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Stromausfall: WASD-Magazin, Ausgabe 17
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wasd_17Seit ein paar Monaten zeigt die Natur, dass sie unberechenbar und unerbittlich ist. Anstatt uns genüsslich in der Sonne zu aalen und mit Freunden bis spät abends Party zu machen und die lauen Sommerabende zu genießen, machen wir uns Sorgen, wo der nächste Corona-Hotspot sein wird und üben Social Distancing aus.
Auch den Machern der WASD ist dies nicht entgangen und auch sie machen sich so ihre Gedanken über die Natur. Anstatt ihre Gedanken für sich zu behalten, haben sie sie einfach als Thema zur neuesten, mittlerweile 17. Ausgabe des WASD-Magazins gemacht.

Die Natur spielt nicht nur im realen Leben eine große Rolle (auch einmal abgesehen von Corona), sondern auch in der Welt der Videospiele. Was wäre Red Dead Redemption II ohne die beeindruckende Umwelt? Genau, sehr langweilig. Und das ist nur ein Beispiel von vielen, das zeigt, wie wichtig die Natur auch in Videospielen ist. Einige weitere Beispiele haben die zahlreichen Gastautoren der aktuellen WASD in bekannter Manier wieder für ihre Essays. Daniel Ziegener hat sich Beispielsweise in die Welt von theHunter: Call of the Wild gewagt, wo er der Natur ganz nah gekommen ist und ein schlechtes Gewissen bekommen hat, als er ein weibliches Reh niederschoss. Christian Huberts geht in seinem Artikel „Krone der Schöpfung“ hingegen der Tatsache nach, dass man in Computerspielen nie echte Natur erleben wird, da sie schließlich immer von Menschen gemacht wird und dementsprechend aufgeräumt und strukturiert wirkt.
Mit einem ganz anderen Ansatz geht Matthias Kreienbrink an das Thema „Natur“ heran. Für ihn gehört zur Natur nämlich auch die Angst und diese kann auch durch Videospiele in verschiedensten Arten verursacht werden. Wie er dies selbst erlebt hat, erzählt er uns in seinem Text „Eine graue Welt“.
Michael Brandmiller geht hingegen der Frage nach Klimaschutz und Computerspiele nach. Als Beispiel nimmt er dabei das Spiel Sauerbaum, das in den 80ern quasi das erste Spiel war, das die Umweltbewegung in die Kinder- und Jugendzimmer brachte. Wie das Medium Computerspiele das Thema seitdem weiterführt, hat er in seinem Essay einmal zusammengetragen.
Sonja Wild stellt ebenfalls das Verhältnis von Computerspielen zu einem bestimmten Thema in den Vordergrund ihres Textes. Allerdings geht es hier nicht um den Umweltschutz oder wie Pflanzen in Videospielen dargestellt werden (wie es Csongor Baranyai in seinem Artikel „Spiele Pflanzen“ gemacht hat), sondern um Kot. Denn auch dieses, zugegebenermaßen nicht ganz appetitliche Thema, gehört zur Natur und ist auch in Videospielen mitunter ein großes Thema.

Neben diesen und zahlreichen weiteren Artikeln zum Thema Natur bietet die WASD natürlich auch wieder wie gewohnt einige Kolumnen und Essays, die nichts mit dem Hauptthema zu tun haben. Christian Alt und WASD-Herausgeber und Chefredakteur Christian Schiffer diskutieren zum Beispiel über das Für und Wider von Winter in Videospielen, während Stephanie und Dominik Ehrenberg ihre Erlebnisse aus Secret of Mana niedergeschrieben haben. Als besonders interessant empfand ich zudem die Kolumne „Der alte Pixel“ von Robert Glashüttner, in der der Autor über Pocket Kingdom auf dem Nokia N-Gage schreibt und sich nebenbei auch noch über die vielleicht sonderbarste tragbare Konsole aller Zeiten auslässt. Worauf wir diesmal leider hingegen verzichten müssen, ist das „Quartett der Videospielskandale“, das eigentlich in jeder WASD-Ausgabe zu finden ist. Diesmal ist es leider kein Teil davon, allerdings hoffe ich sehr, dass dies eine Ausnahme bleibt. Als Ersatz gibt es diesmal stattdessen eine Aufzählung von Tieren in Videospielen, die ebenfalls im typischen Quartett-Look gehalten wurde.


Fazit:

Wie sicherlich mittlerweile bekannt sein dürfte, bin ich ein großer Fan des WASD-Magazins. Die 17. Ausgabe dieses Bookazines beweist mir ein weiteres Mal, weshalb ich dies bin. Denn in keinem anderen Videospiel-Magazin wird so sehr über den Tellerrand hinaus geschaut wie hier. Auf jeden Fall kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendwo anders ERNSTHAFT über das Thema Kot in Videospielen oder überhaupt über die Natur in Videospielen geschrieben wird. Genau deswegen liebe ich die WASD. Hier bekommt man Dinge zu lesen, die es sonst nirgendwo gibt – und das alles auch noch niveauvoll und mit einer großen Portion Ernsthaftigkeit.
Wer ebenfalls mehr als nur die immer gleichen bunten Bildchen und sich ähnelnden Tests lesen möchte, sollte sich die WASD also auf jeden Fall kaufen – ganz gleich, ob es nun die aktuelle Ausgabe ist oder eine frühere. Sie sind alle lesenswert und allesamt noch über den offiziellen WASD-Shop erhältlich.


Special vom: 24.07.2020
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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