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Need for Speed: Hot Pursuit Remastered

Entwickler: Criterion Games
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 31,84 €

Systeme: PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
NfS Logo_1

Dass sich EA für das erste Need for Speed-Remaster gerade für Hot Pursuit entschieden hat, wirkt für viele etwas seltsam. Schließlich wurde zwar schon seit einiger Zeit nach einem NfS-Remaster gerufen, allerdings ging es dabei vor allem um das bei vielen noch immer sehr beliebte Underground oder Most Wanted. Warum sich EA trotzdem für Hot Pursuit entschieden hat, zeigt ein Blick auf Metacritic. Dort ist nämlich zu sehen, dass Hot Pursuit der Teil mit der bisher besten Wertung der ganzen Need for Speed-Reihe ist. Ob das Remaster ebenso überzeugen kann und inwiefern es sich überhaupt vom Original unterscheidet, haben wir für Dich getestet.

Meinung:

Das Gameplay macht auch heute noch Spaß

Dass Need for Speed: Hot Pursuit 2010 so gute Bewertungen erhalten hat, lag vor allem an dem äußerst spaßigen Gameplay, welches NfS III: Hot Pursuit sehr ähnlich war (im Prinzip handelt es sich bei dem jetzt erhältlichen Remaster also um das Remaster eines Remasters). In Kombination mit der zugänglichen und gut funktionierenden Steuerung, die Drifts spielend leicht ausführen ließ, entstand so ein sehr unterhaltsamer Arcade-Racer, in dem es an dem/der Spieler*in lag, entweder als Rennteilnehmer oder als Cop über festgelegte Strecken zu heizen und dabei nicht nur dem Verkehr auszuweichen, sondern auch, je nachdem für welche Seite man sich vor dem Rennen entschieden hat, mit verschiedenen Gadgets den Cops zu entkommen bzw. den Rasern das Handwerk zu legen. Zehn Jahre später funktioniert dieses Gameplay noch immer tadellos, weshalb auch das nun veröffentlichte Remaster noch genauso viel Spaß macht.
Ein paar Abstriche muss man allerdings machen. Denn im Zuge dessen, dass das Gameplay 1:1 übernommen wurde, wurden eben auch Features mitübernommen, die 2010 sicherlich noch Up-to-Date waren, heute den Spielspaß allerdings ein klein wenig trüben. Eines dieser Features ist zum Beispiel der Gummiband-Effekt. Vor zehn Jahren gehörte dieser quasi zum guten Ton und tatsächlich sorgt er ja auch heutzutage noch für spannende Rennen. Allerdings stört, wie energisch dieser ist und selbst größte Fahrfehler innerhalb weniger Meter wieder wett macht. Können wird so leider so gut wie gar nicht belohnt.
Der zweite Punkt betrifft die Karriere. Früher war es normal, dass diese einfach nur aus aneinandergereihten Rennen bestanden. Heutzutage ist man hingegen etwas mehr gewohnt. Da sollte schon eine Story (egal wie schlecht) das Ganze in eine gewisse Bahn lenken und die Rennen sollten möglichst viel Abwechslung bieten. Beides ist hier leider nicht gegeben. Eine Story gibt es gar nicht und bei der Abwechslung hapert es ebenfalls. Es gibt zwar, wie bereits erwähnt, die Möglichkeit als Raser oder Cop unterwegs zu sein und bei den Rennen gibt es auch ein paar unterschiedliche Modi, so wirklich abwechslungsreich ist das Ganze aber nicht. Hier wäre ein kleiner Eingriff in das alte Gameplay sicherlich ganz wünschenswert gewesen. Leider müssen wir darauf aber verzichten.

Verbesserungen im Detail
Es ist aber dennoch nicht so, dass Criterion Games und Stellar Entertainment, die in Zusammenarbeit für diese Neuauflage zuständig sind, komplett faul waren. Neu ist zum Beispiel, dass die Abkürzungen nun besser zu erkennen sind. Dies war nämlich vor zehn Jahren noch ein großer Kritikpunkt. Damals musste man die Strecken schon in und auswendig können, um zu wissen, wo die Abkürzungen versteckt sind. Diesmal sind sie wesentlich besser Marketing, so dass sie auch Neulinge finden können.
Nicht nur überarbeitet, sondern gänzlich neu hinzugekommen, ist der Fotomodus, in dem man seine Boliden für die Ewigkeit ablichten kann. Im Gegensatz zu der 2010er-Version können diese nun übrigens auch in mehr Farben erstrahlen, denn die Auswahl an Farben, in denen man seine Boliden lackieren kann, wurden seitdem um einige ergänzt. Neu ist zudem auch die Crossplay-Funktion, die es einem erlaubt, auch gegen Spieler, die das Spiel auf einem anderen System spielen, anzutreten bzw. zu versuchen, deren Zeiten zu schlagen. Davon profitiert auch das Autolog-Feature, das alle Aktivitäten registriert und einem darauf basierend Herausforderungen anbietet oder einfach die Möglichkeit bietet, sich direkt mit Freunden zu vergleichen. Auch wenn dieses Feature zu Anfang des Spiels großartig vorgestellt wird und man so den Eindruck erhält, dass es sich hier um eine bahnbrechende Neuerung handelt, ist dem nicht so. Denn in der Tat war dieses Feature bereits 2010 im Spiel enthalten.
Etwas, was damals nicht direkt im Spiel vorzufinden war, sondern erst später hinzugekauft werden musste, waren neue Autos und Strecken. In dieser Neuauflage muss man dies zum Glück nicht mehr machen, denn alle jemals für das Spiel veröffentlichten DLC-Packs sind diesmal direkt Teil des Spiels, wodurch wir zum Beispiel direkt in Porsche oder Lamborghinis einsteigen können.

Und die Grafik?
Während das Gameplay also lediglich dezent um einige Features ergänzt wurde, erhoffte man sich in Sachen Grafik einen deutlicheren Sprung. Doch leider blieb auch dieser aus. Zwar wurden die Auflösung und die Framerate ein wenig hochgeschraubt, wodurch das Spiel nun auf der PS4 Pro und Xbox One X wahlweise in 4K und 30fps oder 1080p und 60 fps über den Bildschirm läuft (auf der normalen Xbox One gibt es hingegen nur 1080p 30fps) und vereinzelte Texturen gegen moderner aussehende ausgetauscht wurden, doch so wirklich bemerkbar macht sich das im Spiel nicht. Wenn man sich auf YouTube Vergleichsvideos anschaut, muss man mitunter schon genau hinschauen, um herauszufinden, was nun das 2010er-Original und was das aktuelle Remaster ist. Man darf das jetzt aber nicht falsch verstehen. Denn trotz alledem sieht Hot Pursuit wirklich hübsch aus. Zwar kann es so nicht mit aktuellen Racern mithalten, doch für ein Remaster ist es sehr ansehnlich.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Mehr als bei anderen Remastered muss man sich bei Need for Speed: Hot Pursuit die Frage stellen, ob es diese Neufassung wirklich gebraucht hätte. Klar, die Grafik erscheint ein wenig hübscher, es gibt ein paar neue Features (wenn auch nur sehr kleine) und das Spiel macht auch heute noch eine Menge Spaß (wenngleich einige Features heutzutage auch etwas altbacken wirken), doch hätte es nicht gereicht, einfach das 2010er-Spiel für ein paar Euro samt allen DLCs zur Verfügung zu stellen, anstatt es nun nochmal für knappe 30 Euro bzw. 40 Euro herauszubringen?
Die Antwort darauf muss wie so oft jeder für sich entscheiden. Einen wirklichen Grund, sich dieses Remaster zuzulegen, erkenne ich aber ehrlich gesagt nicht, es sei denn, man ist wirklich großer Rennspiel-Fan und hat diesen NfS-Klassiker noch nicht in seiner Sammlung.

Need for Speed: Hot Pursuit Remastered - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.5 Grafik: 7.00
Sound: 8.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.5
  • Alle DLCs enthalten
  • Gameplay macht noch immer Spaß
  • Fotomodus
  • Noch immer tolle Steuerung
  • Autolog-Funktion
  • Kaum Gameplay-Neuerungen
  • Grafik nur leicht verbessert
  • Keine Cockpitansicht
  • Langweilig gestaltete Karriere
  • Gummibandeffekt

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Rezension vom: 10.11.2020
Kategorie: Sport
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