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Sim Simulator - Teil 184: Cook, Serve, Delicious! 3?!
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 184: Cook, Serve, Delicious! 3?!
1Simulationen kennen wir eher als biedere, recht ernste Angelegenheit. Nicht so in Cook, Serve, Delicious! 3?! Die Kochsimulation aus dem Hause Vertigo Gaming, die seit einigen Tagen für PC, Xbox One und Nintendo Switch erhältlich ist, beweist, dass Simulationen auch spaßig sein können.

Es fängt schon bei der Story an. Anstatt, dass man einfach einen Foodtruck von seinem Vater/Onkel/etc. übernimmt, ist der Grund, weshalb man hier mit dem rollenden Imbiss unterwegs ist, ein klein wenig abgedrehter. In Cook, Serve, Delicious! 3?! befinden wir uns nämlich in den USA des Jahres 2042. Amerika hat gerade einen schrecklichen Krieg hinter sich und die Menschen sehnen sich wieder nach gutem Essen. Anlaufstelle Nummer Eins ist dabei für viele unser mehrfach ausgezeichnetes Restaurant (bekannt aus den vorherigen Teilen). Doch das Unfassbare passiert: Der Teragon Tower, in dem sich auch unser Restaurant befindet, wird angegriffen und vollkommen zerstört. Wir überleben den Angriff selbst nur ganz knapp. Unseren Drang, den Menschen gutes Essen zu bieten, zerstört dieser Angriff aber nicht und so lackieren und bauen wir kurzerhand den Search & Recovery-Truck unserer beiden Roboter-Retter Whisk und Cleaver um und fahren mit dem so gewonnenen Foodtruck kreuz und quer durch die USA, um hungrigen Leuten Essen zu bieten.

Natürlich ist diese Story für das eigentliche Gameplay komplett nebensächlich. Dennoch zeigt sie, mit welch einem Spaß die Entwickler an die Sache ran gegangen sind, was bei Simulationsspielen ja leider auch nicht immer der Fall ist.
Die Macher waren aber nicht nur bei der Story einfallsreich, auch beim Gameplay haben sie neue Ideen einfließen lassen. Der Tatsache geschuldet, dass wir nun nicht mehr in einem Restaurant, sondern eben auf der Straße in einem Foodtruck unterwegs sind, ändert sich im Vergleich zu den beiden Vorgängern auch das Gameplay entsprechend.

Nun müssen wir in den verschieden langen Trips, so gut es geht, Sachen vorbereiten, um die Kunden an den unterschiedlichen Stopps schnellstmöglich bedienen zu können. Die Zeit, die uns für die Vorbereitungen bleiben, sind dabei ganz unterschiedlich. Mal fahren wir eine ganze Weile und können uns sogar Zeit lassen, mal ist der Weg zum nächsten Stopp nur ganz kurz und wir können nicht einmal ein Blech mit Brezeln fertig backen. Auch die Zahl der Kunden ist ganz verschieden – Mal sind es wenige, mal warten Dutzende darauf, bedient zu werden. Generell gilt aber, dass sich die Zahl der Gäste zum vorherigen Teil deutlich erhöht hat. Geblieben ist, dass die Gäste dabei unterschiedlichste Wünsche haben, die wir natürlich beachten müssen. Dennoch gilt es, möglichst viele Gerichte auf einmal zuzubereiten, denn allzu geduldig sind auch die Gäste an einem Foodtruck nicht. Brauchen wir zu lange, gehen sie wieder. Zum Glück stehen uns unsere beiden Roboter-Retter auch hier tatkräftig zur Seite. Sie dienen fortan nämlich als Servierroboter, die den Gästen das Essen herausreichen. Ohne deren Hilfe wäre das ohnehin schon hektische Spielgeschehen kaum zu meistern, vor allem im späteren Verlauf, in dem wir unsere Speisekarte aus gut 200 Gerichten zusammensetzen und deren Zubereitungen und Zutaten dementsprechend unterschiedlich sind.

Wer bereits eine der beiden Vorgänger-Teile gespielt hat, wird schnell feststellen, dass die Entwickler auch andere Dinge an das neue Setting angepasst haben. Anstatt uns zusätzlich auch noch um die Toiletten oder das Geschirr zu kümmern, müssen wir uns diesmal um geplatzte Reifen oder Sabotage-Aktionen gegen unseren Truck (die sich in verschiedenen Debuffs bemerkbar machen) kümmern. Zudem wurde auf den Sandbox-Modus, in dem wir unser Restaurant ausbauen mussten, verzichtet. Stattdessen gibt es nun einen gänzlich neuen Modus, in dem wir vor dem Start einer neuen Tour jeweils eine neue Speisekarte zusammenstellen und diese dann servieren. Wie in der Kampagne erhält man auch hier am Ende eine Bewertung samt einer Medaille. Der Gewinn einer Goldmedaille stellt dabei aber immer eine ganz besondere Herausforderung dar, da man für sie nicht selten gar keinen einzigen Fehler machen darf. Zum Glück sind die Goldmedaillen aber nur ganz besondere Auszeichnungen für besonders gute Köche und nicht etwa für das Weiterkommen im Spiel erforderlich. Zwar wird man ohne sie ein paar Bonuslevel verpassen, aber dass man gar nicht weiterkommt, wird nicht passieren.

Wie eingangs schon erwähnt, bietet Cook, Serve, Delicious! 3?! erstmals in der Geschichte der Spielereihe eine richtige Story. Wie ebenfalls erwähnt, ist sie im Grunde aber auch vollkommen nebensächlich. Zwar gibt es immer wieder kleine Zwischensequenzen, doch nicht nur deren Aussagekraft hält sich in Grenzen, sondern auch deren Qualität. Vor allem die Vertonung wirkt recht amateurhaft, was wohl vor allem an den Twitch-Streamern negaoryx und havanarama liegt, die den beiden Robotern ihre Stimmen liehen.
Auch sonst darf man vom Spiel keine Wunderdinge erwarten. Das, was das Spiel ausmacht, ist das Gameplay und die zig Möglichkeiten, die dieses bietet. Grafik und Soundeffekte wurden hingegen eher zweckmäßig gestaltet – haben aber dennoch ihren Charme. Wirklich nervend ist nur der Soundtrack, den man aber zum Glück im Menü ausschalten kann.
Gut gelungen ist auf jeden Fall die Steuerung per Controller. Zwar benötigt man ein wenig Zeit, bis man alles verinnerlicht hat (weshalb das Tutorial unbedingt zu empfehlen ist!), doch nach spätestens einer Viertel- bis halben Stunde hat man alles voll im Griff und blättert sich gekonnt durch die Menüs.


Fazit:
Mit Cook, Serve, Delicious! 3?! wagen die Entwickler einen riesigen Schritt. Allerdings hat sich dieses Risiko gelohnt. Das neue Setting sorgt für frischen Wind – sowohl optisch als auch spielerisch, ohne dabei die liebgewonnene Hektik, die der Job eines Kochs so mit sich bringt, zu verlieren. Ganz im Gegenteil: Dadurch, dass man nun noch mehr vorbereiten und kochen muss, ist es sogar noch ein ganzes Stück hektischer geworden. Doch genau das ist das Herrliche an diesem Indie-Titel. Hier wird einem so schnell nicht langweilig und durch die zahlreichen, unterschiedlichen Rezepte hat man auch immer etwas anderes zu tun.
Für mich ist Cook, Serve, Delicious! 3?! deswegen auch nach einigen Stunden noch immer genauso unterhaltsam wie am Anfang und ich denke, das dürfte für viele zutreffen, die sich dem hektischen Gewusel in der kleinen Foodtruck-Küche stellen.
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Special vom: 02.11.2020
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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