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MotoGP 24

Entwickler: Milestone
Publisher: Milestone

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 69,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

Mit MotoGP 24 erlebe ich etwas, was sich bei Sportspielen ansonsten so gut wie nie erleben darf – ein echtes Comeback: Den während ich andere Sportspielreihen Jahr für Jahr aufs Neue teste (und dort teilweise jede noch so kleine Neuerung als echten Zugewinn aufzähle), verhält es sich bei der MotoGP-Reihe etwas anders. Mein letzter Ausflug in die Welt der MotoGP ist nämlich bereits vier Jahre her – oder anders gesagt, MotoGP 20 war mein bisher letzter Teil der Reihe. Nun hat es mich aber wieder in den Fingern gejuckt und ich habe den gerade erschienenen neuesten Teil dazu genutzt, mich erneut auf die virtuellen Öfen zu setzen und zu schauen, was sich in den Jahren getan hat.



Meinung:

Wenn ich mich an meine früheren MotoGP-Ausflüge zurückerinnere, fällt mir vor allem die Fahrphysik ein. Die war nämlich seit jeher eine der großen Stärken der Reihe. Wer selber keinen Motorradführerschein besaß, aber dennoch wissen wollte, wie es sich auf einem Rennmotorrad anfühlt, hatte hier die ideale Gelegenheit dazu. Ganz gleich ob Fliehkräfte, Reifenverschleiß, Lenkverhalten oder Fahrverhalten auf nassen Strecken, in MotoGP wurde all das und noch mehr sehr realitätsnah widergespiegelt. Was für echte Fans natürlich ein Segen war, war für Neueinsteiger allerdings immer ein Ärgernis. Denn aufgrund dieses Realismus war der Einstieg in die Reihe kein einfacher und benötigte stets viel Geduld und Übung.
Wie sieht das jetzt, vier Jahre später, in MotoGP 24 aus?

Für Neulinge endlich zugänglicher?
Am Simulationsanspruch hat sich in den Jahren auf jeden Fall nichts geändert. Ganz im Gegenteil. Alle Parameter werden nun sogar noch realistischer berechnet, so dass Fahrgefühl und Fahrphysik so realistisch wie noch nie zuvor sind. Zudem gibt es ab sofort auch Stewards, die etwaige Fehlverhalten wie etwa ein Abkommen von der Strecke, ein zu schnelles Fahren in der Boxengasse oder einen verursachten Unfall untersuchen und gegebenenfalls mit Zeitstrafen ahnen. Leider scheinen sie dabei aber nicht immer auf einer Linie zu sein, weshalb manches unfaire Manöver auch mal durchgeht.
Trotz dieses hohen Maßes an Realismus ist MotoGP 24, so absurd es sich anhören mag, aber auch sehr viel zugänglicher, als es die Reihe noch vor vier Jahren war. Um es Neulingen einfacher zu machen, ohne großartige Frustmomente in das Spiel hineinzukommen, bietet MotoGP nämlich allerlei Hilfen an. Absolute Neulinge können zum Beispiel im niedrigsten der insgesamt vier zur Auswahl stehenden Schwierigkeitsgrade auf Lenk- und Bremshilfe zurückgreifen und Fehler sogar mithilfe einer Wiederholung ungeschehen machen. Doch das ist nur der Anfang. Darüber hinaus gibt es nämlich zum Beispiel auch noch die Option, die Renngeschwindigkeit zu senken. Das geht zwar nur in Offline-Modi, ist aber gerade für Anfänger eine sehr gute Möglichkeit, sich an das Spiel zu gewöhnen.
Damit man auf der Rennstrecke auch stets die optimale Herausforderung hat, gibt es zudem ebenso noch einen adaptiven Schwierigkeitsgrad, der sich immer dem Können des Spielers/der Spielerin anpasst. Wenn man also mit der Zeit besser wird, sorgt diese adaptive Schwierigkeit im Hintergrund, dass auch die KI-Fahrer besser werden und man so immer spannende Rennen erlebt.

Es ist noch immer sehr schön
Ein weiterer Pluspunkt eines jeden MotoGP-Teils war, wie die Rennen präsentiert werden. Und auch hier knüpft MotoGP 24 an die alten Teile an. Denn auch diesmal sieht das Renngeschehen wirklich sehr ansehnlich aus. Gerade die Motorräder sind ihren realen Vorbildern bis ins letzte Detail nachmodelliert worden – selbst jede noch so winzige Werbung ist hier vorzufinden.
Wenn man seinen Blick einmal vom Motorrad schweifen lässt und sich die Rennstrecken anschaut, wird man ebenfalls nicht enttäuscht. Selbst hinter den Streckenbegrenzungen bekommt man zahlreiche schöne Details zu sehen, wie etwa Fans, die dem Geschehen zujubeln. Noch schöner wäre es nur geworden, wenn man die Fans ebenso hören würde. Doch leider ist das hier kaum bis gar nicht der Fall. Und da es auch keinerlei Kommentatoren gibt, hört man also vor allem die Motoren, die sich aber, zumindest wenn es sich um die MotoGP-Motoren handelt, schön brachial anhören.

Bekannte Karriere mit ein paar Neuerungen
Als jemand, der sich in MotoGP-Spielen schon immer gerne in der Karriere bis in die Königsklasse hochgearbeitet hat, war ich natürlich gespannt, was mich in der neuesten Karriere erwartet. Und im Grunde war es so, als ob ich nie weg gewesen wäre. Am grundlegenden Spielprinzip hat sich hier nämlich nichts geändert. Wie damals gilt es auch heute noch, sich von der Moto3 bis in die MotoGP hochzuarbeiten. Ein paar kleinere Neuerungen erwarten mich dann aber doch. So gibt es nun zum Beispiel einen aktiven Fahrermarkt, der dafür sorgt, dass manche der Fahrer vor einer neuen Saison die Teams wechseln. Das wirklich Interessante an der Sache ist, dass dies nicht nur die KI-Fahrer betrifft, sondern ebenso mich. Denn auch ich kann entweder von einem anderen Fahrer ersetzt werden oder aber einen freigewordenen Platz erhaschen (und so relativ schnell in den Klassen steigen), was natürlich für einige Abwechslungen sorgt. Neu sind ebenfalls die zahlreicher gewordenen Forschungsmöglichkeiten, die einem jetzt ebenso zur Verfügung stehen.
Ansonsten ist hier aber eigentlich alles beim Alten geblieben – inklusive der Präsentation. Im Gegensatz zur Optik während der Rennen ist das hier jedoch kein Kompliment. Eines der größten Probleme der Karrieren in MotoGP waren schon immer deren öde Präsentation. Und die erfährt man leider auch heute noch genauso. Anstatt eines schicken Motorhomes oder ähnlichen bekommt man hier nach wie vor eine bieder dargestellte Karriere zu Gesicht.
Dafür darf man sich aber über etwas anderes freuen: Denn wie kaum ein anderes Rennspiel gibt einem MotoGP 24 die Möglichkeit, selber zu entscheiden, wie lange man an seiner Karriere bzw. an einem Rennwochenende sitzen will. Denn neben der Rennlänge bietet es einem auch die Gelegenheit, sich die unterschiedlichen Trainingssessions und Qualifying auszusuchen. Wer möchte, kann sogar gänzlich auf alles Verzichten und sich voll und ganz auf die Rennen konzentrieren. Hier ist MotoGP 24 wirklich vorbildlich.

Und was gibt es noch?
Neben der Karriere gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten, sich auf dem Hobel, auszutoben. Als Einzelspieler wäre da zum Beispiel noch das schnelle Rennwochenende (das ebenfalls frei eingestellt werden kann), eine einzelne Meisterschaft, bei der man selber die Anzahl und zu fahrenden Grand Prix auswählen darf, oder die Jagd nach schnellen Rundenzeiten.
Wer zunächst noch ein wenig trainieren will, für den gibt es zudem noch das Tutorial sowie die MotoGP Academy. In Letzterer kann man jede Strecke auswählen und sich dort dann an unterschiedlichen Sektoren versuchen. Schafft man es, die Sektorzeiten zu schlagen, warten Gold-, Silber- und Bronzemedaillen auf einen. Insgesamt kann man in diesem Modus 105 solcher Medaillen gewinnen, was natürlich bedeutet, dass man hier einige Zeit investieren kann.

Nicht immer nur gegen die KI
Wer nicht nur gegen die KI fahren will, die in den beiden höchsten Schwierigkeitsgraden aber wirklich eine tolle Arbeit leistet, für den gibt es natürlich auch wieder die Chance, sich gegen andere Spieler*innen zu messen. Hierzu stehen einem ebenfalls unterschiedliche Modi zur Auswahl. Die Interessanteste ist dabei sicherlich die Möglichkeit, eigene Lobbys zu öffnen und dort Rennen mit ganz eigenen Einstellungen zu starten. Welche Strecke sollen die KI-Fahrer haben (falls man das Fahrerfeld nicht mit anderen Spieler*innen gefüllt bekommt)? Welche Wetterbedingungen sollen herrschen und wie lang sollen Qualifikationen und Rennen andauern? Und auf welcher Strecke und mit welcher Klasse soll gefahren werden? All das kann man hier nach Herzenslust einstellen.
Wer vor allem den langfristigen kompetitiven Wettstreit sucht, wird im LiveGP-Modus glücklich werden. Hier kann man nämlich an festgelegten Rennen teilnehmen, deren Ergebnisse in eine Rangliste übertragen werden. Ziel hierbei ist es folgerichtig dann natürlich, sich in dieser Rangliste möglich hoch zu platzieren, was aufgrund des hier vorherrschenden hohen Könnens der Teilnehmer aber alles andere als ein Leichtes ist.
Wer das direkte Duell sucht, für den dürfte zudem noch der gute alte Split-Screen-Modus interessant sein. Schließlich gibt es nichts Besseres als seinem Kontrahenten, den man gerade besiegt hat, direkt in die Augen zu schauen. Leider ist dieser Modus ja am Aussterben, weshalb es schön ist, dass er hier nach wie vor Verwendung findet.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Nachdem ich vier Jahre mit der Reihe ausgesetzt habe, war ich natürlich gespannt, wie mir MotoGP 24 nach all der Zeit gefällt. Und ich kann nur sagen, dass ich mein Comeback nicht bereut habe. Die Stärken, die die Reihe schon immer hatte (realistische Fahrphysik und toll präsentierte Rennen) wurden sogar noch einmal verbessert. Im Gegenzug wurden aber auch die vorhandenen Probleme weitestgehend behoben. Dies betrifft natürlich in allererster Linie die Zugänglichkeit, die früher immer ein großes Hindernis darstellte. Wer keine Stunden investieren wollte, um sich an die Motorräder zu gewöhnen, hatte wenig Spaß. In MotoGP 24 ist das dank zahlreicher Hilfen nun endlich Geschichte und ist somit selbst für absolute Rookies empfehlenswert.
Ebenfalls erfreut hat mich die Weiterentwicklung des Karrieremodus. Auch wenn dieser noch immer recht dröge präsentiert wird, gibt es hier mit dem Fahrerkarussell und einigen weiteren Features zumindest kleinere Neuerungen, die den Spielspaß aber deutlich erhöhen.



MotoGP 24 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8 Grafik: 8.00
Sound: 7.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 8
  • Realistische Fahrphysik
  • Toll präsentierte Rennen
  • Fahrerkarussell bringt Abwechslung in die Karriere
  • Verbesserte Zugänglichkeit
  • Aktuelle Teams und Fahrer
  • Karriere wirkt immer noch sehr Dröge
  • Stewards ahnen leider nicht jedes Vergehen
  • Man hört die Fans während der Rennen kaum
  • Keine Kommentatoren

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Rezension vom: 08.05.2024
Kategorie: Sport
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