu fahren? Wir haben es natürlich genau geprüft.

Wie schon der direkte Vorgänger, der Bus Simulator 16, setzt auch der Bus Simulator 18 auf mehr als „nur schnödes“ Rumgefahre. Vielmehr ist es eine Mischung aus Busfahr- und Wirtschaftssimulation, bei der man sein eigenes Busunternehmen gründen und erfolgreich machen muss. Als Firmenchef ist man aber nicht nur für das Finanzielle und somit auch den Kauf der Busse sowie das Anheuern von Fahrern zuständig, sondern natürlich auch für den reibungslosen internen Ablauf. So muss man auch etwa sämtliche Linien selbst erstellen, benennen und natürlich mit einem (am besten passenden) Bus und Busfahrer belegen. Völlig freie Wahl, wie man dabei vorgeht, hat man aber nicht. Man bekommt nämlich stets Aufgaben, die es zu erfüllen gilt und die etwa von einem verlangen, eine Strecke durch bestimmte Stadtgebiete fahren zu lassen.

Da man im Bus Simulator 18 ein vorbildlicher Chef ist, setzt man sich nicht nur hinter den Schreibtisch, sondern auch selbst hinter das Lenkrad. Das macht auch am meisten Spaß. Auch wenn die acht offiziell lizenzierten Stadtbusse der Marken Mercedes-Benz, Setra, MAN und IVECO nicht ganz so detailreich gestaltet wurden und nicht so viele interaktive Schalter und Knöpfe aufweisen wie ihre Pendants in OMSI 2, sehen sie doch verdammt gut aus und fühlen sich auch so an. Sobald man den Zündschlüssel umgedreht und Gas gegeben hat, fühlt man sich tatsächlich, wie ein waschechter Busfahrer. Dazu gehört natürlich auch, dass man möglichst ruhig und pünktlich von Haltestelle zu Haltestelle fährt. Wenn man dies schafft, erhält man Reputation, was eigentlich gleichbedeutend mit mehr Geld ist.
Es ist allerdings nicht einfach, die Fahrgäste zufriedenzustellen. Nicht nur, dass man sich erst einmal an die gut wiedergegebene Größe und Gewicht der Busse gewöhnen muss, auch auf den Straßen lauern allerlei Gefahren. Im Bus Simulator 18 fährt man nämlich durch eine nicht nur schön gestaltete, sondern auch belebte, fiktive Großstadt namens Seaside Valley, in der einen Schlaglöcher, Staus, Unfälle, Baustellen, aber auch Nachtfahrten und besondere Ereignisse wie Schwarzfahrer, Extrawünsche der Fahrgäste oder Fahrgäste, die zu laut Musik hören, immer wieder vor neue Herausforderungen stellen.

Wie weiter oben bereits kurz erwähnt, fährt man im Bus Simulator 18 durch die fiktive Großstadt Seaside Valley. Das Wort „Großstadt“ suggeriert aber eigentlich einen falschen Eindruck. Die Stadt ist nämlich kein Moloch im Stile von New York, sondern besteht vielmehr aus zwölf einzelnen Gebieten, die teilweise sogar durch Autobahnabschnitte voneinander getrennt sind, die insgesamt aber dennoch die beachtliche Größe von 15 Quadratkilometern ergeben. Das Schöne dabei ist, dass sich die Stadtgebiete, die man nach und nach freischaltet, nicht nur namentlich, sondern auch optisch voneinander unterscheiden. Da sieht der Business-District komplett anders aus, als zum Beispiel ein Wohngebiet. Das Einzige was mich ein wenig gestört hat, ist der für meinen Geschmack etwas zu cleane Look der Stadt. Hier hätte mir ein "dreckiger Anstrich" wesentlich besser gefallen. Dafür gibt es aber verschiedene Wetterverhältnisse und Tag- und Nachtfahrten, wobei einem die Stadt des Nachts komplett anders vorkommt.
Wem die Karte dennoch nicht genügt, der sollte sich im Steam Workshop umsehen. Der Bus Simulator 18 wurde nämlich sehr Modding-freundlich gestaltet, so dass Fans nicht nur eigene Busse und Lackierungen kreieren können, sondern eben auch Karten und Strecken. Für genügend Inhalt sollte also gesorgt sein, zumindest wenn sich genügend Fans für das Spiel finden.

Richtige Simulationsfans werden ihre Busse natürlich im Simulationsmodus fahren, in dem man allerlei Knöpfe und Schalter, aber z.B. auch den Fahrkartenautomaten bedienen muss. Es ist sogar möglich, das Spiel mit den gängigen Lenkrädern oder Tobii Eyetracking und TrackIR zu fahren. Wer nur ab und an mal eine Route fahren möchte, kann aber auch bequem auf ein Gamepad umschalten oder/und im vereinfachten Modus herumfahren. Und wer nicht alleine durch die Stadt fahren will, kann auch mit bis zu drei Freunden im asynchronen oder synchronen Multiplayer-Modus spielen. Dies funktioniert bereits jetzt tadellos und ist eine willkommene Abwechslung. Eine nicht ganz so willkommene Abwechslung sind hingegen die Bugs, die einem manches Mal ins Auge fallen. So hatte ich zum Beispiel das Problem, dass ich, obwohl ich den Fahrgast auf seine zu laute Musik hingewiesen habe, eine negative Bewertung bekam. Auch dass sich der Bus bei kleineren Karambolagen manchmal wie verrückt überschlägt, ist wohl nicht so gedacht. Zum Glück traten solche Probleme aber nur selten auf, weshalb man sogar drüber schmunzeln kann, denn so ärgerlich es auch ist, so lustig sieht ein sich wild überschlagender Bus auch aus.


Fazit:
Für Gelegenheits-Busfahrer ist der Bus Simulator 18 ein durchaus ernst zu nehmender Konkurrent zum OMSI 2, gerade wegen des (wenn auch nur oberflächlichen) Wirtschaftsteils, über den er verfügt. Jedoch muss sich erst noch zeigen, wie viel Communityunterstützung er erlangt. Denn auch wen man nur hin und wieder eine Route fährt, hat man ohne eine große Fanbase, die den Steam Workshop regelmäßig mit neuen Inhalten füttert, doch sehr schnell alles gesehen, was der Bus Simulator 18 zu bieten hat und wird sich stattdessen doch lieber wieder den großen Möglichkeiten eines OMSI 2 widmen. Echte Simulations-Fans werden sich hingegen kaum für den Bus Simulator 18 erwärmen können. Hierfür fehlt es dem ganzen Spiel einfach an Details, die den Platzhirsch so erfolgreich machen.
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Special vom: 18.06.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
Kategorie: Special
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