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Soul Hackers 2

Entwickler: Atlus
Publisher: Sega

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
logo

Wenn jemand als JRPG-Fan sich beim Namen Soul Hackers 2 darüber wundert, noch nie etwas von einem ersten Teil gehört zu haben, muss sich nicht unbedingt schämen. Der Erstling ist bereits über 20 Jahre alt und hat das Licht der westlichen Welt erst 2013 mit einem Remake für den Nintendo DS erblickt. Als Spin Off der Megami Tensei-Reihe konnte es eher durchwachsene Kritiken einfahren, sodass es dann schlussendlich eben diese 20 Jahre dauerte, bis ein Sequel auf den Markt kam. Lohnt sich der Download oder sollte dieses Spin Off für immer im Äther verschwinden?



Meinung:


Die Story erfordert keinerlei Vorkenntnisse des ersten Teils. Die künstliche Superintelligenz Aion berechnet eine weltbeendende Katastrophe und erstellt zwei Avatare - Ringo und Figue -, die in die Welt der Menschen reisen sollen, um die Geschehnisse zu untersuchen. Dort treffen sie schnell auf die zwei rivalisierenden Dämonenbeschwörergruppen Phantom Society und Yatagarasu. Während erstere eben jenes Ende der Welt verursachen wollen, möchten die Yatagarasu dies verhindern. Ringo zieht zusammen mit drei Beschwörern dieser Clans, die aus diversen Hintergründen zusammenarbeiten müssen, los, um mystische Wesen zu sammeln, die das Ende der Welt einläuten können.

Heißa Walpurgisnacht!
Während der erste Teil aus der First Person-Perspektive ablief, orientiert sich Soul Hackers 2 an den aktuellen Ablegern der Shin Megami Tensei-Reihe. Ringo und ihre Party, die recht fix aus den drei weiteren Charakteren besteht, ziehen in der dritten Person durch die verschiedenen Stadtgebiete und durch eine stattliche Anzahl an Dungeons. Zufallskämpfe gibt es zwar keine, da Feinde direkt im Dungeon spawnen, aber da sie Ringo bei Blickkontakt sofort verfolgen, kommt es doch recht häufig zu kämpfen, denen man nur schwer ausweichen kann. Zum Glück ist das Kampfsystem ein absoluter Pluspunkt des Spiels.

Wie aus anderen Atlus-RPGs bekannt, wird jedes Partymitglied mit einem Dämon ausgestattet und kann dann dessen Fähigkeiten im rundenbasierten Kampf einsetzen. Angriffe gehören verschiedenen Elementtypen wie Wind, Elektro, Schusswaffe oder Allmächtig an und sowohl die Feinde als auch unsere Helden selbst haben verschiedene Resistenzen und Schwächen für diese Elemente. Diese Schwächen sind Dreh- und Angelpunkt des Kampfsystems, denn wenn wir eine Schwäche ausnutzen, macht sich einer unserer Dämonen (durch spätere Fähigkeiten können auch mehrere gleichzeitig eingesetzt werden) bereit, um am Ende der aktuellen Runde gemeinsam mit den anderen bereiten Dämonen einen sogenannten Sabbath auszuführen, was ein schmucker Name für einen Sonderangriff ist. Mit weiteren Fähigkeiten können wir unsere Figuren buffen oder heilen oder auch die Gegner debuffen. Nach siegreichem Abschluss erhalten nicht nur unsere Partymitglieder Erfahrung sondern auch die Dämonen unseres Teams, die bei Levelaufstieg neue Fähigkeiten erlernen. Haben sie alle ihre potenziellen Fähigkeiten erlernt, gibt es noch ein kleines Geschenk in Form von Items oder Ausrüstung.

Fu-si-on!
Neue Waffen bekommen wir leider nicht, aber unsere sogenannten Comps können mit neuen Fähigkeiten ausgerüstet werden, die von simplen Schadenserhöhungen über verstärkte Elemente bis hin zu neuen Skills reichen. Dafür benötigen wir neben Geld aber auch jede Menge Materialien, die wir in den Dungeons sammeln können. Außerdem können wir Schmuckstücke ausrüsten, die uns ebenfalls passive Boni geben. Das Herzstück eines jeden Beschwörers ist aber sein zugeteilter Dämon, die wir fleißig austauschen, um möglichst viele Geschenke zu erhalten. Im örtlichen Zirkus können wir unsere alten Dämonen miteinander fusionieren, um neue Dämonen herzustellen und ihnen ein paar der gelernten Fähigkeiten zu vererben. Dadurch sind starke Kombinationen möglich, mit denen man sich durch ein wenig Planung quasi unbesiegbar machen kann.

Hack the Planet!
Die Hauptgeschichte von Soul Hackers 2 ist wartet mit genügend Wendungen auf, um uns bei der Stange zu halten, aber das wahre Highlight sind die kleineren Geschichten unserer Gefährten. Ringo holt jeden ihrer Begleiter durch einen Soul Hack von einem verfrühten Tod zurück. Dadurch verbindet sie sich mit der Seele der Person und kann mithilfe von Aion weiter in die Psyche ihrer Kollegen vordringen. Dabei lernt sie die anderen besser verstehen und erfährt, wie alle Figuren zu den Menschen geworden sind, die sie nun begleiten. Diese Geschichten sind überraschend und rührend zugleich und behandeln viele Themen über Freundschaft und Menschlichkeit. Grundsätzlich sind die Dungeons für diese Seelenerkundung zwar optional, aber dadurch wird eine Fülle an überaus nützlichen Fähigkeiten freigeschaltet, die man kaum missen möchte.

Ab durch die Seele!
Optisch ist der Titel ein wenig durchwachsen. Die Designs der verschiedenen Charaktere sind zwar gelungen und man bekommt die bekannten Dämonen-Designs, die man auch in Persona oder Shin Megami Tensei antrifft, zu sehen, aber vor allem die Dungeons sind recht uninspiriert aufgebaut und zu oft findet man sich in langen, leeren Korridoren von U-Bahn-Stationen oder Bürohäusern wieder. Vor allem die Seelendungeons bieten für jedes der drei Partymitglieder fünf ebenen, die allesamt optisch komplett gleich und dabei auch noch karg aussehen. Aus den Tiefen der Seele hätte man sicherlich thematisch interessantere Gebiete zaubern können, die mehr Abwechslung bieten. Dafür ist der Sound über jeden Zweifel erhaben. Es gibt sowohl eine gelungene japanische, als auch englische Synchro und der Soundtrack besticht durch einen Mix aus Pop und Elektromusik.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

Soul Hackers 2 ist im Grunde ein recht guter Einstieg in die Welt der Atlus-RPGs. Das Kampfsystem ist spaßig, aber nicht allzu komplex, die Charaktere sind interessant mit spannenden Hintergrundgeschichten, aber nicht allzu zahlreich und mit knapp 60 Stunden muss man auch nicht allzu viel Zeit investieren. Dadurch sticht Soul Hackers 2 aber auch nicht aus den anderen Titeln der Entwickler heraus. Wer etwas mehr gefordert werden möchte, holt sich lieber Shin Megami Tensei 5, wer mehr Bindung zu seinen vielen Partymitgliedern sucht, holt sich Persona 5 und wer thematisch mal etwas ganz anderes probieren will, holt sich Tokyo Mirage Sessions. Soul Hackers 2 ist ein gutes JRPG, das es aber schwer haben wird, sich unter der massiven Konkurrenz aus eigenem Hause zu behaupten.



Soul Hackers 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.375 Grafik: 7.00
Sound: 8.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.375
  • Spaßiges Kampfsystem
  • Jede Menge Dämonen
  • Interessante Geschichten der einzelnen Charaktere
  • Guter Soundtrack
  • Dungeons recht eintönig
  • Sticht nicht aus der Masse hervor

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Rezension vom: 21.09.2022
Kategorie: Rollenspiele
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