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Let's Watch: The Mandalorian - Chapter 1
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In wenigen Tagen geht Disney+ auch in Deutschland an den Start. Neben zahlreichen Disney-Klassikern, einigen Pixar-Animations- und Marvel-Filmen sowie alle Staffeln der Simpsons ist eines der langersehnten Highlights natürlich ebenfalls die erste Star Wars-Realserie The Mandalorian. Wir durften die erste Folge bereits vor dem offiziellen Deutschlandstart ansehen und wollen euch an dieser Stelle sagen, ob sich die Vorfreude lohnt. 

In The Mandalorian, dessen Geschehnisse zwischen Die Rückkehr der Jedi-Ritter und Das Erwachen der Macht angesiedelt ist, wird die Geschichte der Mandalorianer bzw. eines namenlosen Mitgliedes dieser bisher eher vernachlässigten Kopfgeldjäger-Gilde erzählt. Der namenlose Mandalorianer verdingt sich dabei fünf Jahre nach dem Untergang des Imperiums mit seinem eigenen Schiff am Rande der Galaxis als Kopfgeldjäger, der jeden Verdienst in seine Rüstung investiert. Die ist nämlich, ähnlich wie bei Boba Fett, sein persönliches Eigentum und verfügt über zahlreiche elektronische Helfer. 

In Chapter 1 erhält die Hauptfigur von einem ehemaligen Imperialen den Auftrag einen 50-Jährigen ausfindig zu machen und möglich lebendig zum Auftraggeber zu bringen. Ganz am Rande der Galaxis, auf dem Planeten Arvala-7, findet er seine Zielperson. Doch wie sich schon bald zeigt, stellt sich die Aufgabe allerdings etwas anders dar, als zunächst angenommen. Nicht nur, dass es sich bei dem angeblich 50-Jährigen in Wahrheit um ein Kind handelt, das über besondere Kräfte verfügt, es ist auch noch ein anderer Kopfgeldjäger auf der Suche nach der Zielperson. Dabei handelt es sich um den Droiden IG-11, der das Kind allerdings töten und nicht nur fangen will... 

Kritik
Wer die letzten Star Wars-Filme gesehen hat, erwartet auch bei The Mandalorian sicherlich ein Actionspektakel. Doch die Serie präsentiert sich, zumindest in dieser ersten Episode, komplett anders. Produzent und Drehbuchautor Jon Favreau (The Orville, Young Sheldon, Iron Man) sowie Regisseur Dave Filoni, der vorher bereits für zahlreiche Folgen der Star Wars Animationsserie Star Wars The Clone Wars zuständig war, lassen The Mandalorian nämlich behutsam starten. Es erinnert beinahe an die originale Trilogie, wenn ein Einzelner „Held“ im Fokus steht. Dabei schaffen sie es einem die Seele des Mandalorianers nach und nach näherzubringen, und das, obwohl man niemals irgendwelche Gefühlslagen an seinem Gesicht erkennen könnte. Denn der Titelheld behält seinen charakteristischen Helm die ganze Zeit über auf. Dass man ihn dennoch so tiefgründig kennenlernt, ist eine wahre Meisterleistung.
Aber nicht nur der Titelheld ist gelungen. Auch sonst weiß bereits diese erste Folge vollends zu überzeugen. Die Mischung aus Sci-Fi und Western bietet zahlreiche dunkle Gestalten, auf die hier dank der gemächlicheren Erzählstruktur, ebenfalls ganz anders als bei den großen Kinofilmen, genau eingegangen wird. So lernt man die Figuren sehr gut kennen, weshalb man ihr Verhalten auch sehr viel besser verstehen kann.

Obwohl in The Mandalorian keine einzige Figur aus dem bisher bekannten Star Wars-Universum in Erscheinung tritt, bekommt man dennoch sofort das gute alte Star Wars-Feeling.
Ausschlaggebend dafür ist neben dem bereits angesprochenen Szenario ebenso die Welt, in der die Serie spielt. Denn obwohl es sich auch bei Arvala-7 um einen gänzlich neuen Planeten handelt, erinnert er einen doch sofort an Tatooine, womit für viele das Star Wars Gefühl umgehend einsetzen dürfte. Die Musik aus der Feder von Ludvig Goransson ist ebenfalls wieder ganz Star Wars-typisch gehalten und bietet einen dynamischen Soundtrack, der das Geschehen jederzeit perfekt untermalt. 

Was die schauspielerische Leistung der Schauspieler anbelangt, kann man nach der ersten Folge noch nicht viel sagen. Hier steht nämlich ganz klar Pedro Pascal (Game of Thrones, Narcos) als Titelheld der Serie im Vordergrund (der seine Sache trotz des Helmes aber bereits sehr gut macht). Andere Darsteller wie etwa Werner Herzog (Meeting Gorbatchov, Nosferatu) als imperialer Auftraggeber oder Carl Weathers (Rocky I-IV) als Anführer der Mandalorian-Gilde Greef Karga bleiben hier jedoch noch im Hintergrund. Das wird sich in den kommenden Folgen aber sicherlich noch ändern, und dann dürfen auch sie ihr Können im größeren Stile beweisen. Nick Nolte (Picknick mit Bären, Der Gejagte) und Taika Waititi sind im englischen Originalton leider nur als Stimmen von Ugnaught Kuill bzw. IG-11 zu hören. .

Die Qualität der Produktion ist erstklassig und kann locker mit den großen Kinofilmen mithalten. Die Welten sind sehr aufwendig gestaltet worden und die Bildqualität kann selbst in Nahaufnahmen vollends überzeugen und bietet jederzeit zahlreiche Details.



Fazit:
The Mandalorian
ist überraschend anders als die letzte Star Wars-Trilogie. Anstatt Hau-Drauf-Action geht es hier, zumindest in der ersten Episode, gemächlich zu und es wird sehr viel mehr Wert auf die Charaktere gesetzt. Zusammen mit dem typischen Star Wars-Look und Score kommt so das gute alte Star Wars-Feeling auf, was viele eingefleischte Fans der Sternensaga so lange vermisst haben.

Wer sich selber eine Eindruck von The Mandalorian machen möchte, kann dies ab Dienstag auf Disney+ oder bereits am Sonntag auf ProSieben machen. Der Sender mit der roten Sieben zeigt nämlich am Sonntag den 22.03. um 20:15 Uhr die erste Folge von The Mandalorian im Free TV.
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Special vom: 21.03.2020
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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