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Sonic Frontiers

Entwickler: Sonic Team
Publisher: Sega

Genre: Jump'n'Run
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60,00 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

Die Chaos Emerals wurden zu einer merkwürdigen Insel gezogen und Sonic, Amy und Tails verfolgen sie. Doch als sie sich dem Eiland nähern, gerät ihr Flugzeug in Turbulenzen und sie werden voneinander getrennt in eine Art Wurmloch gezogen. Sonic wacht allein auf und erfährt von einer mysteriösen Stimme von seiner Bestimmung, nämlich die Barriere zwischen der realen und der digitalen Welt einzureißen.



Meinung:

Eigentlich müsste man Sonic Team für ihren Mut bewundern. Sie versuchen, mit jedem neuen Sonic-Teil sich neu zu erfinden, sodass kein Spiel dem anderen gleicht. Das glückt nicht immer, da vor allem die 3D-Sonics wie Sonic Forces gerne mal enttäuschten. 

Der Igel wagt sich in die offene Welt
Sonic Frontiers
ist allerdings jetzt etwas Besonderes. Es soll ein großer Meilenstein werden, wie damals Sonic Adventure. Es soll eine neue Vorlage sein, ein neuer Maßstab, an dem sich spätere Titel orientieren können und zwar geschieht dies dadurch, dass der blaue Igel zum ersten Mal Open World geht.

Nun ist das mit Open World-Spielen so eine Sache. Wenn die Entwickler es gut umsetzen, dann kommt dabei etwas wie Mario Odyssey heraus, was für die Mario-Serie bahnbrechend war. Falls es allerdings schlecht angegangen wird, dann wird das Ergebnis sehr enttäuschend.

Sonic Frontiers ist jetzt weder noch. Man erkennt im Laufe des Spielens die guten, wie auch die schlechten Ansätze, doch zu fast jedem Aspekt, sei es positiv oder negativ, lässt sich ein „Ja, aber...“ sagen.

Wichtig ist, was sich links und rechts befindet
Das fängt schon mit der Spielwelt an. Es ist zunächst gewöhnungsbedürftig, dass du Sonic nicht in einem in sich abgeschlossenen Level steuerst, sondern die Welt weitläufig ist. Wenn du es darauf anlegst, dann kannst du den blauen Igel von Ziel zu Ziel steuern, ohne auf das zu achten, was links und rechts des Weges ist. Doch das ist langweilig und öde, weil die offene Welt von Sonic Frontiers leer und leblos wirkt.

Es gibt zwar Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Charakteren und die üblichen Verdächtigen, wie beispielsweise Knuckles oder Eggman, sind natürlich vertreten. Sie haben die Form von Hologrammen, weil sie in der Cyberwelt gefangen sind. Ebenso sind kleine Wesen vorhanden, die du einsammeln und dann später gegen eine Belohnung abgeben kannst. Allerdings sind diese Möglichkeiten nicht weit verbreitet.

Das ist natürlich zu wenig, um zu überzeugen. Andere Titel sind da weiter, weshalb Sonic Team auch auf einen anderen Aspekt setzen, der gelungener ist. Nämlich, was du links und rechts des Weges vorfinden kannst.

Was für ein Spaß!
Gemeint ist, dass sich wiederholt Spielereien abseits finden. Das sind kleinere Hindernisse, die vor allem das Wissen der Steuerung herausfordern, wie beispielsweise Schienen, bei denen du den perfekten Sprungzeitpunkt finden musst, um einen Luftring zu treffen, der dich weiter boostet, bis du in der Luft einen Verfolgungsangriff auf einen Ballon startest, was dich schließlich zu einer in der Luft schwebenden Plattform bringt. Ebenso gibt es Feindbegegnungen, normale wie auch stärkere. Vor allem Letztere sind sogar ein Muss, da du sonst nicht an die Zahnräder kommst, die du zum Weiterkommen in der Story benötigst. Solche Sachen findest du en Masse und sie werden nie langweilig. 

Ebenso existieren Minispiele. Big the Cat gibt sich so beispielsweise hier ebenfalls sein Stelldichein und seine Anwesenheit ist verbunden mit dem schon fast obligatorischen Fischen, womit du jede Menge Zeit verbringen kannst.

Das klassische Sonic-Gameplay ist auch noch vorhanden. Doch die entsprechenden, klassischen Level sind im Vergleich zu früheren Games wesentlich kürzer als gewohnt und so schön es sein mag, dass hier die bekannten Stages zitiert werden, stellenweise würde man sich einen längeren Aufenthalt wünschen. Außerdem muss stellenweise an der Kameraführung gearbeitet werden. Vor allem, wenn du aus der 3D-Perspektive auf einmal in eine 2D forciert wechselst.

Need for Speed?
Die Steuerung ist wie gewohnt. Es gibt den Sprungangriff, den Verfolgungsangriff und so weiter. Allerdings fällt auf, dass der Speedboost fehlt, bzw. kannst du ihn und andere Moves erst durch einen Skilltree freischalten, was natürlich komplett gewöhnungsbedürftig und ungewohnt ist und womit sich Sonic Frontiers auch keinen Gefallen tut, eben weil diese Bewegung mit Sonic schon fast synonym ist.

Wobei man allgemein bemängeln muss, dass die Standardspitzengeschwindigkeit sich für Sonic-Verhältnisse langsam anfühlt. Es gibt zwar überall die Beschleunigungsstreifen, Sprungfedern und so, wie du sie aus den früheren Sonic-Titeln her kennst, doch sobald du zu einem Stillstand kommst, ist jeglicher Boost dahin und du musst dich erst wieder mühsam zum nächsten Booster bewegen.

Doch das größte Manko ist die Grafik. Es gibt hier vor allem zwei Probleme, die einem den Spielspaß vergrätzen: Das Allererste ist die Sicht. Wenn du hoch in der Luft bist und dann versuchst, auf einer Plattform zu landen, geschieht es oft, dass du wieder runterfällst. Man schätzt die Distanz zwischen Figur und Landepunkt komplett falsch ein, was auch daran liegt, dass das Game den Schatten von Sonic falsch darstellt. Du siehst, dass er deutlich auf der Zielplattform ist, denkst, du bist in Sicherheit, nur um dann am Ende doch runterzufallen.

Das ist nicht modern
Auch kann es einfach nicht sein, dass man mit der aktuellen Konsolengeneration immer noch Games hat, in denen Details einploppen. Doch das ist in Sonic Frontiers Standard. Du bewegst dich durch die Landschaft und siehst, wie Gräser oder kleinere Felsen mit Verzögerung dargestellt werden. Getestet wurde das auf der Series X, die in Sachen Hardwarepower stärker ist als die One. Auch kleinere Framerateeinbrüche sind wahrnehmbar. 

Doch wo die Grafik schwächelt, kann immerhin die Musik überzeugen. Die musikalische Untermalung war schon immer eine Stärke der Sonic-Reihe und das gilt auch für Sonic Frontiers. Auf der Oberwelt mag der Soundtrack ein wenig schwächeln, ansonsten ist er allerdings, wie es sich für den blauen Igel gehört, phänomenal!



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Man kann nachvollziehen, worauf SEGA und Sonic Team hinauswollten. Sie wollten frischen Wind in die Reihe bringen. Dafür muss ihnen auch Respekt gezollt werden. Doch trotz der wagemutigen Idee lässt die Umsetzung zu wünschen übrig. Die Oberwelt an sich wirkt leer und leblos, wobei die Beschäftigungsmöglichkeiten, die du abseits des Weges findest, hingegen gelungen sind. Es gibt interessante Minispiele und einige kurze Level, die an klassische Sonic-Stages angelehnt sind. Allerdings sind diese zu kurz und leiden manchmal unter einer schlechten Kameraperspektive. Grafisch ist Sonic Frontiers eine Enttäuschung. Sauber auf einer in der Luft schwebenden Plattform zu landen ist ein Glücksspiel und aufpoppende Objekte und kleinere Framerateeinbrüche sind bei der aktuellen, neuen Konsolengeneration ein Unding. Immerhin ist die Musik grandios, was allerdings nur ein schwacher Trost ist.



Sonic Frontiers - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.625 Grafik: 6.00
Sound: 9.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.625
  • Vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten links und rechts des Weges
  • Starker Soundtrack
  • Leere Oberwelt
  • Grafik mit Schwächen

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Rezension vom: 05.12.2022
Kategorie: Jump'n'Run
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