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Paranormasight: The Seven Mysteries of Honjo

Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 20 €

Systeme: Android, iOS, PC, Switch

Inhalt:
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Ich muss zugeben, ein ziemlicher Schisser zu sein, vor allem wenn es darum geht, einen Horrortitel aus der Egoperspektive zu erleben. Als in Alien: Isolation das erste Mal das Alien auftrat, habe ich direkt ausgeschaltet. In Resident Evil 7 habe ich es in VR nicht einmal ins Haus geschafft. Besonders angsteinflößend finde ich japanischen Horror, der mit seinen langhaarigen, verrenkten Frauen und fratzenhaft entstellten Gesichtern der Toten das Übernatürliche noch unnatürlicher erscheinen lässt. Dennoch bin ich von Paranormasight: The Seven Mysteries of Honjo recht begeistert (pun intended).



Meinung:


Im Honjo der 80er Jahre beginnen wir unsere Geschichte mit der Suche nach Hinweisen auf einen Geist auf einem Spielplatz. Schnell finden wir jedoch mehr als uns lieb ist und die Nacht entwickelt sich zu einem Wettkampf um Leben, Tod, Wiedererweckung, Flüche, deren Ursprünge und die unterschiedlichen Wertvorstellungen menschlichen Lebens. Mehr sollte man von der Story eigentlich gar nicht wissen, da sie bei Visual Novels einen Großteil der Erfahrung ausmacht.

Verflucht!
Die namensgebenden sieben Mysterien von Honjo sind reale Legenden, die sich um dieses japanische Gebiet ranken und die für Paranormasight spielerisch ausgearbeitet und umgewandelt wurden. So erscheinen eines Nachts Fluchsteine, kleine Talismane, in den Händen einiger Auserwählter, mit denen sie Kontrolle über den jeweils zu ihrem passenden Geheimnis gehörenden Fluch erlangen. Jeder dieser Fluchträger erhält den Auftrag, mit seinem Fluch Menschen zu töten, um deren Seelen einzusammeln. Ist der Fluchstein voll, kann der Träger das Ritual der Auferstehung durchführen und einen toten Menschen ins Leben zurückholen. Da Fluchträger mehr Seelenenergie freisetzen als normale Menschen, dauert es nicht lange, bis die Träger aufeinander losgehen.

Verwobenes Netz
Paranormasight ist eine Visual Novel mit einigen Gameplay-Aspekten und am ehesten mit Titeln wie Zero Escape, Danganronpa oder auch Phoenix Wright vergleichbar. Wir wandern in Gestalt verschiedener Fluchträger durch die Orte der sieben Mysterien, schauen uns dort um, um Dinge einzusammeln, zu benutzen oder uns sehr viel mit anderen Figuren zu unterhalten. Da jeder Fluch seine eigenen geheimen Voraussetzungen benötigt, um aktiviert zu werden, entwickelt sich oftmals ein Katz- und Mausspiel darum, wer seine Voraussetzungen als erstes erfüllen kann.

Der eigentlichen Geschichte folgen wir über eine Flowchart, auf der wir zwischen den einzelnen Kapiteln der verschiedenen Hauptfiguren wechseln können. In manchen Geschichten geht es dann erst weiter, wenn in anderen Kapiteln bestimmte Dinge erledigt werden oder sich Charaktere zeitgleich am richtigen Ort aufhalten. Die Flowchart unterstützt dabei recht gut, indem abgeschlossene Kapitel verdunkelt werden, sodass man eigentlich (bis auf ganz zum Schluss) immer weiß, wo noch etwas zu erledigen ist. Leider gibt es weniger Abzweigungen, als man sich wünschen würde. Es gibt zwar einige Enden zu entdecken, allerdings sind diese in der Regel nur eine kurze Abzweigung, bevor es dann gerade weitergehen kann.

Out of the box
Wenn man sich alles genau durchliest, sind die Rätsel in der Regel recht einfach zu lösen. Dennoch gibt es hin und wieder ein paar nette Meta-Rätsel, die sich allerdings in Grenzen halten. Da Paranormasight neben Switch und PC auch für Android und iOS erhältlich ist, lässt sich leider nicht ganz so viel verrücktes Zeug mit der Hardware anstellen wie etwa Another Code auf dem DS es getan hat. Es wird jedoch viel mit einer 360°-Ansicht an den Orten gespielt und auch für einige Jump Scares genutzt. Neben den normalen Rätseln gibt es aber auch allerhand Informationen zu finden, die in einer ordentlichen Enzyklopädie angelegt werden, in denen man Hintergründe zu den Mysterien und Ortschaften inklusive sehr schicker künstlerischer Darstellungen erhält. Außerdem gibt es einen Satz Aufkleber zu finden, die von einer unbekannten Person überall in Honjo verteilt wurden.

Gruselfaktor
Grafisch lebt Paranormasight vor allem von seinen ausdrucksstarken Figuren, die in einem sehr schönen Anime-Stil detailliert in Szene gesetzt werden. Jede Figur wird mit Hilfe verschiedener Posen und Gesichtsausdrücke dargestellt und untermalt wird das Ganze mit einem hervorragenden Soundtrack, der je nach aktuellem Hauptcharakter unterschiedlich ist. Das Detektiv Duo bekommt beispielsweise jazzische Noir-Musik, wie man sie etwa auch aus Detektiv Conan kennt und nachts in der Nähe von Flüchen sind schaurige Geräusche zu vernehmen.

Die Steuerung ist recht simpel. Mit dem linken Stick schaut man sich um und mit dem rechten wird ein Cursor bewegt, um Dinge in der Umgebung untersuchen zu können. Bei kleinen Hotspots kann das allerdings auf der Switch schon mal ein wenig fummelig werden.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

Paranormasight: The Seven Mysteries of Honjo ist ein kleiner Überraschungs-Hit, den ich nicht auf dem Schirm hatte. Die Geschichte um die Flüche und das Ritual ist durchweg spannend, mitunter auch ziemlich gruselig und gefüllt mit tiefgründigen Charakteren, die selten in die gängigen Tropes abdriften. Grafisch liegt es am oberen Ende des Visual Novel-Spektrums und auch spielerisch gibt es hier einiges zu tun. Dank einer übersichtlichen Führung kommt man aber stets gut voran und kann die Geschichte flüssig genießen. Wer eine eher unkonventionelle Horrorgeschichte erleben möchte, sollte sich Paranormasight nicht entgehen lassen.



Paranormasight: The Seven Mysteries of Honjo - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.375 Grafik: 8.50
Sound: 9.00
Steuerung: 7.50
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.375
  • Spannende Geschichte
  • Interessante Rätsel
  • Schickes Charakterdesign
  • Stimmiger Soundtrack
  • Nur wenige Abzweigungen
  • Steuerung kann manchmal etwas fummelig sein

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Rezension vom: 23.03.2023
Kategorie: Adventure
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