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The Callisto Protocol

Entwickler: Striking Distance Studios
Publisher: Krafton

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S

Inhalt:
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Bekommt Dead Space nach fast 15 Jahren Konkurrenz? Die Entwickler von Striking Distance Studios wagen mit Ihrem ersten Projekt, dem neuen SciFi Shooter The Callisto Protocol den Angriff gegen den Horror-Platzhirschen, der ebenfalls bald ein Remake erhält. Erfahrung sollte vorhanden sein, denn CEO Glen Schofield war bereits damals an der Arbeit beim Vorbild Dead Space aus dem Jahr 2008 beteiligt. Der eine oder andere Tod ist wohl schon einmal vorprogrammiert. Wie sich das frische Futter für Fans von Gore und Horror im Test und im Vergleich zu Dead Space schlägt, nehmen wir jetzt erstmal unter die Lupe. Nein, ins Visier!



Meinung:
 
   

 
 

Wir befinden uns im Jahr 2320. An Bord eines Raumschiffs befindet sich Protagonist Jacob Lee auf einem Frachttransport. Der Flug läuft alles andere als nach Plan und gipfelt im Absturz am nahegelegenen und titelgebenden Mond Callisto. Als wäre die Situation nicht schon schlimm genug, landen wir auch direkt im Gefängnis. Doch es kommt noch dicker! Eine Seuche scheint ausgebrochen zu sein und es bricht das Chaos aus. Die sprichwörtlichen schwedischen Gardinen liegen in kürzester Zeit in Schutt und Asche. Was geht in dieser Anstalt nur vor?

Beeindruckender Einstieg, interessantes Crafting, aber auf Dauer?
Wenn The Callisto Protcol eins kann, dann Atmosphäre! Die Stimmung könnte kaum besser getroffen werden für einen gelungen SciFi-Horror-Shooter. Dunkle Pfade, an jeder Ecke könnte eine abstruse Gestalt lauern und nur darauf warten zu mutieren. Auf dem Weg durch die Anstalt auf Callisto trifft man allerdings nicht nur auf Monstrositäten, auch dem einen oder anderen Gefangenen läuft man über den Weg. Außerdem gibt es einige Audio-Logs einzusammeln, die weitere Details über den Ort verraten und natürlich Ausrüstung, Credits, Munition und Heilungsgegenstände. Die Credits können an speziellen Vorrichtungen in der Spielwelt investiert werden, um Waffen und Ausrüstung zu verbessern. In einer coolen 3D-Drucker-artigen Animation wird die Verbesserung dann an der Waffe angebracht.

Klingt alles bisher sehr vielversprechend und ist es zugegeben auch, zumindest bis man in etwa die Mitte des acht Kapitel langen Spiels erreicht hat. Einerseits mangelt es nämlich an der Gegnervielfalt, hier hätte man definitiv das Setting rund um abscheuliche Wesen mehr nützen dürfen, andererseits wird es zunehmend auch frustrierender, die Kämpfe werden härter, Heilungsgegenstände werden zum Ende immer mehr zur Seltenheit in der Spielwelt und damit häufen sich auch die Tode. In diesem Zusammenhang muss man leider auch die Einstiegspunkte nach dem Ableben erwähnen. An manchen kniffligen Stellen wurden diese nämlich nicht gerade spielerfreundlich gesetzt. Das Ganze lässt sich leider auch kaum durch einen leichteren Schwierigkeitsgrad auskontern, obwohl man diesen lobenswerterweise auch während desselben Spieldurchgangs ändern kann. Neben der automatischen Speicherfunktion besteht ebenso die Möglichkeit einer manuellen Speicherung. Keine Selbstverständlichkeit für ein Horror-Spiel. Doch leider war die manuelle Speicherfunktion im Rahmen des Tests kaum zu durchschauen. Gefühlt wurde man ungeachtet des gewählten Speicherpunkts immer wieder an den fixen Einstiegspunkten zurückgesetzt.

Blutig, grausam, The Callisto Protocol
Fans von Horror-Gameplay kommen bei diesem Titel ganz auf Ihre Kosten. Das Kampfsystem ist extrem wuchtig, speziell im Nahkampf spürt man förmlich die Brutalität. Aber auch die verschiedenen Waffen und die Telekinese-Fähigkeit geben tolles Feedback am Controller. Ebenso sind die kurz animierten Finisher nichts für Zartbesaitete. An Blut, Gedärmen und abgetrennten Körperteilen mangelt es definitiv nicht. Bei The Callisto Protocol stellt sich zu keinem Zeitpunkt die Frage, warum die USK es mit 18 eingestuft hat.
Der Sound ist hingegen durchwachsen. Hintergrundmusik und Effekte passen zur furchterregenden Atmosphäre. An der Vertonung der Charaktere mangelt es allerdings, was vor allem zu Lasten der Story geht. Sehr oft sind die Gespräche, speziell Funksprüche, leise und schwierig zu verstehen. Über die Soundeinstellungen lässt sich das Problem leider auch kaum lösen.



Fazit:

The Callisto Protocol tritt in große Fußstapfen. Dead Space ist im Sci-Fi-Horror seit jeher keine Unbekannte, daher hatten die Entwickler von Striking Distance Studios definitiv kein leichtes Los. Mit der Spielwelt und dem Setting weiss das Spiel zu beeindrucken. Die Grafik ist auf den aktuellen Konsolen samt passendem TV-Gerät ein wahrer Augenschmaus. Die Licht- und Schatten-Effekte sind vom Allerfeinsten und unterstreichen die furchterregende Szenerie. Die Geschichte spielt für mich in diesem Genre zwar nicht zwingend die wichtigste Rolle, dennoch ist wirklich schade, dass viele Infos wegen der mangelhaften Sprachausgabe untergehen. Das Gameplay ist bis zum Ende hin ein zweischneidiges Schwert. Zu Beginn fasziniert und begeistert es enorm, es fühlt sich richtig gut an. Nach einigen Spielstunden flaut die Freude allerdings ab. Frustrierende Abschnitte häufen sich und leider gipfelt es in einem schlecht ausbalancierten Endkampf. Hier darf meiner Meinung nach gern mit einem Patch nachbessert werden. Abschließend überwiegt jedoch ohne Zweifel der positive Eindruck. Es war ein tolles, wenn auch in Teilen anstrengendes Abenteuer in der Anstalt auf Callisto. In diesem Sinne kann ich das Spiel auch definitiv empfehlen, man sollte allerdings die erwähnten Kritikpunkte im Hinterkopf behalten, sofern die Entwickler hier nicht ohnehin nochmal nachjustieren.



The Callisto Protocol - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Renner

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.25 Grafik: 9.00
Sound: 7.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 8.25
  • Tolle „Dead Space-Atmosphäre“
  • Detailreiche SciFi-Grafik
  • Guter Story-Umfang mit locker 10 Stunden
  • Brutale, blutige und verschiedenste Todesanimationen
  • Mehrere wechselbare Schwierigkeitsgrade
  • Sehr leise vertonte Dialoge
  • Frustrierende Einstiegspunkte nach Toden
  • Verwirrende manuelle Speicherfunktion
  • Ab der zweiten Hälfte enorm schwierig und teils frustrierend
  • Wenig Gegnervielfalt

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Rezension vom: 13.12.2022
Kategorie: Action
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