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Like a Dragon: Ishin!

Entwickler: Ryu ga Gotoku
Publisher: Sega

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 57,00 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

Sakamoto Ryōma ist ein Mann mit einer Mission. Er will den Mörder seines Adoptivvaters ausfindig machen und das in einer Zeit, in der das Land Japan in einem Machtkampf um seine Zukunft verwickelt ist.



Meinung:

Seitdem mit Yakuza Kiwami 2016 der erste Teil der Yakuza-Reihe überarbeitet herauskam, erlebt die Serie eine ungeahnte Popularität. Etwas, was zu Beginn dieser Reihe, 2005 noch undenkbar erschien. Doch mittlerweile sind dem Ryu Ga Gotoku Studio die alten Klassiker zum Remaken ausgegangen, weshalb man wohl auf die Spinoffs zurückgegriffen hat, von denen es auch ein paar gab.

Eines der prominentesten war Yakuza: Ishin. Das Game kam ursprünglich Februar 2014 sowohl für die PS3 wie auch die PS4 heraus. Dabei war es ein Launchtitel für letztere Konsole, der allerdings nie außerhalb Japans herauskam. 

Ein ungewöhnliches Szenario
Bis jetzt, denn unter dem Namen Like A Dragon: Ishin ist der Titel nun auf die übliche Art und Weise endlich hier in Europa herausgekommen und ohne zu viel vorab zu verraten: Das Ergebnis ist insgesamt grandios geworden.

Das Besondere an diesem Spiel ist das Szenario. Like A Dragon: Ishin findet nicht in der Gegenwart statt, stattdessen spielt es in den 1860er Jahre von Japan, als das Land nach Jahrhunderten der selbstgewählten Isolation durch die Ankunft von ausländischen Schiffen aus eben jener herausgeholt wurde. Die Konsequenzen dieser Tat wirbelten das Land durcheinander und führten letzten Endes zu enormen und dramatischen Veränderungen. Die sognenannte Edo-Ära mit der alten Feudalherrschaft des Shogunats wurde am Ende durch ein Kaiserreich abgelöst. 

Protagonist ist Sakamoto Ryōma, ein Waisenkind, das von seinem Adoptivvater im Schwertkampf unterrichtet worden war und nach einer Ausbildung außerhalb seiner Heimat zurückkommt. Schnell findet er heraus, dass sein Vater und sein Adoptivbruder vorhaben, das alte Ständesystem zu stürzen und die Herrschaft des Kaisers wieder einzuführen. Doch dann wird sein Vater ermordet und Ryōma gilt als Hauptverdächtiger. Er flieht und hat vor, den wahren Mörder zu finden. Seine einzige Spur? Der außergewöhnliche Kampfstil des Attentäters, der in Japan damals nicht so häufig vertreten war.

Unsichere Zeiten erfordern handfeste Maßnahmen
Die Story von Like A Dragon: Ishin ist wieder hochdramatische und um die Identifikation zu erleichtern, ist Sakamoto Ryōma dem Hauptcharakter der Hauptreihe, Kazuma Kiryu, wie aus dem Gesicht geschnitten. Auch das Aussehen von anderen Charakteren der Hauptserie wurde übernommen, wie beispielsweise das von „Mad God“ Goro Majima. Gleichzeitig ähneln sich ebenso die Persönlichkeiten. Die jeweiligen Hauptprotagonisten sind ernste Menschen, die nur selten Emotionen zeigen und denen Ehre über alles geht. Gleichwohl gibt es auch kleine, aber feine Unterschiede in der Art wie sie handeln, denn Ryōma agiert wesentlich brutaler, als Kiryu. Er zückt, wenn er angegriffen wird, schnell die Klinge.

Doch diese Gewalt ist auch den damaligen Zeiten geschuldet. Es sind eben unsichere Zeiten, in denen die Gesellschaft in jenen Tagen ins Wanken geraten ist und in denen dementsprechend die Klinge locker sitzt. Das macht das Spiel von Anfang an deutlich, schon allein, wenn du durch die diversen Gebiete läufst und siehst, wie teilweise Banden marodierend und belästigend die Straßen bevölkern.

Dabei entwickelt die Story von Like A Dragon: Ishin einen unheimlichen Sog. Wenn du casual spielst, dann dauert der Storyprogress lange. Nicht etwa, weil die Erzählweise so langsam ist, sondern weil du von den vielen Möglichkeiten, die das Spiel so bietet, wie gefesselt bist. Es ist ein Problem, wie du es bereits von der Hauptserie her kennst. Nämlich, dass die Sidequests doch zu verlockend sind, anstatt dass du die Mainstory weiterspielst.

Japanisch pur
Dabei sticht ein weiteres Ass dieses Games: Nämlich, dass es so durch und durch japanisch ist. Damit ist nicht nur die Sprachausgabe gemeint, sondern ebenso das Ambiente, die Darstellung, die Optik. Es ist diese Liebe zum Detail, die das Spiel so auszeichnet und die eben mit dazu beiträgt, dass du Stunde um Stunde ins Game investierst.

Das Spiel setzt übrigens nicht vorraus, dass du japanisch und die japanische Geschichte in- und auswendig kennst. So hat es in den Dialogen auch ein Glossar eingebaut, in dem jederzeit interessante Infos über bestimmte Begriffe, Ereignisse, Personen oder Plätze zu finden sind. Das ist großartig und es wäre wünschenswert, wenn auch andere historische Games so etwas einbauten.

Du wirst es lieben, durch die halboffene Welt zu wandeln und die unterschiedlichen Gebiete kennenzulernen. So zum Beispiel auch Kyo, das heutige Kyoto City. Damals schon eine Metropole ist es faszinierend, wenn du die verschiedenen Stadtbezirke erkundest, deren Kontrast stellenweise enorm ist. Das Armenviertel besteht aus heruntergekommenen Häusern und engen Gassen, während das Geschäftsviertel mit lauter verschiedenen Läden und Amüsiermöglichkeiten überzeugt. 

Nicht so ernst sein
Hier erfährst du auch einen weiteren Charme der Yakuza-Reihe: Nämlich den Willen, sich selbst nicht so ganz ernst zu nehmen. So manche Sidequest ist herrlich absurd. Sei es, dass du auf eine „Scheiß-Egal-Gesellschaft“ triffst oder einen Sumo-Ringer füttern musst: In Sachen Komik ist das Spiel einfach nur göttlich, wobei du natürlich auch wieder Karaoke singen kannst.

Doch wie bereits gesagt, ist das Leben auf der Straße gefährlich. Wiederholt triffst du auf die unterschiedlichsten Gangs und Straßenräuber. Ebenso, wie du auch während der Mainquests auf verschiedene Feinde stößt und hier kommt das Kampfsystem zum Einsatz.

Es existieren vier Kampfstile, bei denen es sich empfiehlt, alle gleichermaßen zu leveln. Du erhältst die benötigten Erfahrungspunkte und Objekte durch erfolgreich bestandene Kämpfe und Quests. Damit schaltest du neue Angriffe aber auch Buffs frei. Da ist der waffenlose Kampfstil, der sich vor allem für kleinere Auseinandersetzungen mit harmlosen Feinden oder ebenso waffenlosen Gegner empfiehlt. Mit der Pistole kannst du Massen an Gegnern auf Distanz halten und besiegen. Allerdings ist das Zielen mit dem Revolver ein wenig knifflig. Ganz klassisch ist der Schwerstil, den du am häufigsten verwenden wirst und die Kombo Revolver/Schwertstil ist der herausforderndste, aber auch lohnenswerteste Stil. Neue Waffen und Ausrüstungsitems kannst du übrigens in diversen Shops käuflich erwerben.

In Sachen Grafik sieht das Game auf den ersten Blick grandios aus. Wie es für das Ryu Ga Gotoku Studio üblich ist, wurde erhebliche Mühe darauf verwendet, die Optik zeitgemäß zu machen. Es ist kein bloßes Remaster, es ist schon fast ein Remake. Nur die Darstellung von Händen und Füßen sowie einige Kanten machen den PS3-Ursprung leider deutlich. Auch die Kamera ist nicht gerade gelungen. Oft genug kann es passieren, dass sie sich störrisch und bockig zeigt, sodass du Mühe hast, die gewünschte Kameraperspektive zu finden. Doch ist dies zu verschmerzen, weil ansonsten die Grafik Spitzenklasse ist. 



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Wer bislang kein Yakuza-Fan ist, der wird es mit Like A Dragon: Ishin. Man kann sich hier stundenlang in irgendwelchen Sidquests verlieren, sich über den schrägen Humor beömmeln oder an der Mainstory arbeiten. Hinzu kommen dann auch noch Sachen wie die unterschiedlichen Kampfstile, die im Laufe des Games immer mehr Aktionsmöglichkeiten präsentieren, das historische Ambiente oder das Glossar, das recht verständlich ist. Die einzigen Schönheitsfehler sind die kleinen Details, die den PS3-Ursprung deutlich machen, die störrische Kamera und die fummelige Steuerung im Revolverstil. Allerdings ist dies alles Meckern auf hohem Niveau!



Like a Dragon: Ishin! - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.8125 Grafik: 8.75
Sound: 9.00
Steuerung: 8.25
Gameplay: 9.25
Wertung: 8.8125
  • Grandios japanisch
  • Super Humor
  • Dramatische Story
  • Glossar
  • Kampfsystem
  • Bockige Kamerasteuerung
  • PS3-Ursprung der Grafik noch teilweise vorhanden

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Rezension vom: 14.03.2023
Kategorie: Rollenspiele
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