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Deiland Pocket Planet Edition

Entwickler: Chibig
Publisher: Chibig

Genre: Simulationen
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 20 €

Systeme: Switch

Inhalt:


Nachdem Stardew Valley ein Überraschungshit geworden war, bekam das Genre der Farm-Simulationen neuen Aufschwung und es sprossen so einige Titel aus dem Boden. Während alteingesessene Franchises wie Harvest Moon und Story of Seasons gerade ihre neuesten Ableger herausbringen, bekommt Deiland - Pocket Planet, das es schon seit 2016 gibt, auf der Switch ein Rerelease spendiert. Kann der kleine Prinz mit seinem kleinen Planeten bestehen?



Meinung:


Arco lebt allein auf dem winzigen Planeten Deiland und kümmert sich dort um alles. Zwar lebt er nur in einem kleinen Zelt und ernährt sich von Beeren, doch als Mûn von der Raumpatroullie auf ihn trifft, bringt sie ihm die grundlegendsten Dinge zum Überleben bei und schon bald hat er ein kleines Haus und ein paar Felder, auf denen er Pflanzen anbauen kann. Immer mehr Reisende kommen vorbei und langsam aber sicher lernt Arco, dass es noch mehr im Universum gibt als seinen kleinen Planeten.

Story of Stardew Moon Light
Deiland ist die Light-Version eines Harvest Moon, so viel muss gesagt sein und das schimmert in jedem Aspekt des Spiels durch. Alles ist ein wenig kleiner und kompakter, als man es aus anderen Vertretern des Genres kennt und das liegt nicht nur an der Größe des Planeten. Arco verbringt seinen Tag damit, seine drei Felder zu bestellen, Steine und Holz abzubauen, um neue Ausrüstung herzustellen und Handel zu treiben. Jede Aktion kostet ein wenig Energie, was aber nur passiert, weil das in anderen Spielen auch so ist. Ist die Energie leer, muss Arco schlafen gehen, allerdings läuft die Zeit beim Schlafen nicht weiter. Das bedeutet, dass in dieser Zeit keine Pflanzen wachsen, keine Events passieren oder sonstige Dinge eintreten. Schlafen gehen zu müssen sorgt nur dafür, dass man seinen Tagesablauf unterbrechen muss. Dabei ist Zeit ein wichtiger Faktor in Deiland

Stop and Go
Jeder Baum und jedes Saatgut hat seine bestimmten Jahreszeiten, in denen sie angebaut werden können. Jede Jahreszeit umfasst sieben Spieltage und wenn man sein Fenster verpasst hat, muss man warten. Das ist besonders ärgerlich bei den Quests der Besucher, die Arco erhält. Um in der Geschichte voranzukommen und um neue Rezepte zu erhalten, muss Arco die Aufträge von Piraten, einem Koch, einem Zauberer oder einem Katzenmädchen erfüllen. Diese erscheinen zufällig auf dem Planeten und es kommt nicht selten vor, dass sie etwas benötigen, was in der aktuellen Jahreszeit nicht angebaut werden kann. Vor allem gegen Ende der Geschichte kommt es dadurch immer wieder zu abrupten Stopps, weil man nicht weitermachen kann, bevor nicht genau diese eine Quest erledigt ist. Seltsamerweise hat man sich auch dafür entschieden, Kämpfe einzubauen. Immer wieder fallen bösartige Kreaturen über unseren Planeten her und wir müssen alles stehen und liegen lassen, um sie zu bekämpfen. Das müssen wir machen, weil sich Arco weigert, etwas anderes zu tun. An sich haben die Kreaturen keine negativen Auswirkungen. Sie zerstören keine Strukturen und fressen auch keine Pflanzen auf. Sie laufen nur planlos umher. Arco kann sie mit all seinen Werkzeugen angreifen, allerdings ist es recht hakelig zu zielen. Der Zauberstab, den er frühzeitig freischaltet, hat eine LockOn-Funktion, allerdings kosten Zauber wertvolle Ressourcen und durch die ausladenden Animationen kann man oftmals nicht einmal erkennen, ob man überhaupt Schaden verursacht. Hin und wieder gibt es Bosskämpfe, bei denen diese Problematiken auf die Spitze getrieben werden. Insgesamt hätte man auf das Kampfsystem verzichten können.

Niedlich
Es gibt aber auch gute Dinge zu berichten. Deiland selbst ist so klein, dass wir auf Knopfdruck in eine Planetenansicht wechseln können, in der die gesamte Kugel frei gedreht werden kann. So können wir dafür sorgen, dass sich Regenwolken genau über unseren Feldern erleichtern oder ankommende Meteoriten eben genau nicht dort einschlagen. Das ist ein recht niedliches Prinzip und "niedlich" ist ein großes Thema von Deiland.

Die Charaktere haben alle ihren eigenen Charme und ihre eigenen kleinen Geschichten, die wir in ihren Questreihen näher kennenlernen. Da gibt es einen außerirdischen Koch, der gerne beim Balzritual seiner Spezies das andere Geschlecht beeindrucken möchte, einen Zauberer, der zwar keine wirkliche Magie, aber Zaubertränke beherrscht oder zwei zerstrittene Jäger, die wir wieder versöhnen müssen. Arco selbst basiert sehr lose auf der Geschichte des kleinen Prinzen und möchte mehr über sich selbst und die anderen Prinzen erfahren, die auf ihren eigenen Planeten leben. Hier muss man allerdings sagen, dass die Haupthandlung von Deiland abrupt nach einem Bosskampf endet und nicht zuende erzählt wird. Man kann im Anschluss an die Credits weiterspielen und bekommt immer wieder Verweise auf das große Böse, das noch lauert, aber diese Story wird nicht fortgeführt.

Technik
Rein technisch gibt es an Deiland nichts auszusetzen. Das Spiel sieht auf der Switch gut aus und vor allem die Charakterdesigns sind gelungen. Jeder Besucher bringt seine eigene Hintergrundmusik mit, was für ordentliche Abwechslung sorgt und auch die Steuerung ist - mit Ausnahme der Kämpfe - recht genau. Allerdings muss man gut aufpassen, welche Bäume man anivisiert, wenn man nur Früchte abschütteln möchte, da "schütteln" und "fällen" kontextabhängig auf dem gleichen Knopf liegt. Vertut man sich hier, ist schnell ausversehen ein Baum gefällt.

Für wen?
Deiland hat leider ein Zielgruppenproblem. Wie gesagt, handelt es sich hierbei um eine Light-Version des Genres, sodass es eher jüngere Spieler ansprechen dürfte. Auch die kindgerechten Geschichten sprechen dafür. Allerdings bietet Deiland erstaunlich wenig Hilfestellung bei den Quests und seinen Mechaniken. Selten wird erklärt, wie Dinge zu benutzen sind oder wo man geforderte Gegenstände erhält. Ein Questgeber möchte gerne eine bestimmte Art von Blume haben, die wir jedoch erst anpflanzen können, wenn die Quests einer anderen Person weit genug fortgeschritten sind, damit wir überhaupt Blumentöpfe herstellen können. Dass es Blumentöpfe gibt, weiss man jedoch auch erst, wenn sie freigeschaltet werden, da alle Strukturen nur als Fragezeichen dargestellt werden. Da kann leicht Frust aufkommen. Für erfahrenere Spieler gibt es jedoch gerade auf der Switch etliche Alternativen, die mehr aus dem Genre herausholen. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Deiland für auch nur 20€ kostet.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

Deiland hat eine nette Grundidee, das Konzept des kleinen, drehbaren Planeten ist innovativ und vor allem die unterschiedlichen Charaktere sorgen mit ihren individuellen Geschichten für Unterhaltung. Letztlich muss man sich aber fragen, für wen dieses Spiel gedacht ist. Jüngere Spieler können aufgrund der Warterei und der oftmals schlecht erklärten Quests und Mechaniken frustriert werden, während erfahrene Spieler ihre Herausforderung eher woanders suchen. Deiland ist eine nette, kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch, kann aber leider nicht auf lange Zeit fesseln.



Deiland Pocket Planet Edition - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.125 Grafik: 7.50
Sound: 7.50
Steuerung: 7.50
Gameplay: 6.00
Wertung: 7.125
  • Niedliche Designs
  • Gute Story der einzelnen Charaktere
  • Technisch einwandfrei
  • Hauptstory wird nicht zuende geführt
  • Quests und Mechaniken schlecht erklärt
  • Light-Version des Genres

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Rezension vom: 16.04.2021
Kategorie: Simulationen
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