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Die Splashgames-Vorschau: No Straight Roads
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emperorBei Rhythmusspielen denkt man zunächst einmal an Dance Dance Revolution, Guitar Hero oder Rockband, aber auch actionlastigere Titel haben in den letzten Jahren diesen Aspekt aufgegriffen. Beat Saber hat uns mit Lichtschwertern herumfuchteln lassen, während Crypt of the Necrodancer sich in Richtung Rollenspiel vorgewagt und mit Cadence of Hyrule sogar Link ins Rennen geschickt hat. No Straight Roads gehen bei der Action noch einen Schritt weiter, aber kann der Titel über den kompletten Song den Takt halten?

Mayday und Zuke wünschen sich nichts sehnlicher, als mit ihrer Band berühmt zu werden und ihre Stadt mit Strom zu versorgen. Dank der Technik des Konzerns NSR ist es nämlich möglich, Musik in Energie umzuwandeln, weswegen in einer Art Casting Show immer neue Bands gesucht werden, die gut genug sind, um diese Aufgabe auszuführen. Leider stehen Mayday und Zuke total auf Rock, eine Musikrichtung, die bei NSR verpönt ist. Hier dreht sich alles nur um Electronic Dance Music (EDM) und die beiden werden schnell zu gesuchten Unruhestiftern, da vor allem die aufbrausende Mayday diese Art der Zurückweisung überhaupt nicht vertragen kann.

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No Straight Roads versteht sich als Action-Rhythmusspiel. Mayday und Zuke schlagen mit ihren Instrumenten auf Feinde ein und verschießen Musiknoten, um voranzukommen. Die Gegner greifen dabei passend zum Rhythmus des aktuellen Songs an, sodass man Angriffen ganz gut ausweichen kann, wenn man sich erst einmal im Flow der Musik befindet. In unserer Previewversion konnten wir zwei Bossfights und einen Level anspielen. Die Songs werden durch den jeweiligen Boss der Welt bestimmt und sind elektronischer Natur. DJ Subatomic Supernova ist - wer hätte es geahnt - ein DJ und legt seine Klänge am Plattenteller auf, während der zweite Boss Sayu die Sparte der japanischen Vocaloids abdeckt. Die Bosse sind dann auch direkt das Highlight von No Straight Roads.

Vor allem der Kampf gegen den DJ ist ein Erlebnis. Er ist riesengroß und bestimmt das Zentrum der Kampfarena, während um ihn herum im Takt die Planeten unseres Sonnensystems wirbeln. Unsere Aufgabe besteht darin, aus diesen Planeten, wenn sie denn mal still stehen, Noten herauszuprügeln, mit denen wir auf den DJ schießen können. Außerdem gibt es kleine Raketenstationen, die in der Arena verteilt sind, die wir aktivieren können, um den DJ zu beschießen. Neue Phasen bringen neue Angriffsmuster und der Soundtrack ändert sich stetig, während die EDM von unserem Rock verdrängt wird. Das ist eindrucksvoll und macht unglaublichen Spaß.

Der Kampf gegen Sayu hingegen wirkt im direkten Vergleich einfallslos. Der Level zu ihr führt durch verschiedene Abschnitte an immer schwieriger werdenden Sprungpassagen, die mit ein paar Gegnern gespickt sind und der Kampf selbst verläuft sich in dem gleichen Muster. Die Arena, die sich in verschiedene Bereiche aufteilt, die aber im Prinzip alle gleich sind, ist zu vollgestopft mit Hindernissen, sodass man selten auf den Rhythmus der Musik achtet und eigentlich nur noch ausweicht, um hektisch zwischendurch anzugreifen. Die Bindung zu einem eigenen Thema, wie DJ Subatomic sie hatte, fehlt. Hier hätte mehr Fokus auf die einzelnen Aspekte der Vocaloids und ihre vier "Musiker" gelegt werden können.

Optisch macht No Straight Roads alles richtig. Der Stil mit seinen bunten Farben, schlacksigen Körpern und großen Köpfen passt sehr gut zu der humorvollen Präsentation der Geschichte. Einzig Mayday, die permanent aggressiv ist, ging mir sehr schnell auf die Nerven, aber vielleicht bin das auch einfach nur ich. Zuke hingegen ist entspannt lässig und beide Figuren sind komplett vertont. Es gibt außerdem eine Fülle von Nebenfiguren, die bisher allerdings nur Einzelsätze von sich geben. Die Designs sind auch hier sehr interessant und ich hoffe, dass die Nebenfiguren noch weiter ausgebaut werden.

Zwischen den Leveln begeben wir uns in die Hubwelt der Stadt. Hier können wir Energie sammeln, um die Stadtteile wieder mit Strom zu versorgen und in unserem Untergrundversteck unsere Charaktere mit Fähigkeiten und Boosts ausrüsten oder auch ein kleines Minispiel spielen, das tatsächlich ordentlich Laune macht und sogar mehr Wert auf Rhythmus legt als das eigentliche Spiel.



Fazit:
No Straight Roads präsentiert viel Potential, das allerdings momentan noch ein wenig ungeschliffen ist. Der erste Bosskampf gegen DJ Subatomic Supernova ist klasse und zeigt die besten Elemente, die der Titel zu bieten hat. Hier gibt es thematisch relevante Aufgaben, schicke Grafik und einen tollen Soundtrack und das alles ist einen spannenden Kampf verpackt. Der Level und der Bosskampf von Sayu hingegen wirken einfallslos. Der Level selbst ist nur Füllmaterial und der Boss lässt jegliche Thematik vermissen. In Videos haben wir aber auch schon andere, spannendere Bosskämpfe gesehen, also bin ich insgesamt guter Dinge. Wenn wir dann noch Mayday ein bißchen herunterschrauben, kann man vielleicht auch mit den Hauptfiguren sympathisieren. Erscheinen soll der Titel am 25. August diesen Jahres.

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Special vom: 30.06.2020
Autor dieses Specials: Kai Wommelsdorf
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