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Expeditions: A MudRunner Game

Entwickler: Saber Interactive
Publisher: Focus Entertainment

Genre: Simulationen
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 35,90 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

Als vor sieben Jahren MudRunner erschien, hätten wohl selbst die kühnsten Optimisten nicht gedacht, dass wir heute noch über das Spiel reden würden, geschweige denn, dass daraus eine ganze Reihe wird, die vor kurzem den dritten Teil herausgebracht hat. Doch manchmal ist die Videospiellandschaft dann doch unvorhersehbar und so schreibe ich hier nun tatsächlich über Expeditions: A MudRunner Game, dem dritten Spiel der MudRunner-Reihe.



Meinung:

Wer noch nie etwas von MudRunner oder dessen noch erfolgreicheren Nachfolger SnowRunner gehört hat, was ich ehrlich gesagt aber kaum glaube, dem sei nochmal das grundlegende Spielprinzip näher gebracht. Sowohl im Jahr 2017 erschienenen MudRunner als auch im 2020 veröffentlichten Nachfolger SnowRunner ging es darum, mit schweren Transportern durch unwegsame Matsch- bzw. Schneelandschaften zu fahren und so Waren von A nach B zu transportieren.

Bekanntes Spielprinzip
In Expeditions hat sich an diesem Spielprinzip eigentlich nichts geändert. Denn auch hier fahren wir wieder durch Landschaften, die offensichtlich nicht für Fahrzeuge angedacht waren. Zumindest sind die Landschaften dermaßen zerklüftet und mit steilen Hängen versehen, dass hier eigentlich kein Mensch auf die Idee kommen würde, mit einem Fahrzeug, geschweige denn mit einem schweren Transporter herumzufahren. Doch wir haben einen guten Grund, weshalb wir hier sind. Wie der Name des dritten MudRunner-Teils bereits erahnen lässt, sind wir diesmal nämlich nicht im Auftrag von irgendwelchen Firmen unterwegs, die unberührte Natur für lukrative Geschäfte zugängig machen möchten. Stattdessen sind wir diesmal Teil einer Forschungsmission, die genau diese Natur für wissenschaftliche Zwecke erforschen möchte. Aus diesem Grund transportieren wir diesmal auch keine Baustoffe oder vergleichbares, sondern vor allem wissenschaftliches Equipment durch die Landschaften.

20 Fahrzeuge
Insgesamt gibt es 20 verschiedene Fahrzeuge, von kleinen Jeeps bis hin zu schweren Transportern, mit denen unterschiedliche wissenschaftliche Gerätschaften an die Zielstelle befördern müssen. Währenddessen man an besagte Stellen fährt, kommt man zudem des öfteren an zusätzlichen Aufträgen vorbei, die noch mehr Abwechslung ins Spiel bringen. Hier gilt es zum Beispiel mal einen liegengebliebenen Truck zu bergen, Brücken zu errichten, um neue Routen freizuschalten oder ebenfalls ein abgestürztes Flugzeug zu untersuchen. Zusätzlich dazu gibt es immer mal wieder Minispiele, die gemeistert werden wollen. Leider sind Letztere meines Erachtens nicht gut ins Spiel integriert worden, weshalb man auch nicht darüber traurig ist, dass sie wirklich immer nur ein paar Sekunden in Anspruch nehmen.

Herausfordernde Ausfahrten
Wesentlich länger dauern hingegen die Ausfahrten. Hier gilt es nämlich wirklich behutsam vorzugehen, schließlich Können einzelne Elemente des Autos beschädigt werden oder, was noch schlimmer wäre, man kippt um. Zum Glück müssen wir uns dabei aber nicht nur auf unser Können am Lenkrad und Gaspedal, sowie unserem Einschätzungsvermögen, wann es besser wäre, den Luftdruck aus den Reifen zu lassen, verlassen. Expeditions bietet einem nämlich ebenso ganz neue Möglichkeiten, die bestmögliche Route ausfindig zu machen. Neben einer detaillierten geografischen Karte, die man sich jederzeit anschauen kann, gibt es nun nämlich auch eine Drohne. Mit dieser kann man sich die Landschaft aus der Vogelperspektive betrachten und so die (scheinbar) einfachste Route planen. Einen Kompass gibt es übrigens leider nicht, was ich nicht verstehen kann.

Hilfreiche Hilfsmittel
Sollte man sich doch einmal festgefahren haben, vor einer schier unüberwindbaren Steilwand stehen oder in einen doch zu tiefen Tümpel geraten sein, gibt es zum Glück aber auch wieder die Winde, mit der man sich aus solchen Bredouillen befreien kann. Und selbst wenn man umkippt, gibt es sogenannte Stellschrauben, die einen wieder auf die Räder befördern. Zumindest, wenn man sie dabei hat. Jedes Vehikel hat nämlich nur begrenzt Platz. Da muss man dann schon mal abwägen, ob es einem zum Beispiel wichtiger ist, genannte Stellschrauben mitzunehmen oder doch lieber einen zusätzlichen Kanister Treibstoff. Auch der kann nämlich, ganz genau wie in den beiden Vorgängern, wieder zur Neige gehen. Speziell wenn man den Luftdruck der Reifen absenkt und den Allradantrieb auswählt, kann der Tank schon mal schneller leer sein, als es einem lieb ist. Mit ein wenig Glück findet man zwar zwischendurch Stellen, an denen wir unseren Wagen auftanken können, dennoch ist es immer mit einem gewissen Risiko verbunden, ob man nun noch die eine Nebenmission mitnimmt oder doch lieber sicher zum Quartier zurückkehrt.

Geld ist wichtig
Manchmal lohnt sich das Risiko aber. Schließlich bekommt man für jede Mission und Nebenaufgabe gutes Geld, das man auch dringend benötigt. Mit dem Geld schalten wir nämlich nicht nur neue Fahrzeuge frei, wir können diese ebenfalls mit Upgrades, wie etwa Federungen, Motoren oder speziellen Reifen, ausstatten. Zudem können wir unser Geld ebenso in die Basis stecken, die uns in jedem Gebiet als Dreh- und Angelpunkt dient. Bauen wir Vorratslager oder andere Gebäude, schalten wir gleichzeitig verschiedene Vorteile frei, die uns auf unseren Expeditionen nützlich sind. Auch können wir hier Spezialisten, wie Mechaniker oder Logistiker, anheuern, die uns ebenfalls Vorteile und Verbesserungen bringen.

Drei Areale – eine Menge zu tun
Momentan gibt es mit Colorado, Arizona und den Karpaten drei große Gebiete, die nun allerdings nicht mehr in einem Stück frei befahrbar sind. Stattdessen wurden sie hier in mehrere kleinere Maps/Areale aufgeteilt, die man nach und nach freischaltet. An Missionen mangelt es auf diesen Maps auf jeden Fall nicht, denn wenn man alle zusammenrechnet, kommen wir auf rund 100 Missionen und Nebenmissionen, die einem hier bereitgestellt werden. Und danach ist noch lange nicht Schluss. Dank Season Pass kann man sich nämlich ebenfalls in den folgenden Monaten noch zahlreiche weitere Missionen, Trucks und Werkzeuge dazu holen, sodass man ebenso hier wieder für viele, viele Stunden gut beschäftigt sein dürfte. Später geht dies dann auch gemeinsam mit Freunden. Der Multiplayer-Modus soll nämlich ebenfalls irgendwann nachgereicht werden.

Tolle Fahrphysik
Technisch muss hingegen zum Glück nicht mehr viel nachgebessert werden. Ganz gleich ob Steuerung, Fahrphysik oder Grafik, Expeditions gibt überall eine gute Figur ab.
Die Steuerung ist zum Beispiel sehr schön feinfühlig und erlaubt es einem tatsächlich, seine Vehikel millimetergenau zu manövrieren. Die Fahrphysik ist dabei ebenfalls sehr gut und gibt den unebenen Untergrund sehr gut wieder. Das Einzige, was mir hier noch negativ auffiel, ist, dass kleinere Fahrzeuge noch ein wenig zu sehr springen. Ich glaube aber, dass auch dieses Problem schnell gefixt werden wird.

Oh, wie schön ist Arizona
Bleibt zum Ende noch etwas zur Grafik zu sagen, wobei man hier eigentlich nicht viele Worte verlieren muss. Auf der Xbox Series X, auf der wir das Spiel getestet haben, gibt es keinerlei Probleme. Ganz im Gegenteil. Die Landschaften sehen unfassbar gut aus und gerade wenn die Abend- oder Morgendämmerung einsetzt und die Landschaften in ein ganz spezielles Licht tauchen, ist man dazu geneigt, auch einfach mal innezuhalten und sich der (virtuellen) Natur hinzugeben. Die Prunkstücke sind aber natürlich die Vehikel: Diese verfügen zwar nicht über offizielle Lizenzen, dank der tollen Modellierung kann man aber dennoch sofort erkennen, um welches Fahrzeug es sich hierbei handeln soll.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Am grundlegenden Spielprinzip ändert auch der dritte Teil der MudRunner-Reihe nichts. Auch in Expeditions geht es nämlich vor allem darum, mit viel Feingefühl und gekonnten Windeneinsatz mit schweren Vehikeln über unwegsames Gelände zu fahren. Obwohl das Fahren somit nach wie vor sehr anspruchsvoll ist, ist Expeditions dank neuer Hilfsmittel zugleich aber auch das Zugänglichste der drei MudRunner-Spiele.
Wer sich der Herausforderung stellt, bekommt zig Missionen und Nebenaufgaben zu meistern sowie eine sehr hübsche Optik zu Gesicht, die einen ebenso mal innehalten lässt.
Wer die beiden Vorgänger mochte oder auch nur irgendetwas für Offroad-Spiele übrig hat, sollte sich Expeditions: A MudRunner Game also keinesfalls entgehen lassen!



Expeditions: A MudRunner Game - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.375 Grafik: 8.50
Sound: 8.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.375
  • Tolle Fahrphysik
  • Großer Umfang
  • Interessantes neues Setting
  • Schicke Landschaften
  • Anspruchsvoll
  • Am eigentlichen Spielprinzip hat sich nicht viel geändert
  • Überflüssige Minispiele
  • Kein Kompass
  • Multiplayer wird erst später nachgereicht

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Rezension vom: 07.03.2024
Kategorie: Simulationen
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