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Hellboy: Web of Wyrd

Entwickler: Upstream Arcade
Publisher: Good Shepherd Ent.

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 25,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

In den 1980er Jahren werden Hellboy und das B.P.R.D. an einem Ort gerufen, wo anscheinend eine andere Realität sich mit der unsrigen überlappt. Er rettet einem Kollegen das Leben und trifft auf ein mysteriöses Wesen, dass sich Scheherazade nennt. Sie ernennt ihn einige Zeit später zum Protagonisten, als er sich aufmacht, noch weiter in die rätselhafte Dimension vorzudringen.



Meinung:

Ein Höllenjunge mit Geschichte

Denkt man an US-Comics, dann sind die Namen, die einem einfallen vor allem die von Superhelden von Marvel und DC. Batman, Spider-Man und Co. dominieren das Bild. Nur selten schaffen es auch andere Serien, dieselbe Aufmerksamkeit zu erregen, wie diese. Mike Mignolas Hellboy ist ein gutes Beispiel dafür. 

Im Zentrum der Reihe steht der titelgebende Höllenjunge, der wirklich aussieht, wie ein Teufel. Er hat eine rote Körperfarbe, einen Schwanz sowie zwei Stumpen auf dem Kopf, wo man Hörner vermuten würde. Und seine rechte Hand scheint aus massivem Stein zu bestehen. Mit dieser kann er ganz schön austeilen. Obwohl er aussieht, wie jemand, der aus der Hölle kommt, arbeitet er auf der Seite des Guten und bekämpft seit den 1940er Jahren das Böse in Form von Dämonen oder anderen übernatürlichen Kreaturen.

Die Abenteuer des Höllenjungen wurden im Laufe der Jahre zwei Mal verfilmt. Ein Mal 2004 und 2008, mit Ron Perlman als Hauptdarsteller und Guillermo del Toro als Regisseur. Beide Filme genießen heute Kultstatus. Derweil die Filmadaption von 2019, unter der Regie von Neil Marshall und mit David Harbour als Titelcharakter ein Fehlschlag war.

Ein gewöhnungsbedürftiger Grafikstil

Auch in der Welt der Videospiele hat sich der Höllenjunge verirrt. Doch sowohl Hellboy: Dog of the Nights aus dem Jahr 2000 sowie Hellboy: The Science of Evil, als ebenso das Mobilegame Hellboy II: The Golden Army – Tooth Fairy Terror konnten richtig überzeugen, sondern scheiterten. Jetzt ist mit Hellboy: Web of Wyrd ein neuer Versuch am Start. Entwickelt wurde das Game von Upstream Arcade, derweil der Publisher Good Sheperd Entertainment ist.

Das Besondere an diesem Game ist, dass zum vielleicht ersten Mal in der Videospielhistorie des Teufelsjungen der Zeichenstil von Mike Mignola nahezu 1 zu 1 übernommen wurde. Es mag für so manchen Spieler gewöhnungsbedürftig sein, sich in einer Welt zu orientieren, die sehr schatten- und kontrastreich ist. Aber wenn du dich daran gewöhnt, dann stellst du fest, dass die Optik dem Game ein Alleinstellungsmerkmal gibt. 

Dabei ist Hellboy: Web of Wyrd ein Roguelike 3rd Person Beat’em Up-Game. Du bewegst den Protagonisten durch vier Welten: Das mittelalterliche Italien, die schottischen Wälder, russische Ruinen und ein zusammengestürzter U-Bahn-Tunnel aus Brooklyn. Die jeweiligen Stages sind natürlich, wie es in dem Genre Standard ist, prozedural generiert. In dem Verlauf der Level hast du es nicht nur mit jeder Menge Feinden zu tun, sondern ebenso mit nordischen Göttern und der legendären Scheherazade, der sagenumwobenen Erzählerin von den Märchen aus 1001er Nacht. 

Langweilig

Das Kampfsystem ist dabei simpel. Du kannst einen leichten und einen schweren Schlag ausführen, sowie aus der Distanz angreifen. Gegnerischen Angriffen kannst du entweder ausweichen oder abblocken, wobei, je nachdem, wie zeitlich perfekt du diese Aktionen ausführst, du dann auch gewisse Boni kriegst. Du kannst einen Amulett von dreien ausrüsten, mit dem du beispielsweise einen Schild generieren kannst, der exakt einen Treffer abhält. Außerdem besitzt Hellboy eine Toughness-Anzeige, die sich regeneriert, sowie seine Lebensenergie, die das nur mit entsprechenden Hilfsmitteln macht. Je mehr Schaden unser Höllenjunge kassiert, desto mehr lädt sich eine Spezialattacke auf, die er dann ausführen kann und somit auch größere Feinde erledigen kann.

Was sich auf dem Papier vielversprechend liest, ist in Wahrheit jedoch langweilig. Man vermisst mehr Varianz bei den Kämpfen, die sich noch dazu sehr langsam anfühlen. Es hilft auch nicht, dass die Vielfalt an Feinden zu wünschen übrig lässt. Es gibt im Prinzip zwei Feindarten: Das Kleinvieh, dass bereits nach einem Treffer klein beigibt. Und die Big Bads, die größeren Gegenspieler, die schon mehr einstecken können. Falls du diese erledigt hast, verschwinden auch die geringeren Gegnertypen. Doch im Grunde genommen läuft es bei den Big Bads auf zwei Arten hinaus: Die mit Schwert und Schild und die ohne. Wodurch jeder Kampf im Prinzip gleich abläuft.

Auch der Weltaufbau kann nicht gerade Begeisterungsstürme hervorrufen. Du bewegst sich durch überschaubare Welten, wo du schnell erahnen kannst, wo was was ist. Es gibt die Schlauchgänge zwischen den Höfen, wo die Action stattfindet und wo du wichtige Items vorfinden kannst. Der einzige Unterschied besteht in der optischen Darstellung, je nachdem, in welcher Welt du dich befindest.

An bestimmten Orten kannst du zurück ins Schmetterlingshaus. Das ist das HUB-Areal, wo man sich mit anderen B.R.P.D. Mitgliedern unterhalten kann und seine Ausrüstung verbessern kann. Wobei der Fortschritt hart erarbeitet ist, da das Game mit der erforderlichen Währung in der nötigen Menge geizt. Und dann ist die Anzahl an Objekten, die du freischalten kannst, auch sehr überschaubar.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Hellboy: Web of Wyrd hätte so viel mehr sein können. Das Spiel hat eine gute Story und eine geniale Grafik. Doch dem gegenüber stehen das langweilige Kampfsystem, mangelnde Gegnervielfalt und sich wiederholende Levelelemente. Ich hätte mir wirklich mehr erhofft.



Hellboy: Web of Wyrd - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.8125 Grafik: 9.00
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 5.25
Wertung: 7.8125
  • Geniale Umsetzung von Mike Mignolas Zeichnungen
  • Gute Story
  • Langweiliges Kampfsystems
  • Sich Wiederholender Levelaufbau und Feindtypen
  • Mangelnde Gegnervielfalt

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Rezension vom: 07.11.2023
Kategorie: Action
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