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Star Wars: Squadrons

Entwickler: Motive Studios
Publisher: Electronic Arts

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 40 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
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Es gab eine Zeit, in der konnte man sich kaum vor Weltraumsimulationen retten. Die Wing Commander-Reihe fällt vielen Leute als erstes ein, aber auch die X-Wing- und Tie Fighter-Titel aus dem Hause Lucas Arts hatten viele Fans. Umso tragischer fand ich es immer, dass wir diesen Bereich des Star Wars-Universums so viele Jahre nicht mehr betreten haben. Ein paar Missionen in Battlefront waren das höchste der Gefühle für angehende Flieger. Doch nun möchte Electronic Arts mit Squadrons uns genau dieses lange vermisste Gameplay wieder liefern. Also, ab in den Tie, Helm auf und ein paar stinkige Rebellen aus ihren Rostlauben pusten.

Meinung:


Auch wenn die Story in Episode IV nach der Vernichtung Alderaans durch den Todesstern beginnt, verbringen wir die meiste Zeit in unserem Cockpit nach der großen Niederlage des Imperiums bei Endor nach Episode VI. Auf Rebellenseite folgen wir als Mitglied von Vanguard Squad Commander Javes, einem abtrünnigen Imperialen, der mit einem ausgeklügelten Plan um einen geklauten Sternenzerstörer das Ruder für die Rebellen herumreißen möchte. Auf der Seite des Imperiums steigen wir unter der Führung von Commander Kerill, einer ehemaligen Untergebenen von Javes, für Titan Squad ins Cockpit, um die Rebellen an ihrem Vorhaben zu hindern.

Nazis im Weltraum?
Die Kampagne von Squadrons springt immer wieder zwischen beiden Seiten hin und her, während wir als die Ausnahmepiloten, die wir nun einmal sind, den erfolgreichen Verlauf der Geschichte vorantreiben. Die Story ist vor allem für die Rebellen zwar von immenser Wichtigkeit, aber insgesamt geht es doch mehr um eine persönlichere Geschichte zwischen den beiden Commandern und unseren beiden Squads, fernab der großen Geschehnisse des Sternenkrieges. Das ist aber auch ganz gut so, denn so wurde mehr Augenmerk auf die einzelnen Charaktere und ihre Motivationen gelegt und wir bekommen vor allem im Umgang mit Titan Squad auch mal zu sehen, dass beim Imperium nicht nur Weltraumnazis existieren, sondern auch richtige Menschen mit echten Motivationen. Leider ist die Kampagne dann aber doch zu kurz, um hier richtig eintauchen zu können.

Pew Pew Pew
Die Kampagne ist aber eh nur als Vorbereitung für den Multiplayer gedacht. Wir werden an alle Flieger, die wir steuern können, herangeführt und können verschiedene Waffen, Subsysteme, Antriebe und Schilde ausrüsten. Sind wir zielsicher genug, um stärkere Kanonen, die aber in nur kurzen Stößen feuern, auszurüsten? Opfern wir Steuerbarkeit, um mehr Geschwindigkeit zu ereichen? Möchten wir mit Ionenstrahlern unsere Feinde schneller lahmlegen, damit sie jemand anderes abschießen kann? Und welches Schiff soll es sein? Der schnelle, aber weniger haltbare A-Wing oder lieber der langsame Bomber Y-Wing? Soll es ein fixer Tie Fighter sein, der aber über keine Schilde verfügt? Es gibt viel Auswahl und für jeden Spielstil wird sich hier etwas finden lassen. Auch wird die Kampagne genutzt, damit wir mit der Steuerung vertraut werden. Im dreidimensionalen Raum will so manches Manöver mit Rollen und Schubwechseln vollzogen werden und jede Taste hat eine sinnvolle Zuordnung zu unseren verschiedenen Systemen bekommen.

Einziger Wermutstropfen hier ist wohl, dass wir uns mit unseren Fliegern ausschließlich im Weltraum aufhalten. Zwar sind die Schauplätze auch hier recht abwechslungsreich und reichen von Asteroidenfeldern über Raumstationen bis hin zu alten Schiffsfriedhöfen, aber ein Abstecher in die Atmosphäre des einen oder anderen Planeten wäre sicherlich nicht nur optisch eine Abwechslung gewesen. Es gibt zwar manchmal richtig gute Action-Sequenzen, in denen wir beispielsweise in einen Sternenzerstörer hineinfliegen müssen, um dort etwas zu zerstören, aber das Missionsdesign kommt zu selten über normale Dogfights hinaus. Zwischen den Missionen können wir mit unseren Kameraden reden und bekommen in einem Briefing den nächsten Auftrag mitgeteilt. Alle Interaktionen mit anderen Figuren sind optional, aber sie sorgen für interessante Einblicke.

Jeder gegen jeden
Fühlen wir uns gewappnet, geht es in den Multiplayermodus. Hier haben wir leider bisher nur die Auswahl aus zwei verschiedenen Modi. Dogfights bieten simple Luftkämpfe von zwei Fünferteams gegeneinander im Death Match-Stil. Das Team, das als erstes die erforderliche Menge an Kills vorweisen kann, gewinnt. Etwas komplexer - und daher wohl auch die einzige Variante, die gerankt wird - sind die Fleet Battles. Hier versuchen die beiden Teams das Flagschiff des Feindes zu zerstören. Dafür müssen verschiedene Phasen durchlaufen werden. Phase 1 sind dabei zunächst einmal normale Dogfights, aber mit Unterstützung etlicher KI-Flieger. Jeder Abschuss bringt Punkte, während Abschüsse von menschlichen Gegnern mehr Punkte einfahren. Hat eine Seite genug Punkte erzielt, geht sie in die Offensive. Nun müssen zwei Fregatten zerstört werden, die das Flagschiff beschützen. Das Team in der Defensive kann das Ruder aber wieder herumreißen, wenn genug feindliche Flieger abgeschossen werden. Sind auch die Fregatten zerstört, muss nun das Flagschiff folgen. Diese großen Schiffe zerstört man besten, indem einzelne Subsysteme wie Schildgeneratoren und Zielcomputer zerstört werden. Diese Kämpfe können sehr spannend verlaufen und Offensive und Defensive oft die Richtungen wechseln. Dennoch muss man sagen, dass auf Dauer nur zwei Spielmodi einfach zu wenig sind. Hier wird hoffentlich noch einiges nachgelegt.

Republikanische Credits
Bei Electronic Arts und Star Wars schwingt leider immer ein wenig der Punkt Monetarisierung mit. Hier lässt sich aber vermelden, dass zumindest aktuell keine Mikrotransaktionen oder Lootboxen im Spiel enthalten sind. Es gibt zwei Währungen, die mit einer ganz ordentlichen Geschwindigkeit durch normales Spielen freigeschaltet werden, mit denen sich optische Veränderungen für Piloten und Flieger freischalten lassen. Ich muss jedoch sagen, dass sich die Optionen momentan auf verschiedene Helme und Visiere beschränken, die mir persönlich nicht sonderlich zusagen, da sie sich auch nicht allzu sehr voneinander unterscheiden. Außerdem sind Piloten-Outfits nur für einen kurzen Moment vor einem Match im Hangar für andere Spieler sichtbar. Besondere Gegenstände sind an das Absolvieren verschiedener Herausforderungen gekoppelt, die in regelmäßigen Abständen rotieren.

Die virtuelle Realität
Seit der Rogue One VR-Mission in Battlefront wünsche ich mir für VR nichts sehnlicher als eine Star Wars-Weltraum-Sim. Umso enttäuschter war ich, als ich zum Testen einen Code für die XBox One bekam. Gerne würde ich an dieser Stelle schreiben, wie unglaublich das Spiel in VR ist, aber da ich das nicht ausprobieren konnte, kann ich hier nur meine Hoffnungen wiedergeben. Fakt ist jedenfalls, dass es nicht nur wie beispielsweise bei Ace Combat 7 ein paar besondere VR-Missionen gibt, sondern dass man sowohl die Kampagne als auch die Multiplayer-Modi in der virtuellen Realität erleben kann. Wer also eine VR-Brille sein Eigen nennt, sollte auch zur entsprechenden Version greifen.

Technik
Auch außerhalb von VR sieht Squadrons aber sehr gut aus. Das Innere der Schiffe wird sehr detailliert dargestellt, Explosionen und Laserfeuer überzeugen auf ganzer Linie und vor allem die vielen Charaktere sind hervorragend. Hier können wir minimalste Mimiken erkennen und auch die Aliens in unseren Teams wirken sehr natürlich. Unterstützt wird das durch eine fabelhafte Synchro, in die viel Arbeit geflossen ist. Insgesamt ist der Sound auf einem sehr hohen Niveau, sodass nicht nur die gewohnten Star Wars-Sounds - seien es vorbeikreischende Ties oder markante X-Wing-Schüsse - sondern auch eine ordentliche Anzahl an ikonischen Musikstücken vorzufinden sind, die das Geschehen jederzeit perfekt untermalen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Star Wars: Squadrons lässt uns endlich wieder in einem X-Wing, Tie Fighter oder etlichen anderen Schiffen Platz nehmen, um Ruhm und Ehre für die neue Republik oder das Imperium einzufahren. Technisch ist der Titel über jeden Zweifel erhaben und kann sowohl grafisch als auch beim Sound vollkommen überzeugen. Die Kampagne ist spannend genug, um uns bei der Stange zu halten und die Feinheiten des Gameplays zu erlernen, bevor es in den Multiplayer geht. Das Gameplay selbst macht auch richtig viel Spaß, stoplert allerdings ein wenig im Bereich der Abwechslung. Die Missionen in der Kampagne sind oftmals nur Dogfights, es gibt keine Missionen auf Planeten und lediglich zwei Multiplayer-Modi sind auf lange Sicht einfach zu wenig. Hier muss für die gewünschte Langlebigkeit noch definitiv nachgebessert werden. Man muss aber auch betonen, dass es das Spiel zum Budgetpreis gibt und (zumindest bisher) keine weitere Monetarisierung implementiert ist.


Star Wars: Squadrons - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.875 Grafik: 9.00
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.875
  • Sehr schicke Grafik
  • Viele Anpassungsmöglichkeiten der Waffen und Systeme
  • Unterhaltsame Kampagne
  • Gute Steuerung
  • Toller Sound
  • Nur zwei Multiplayer-Modi
  • Wenig Abwechslung in den Missionen

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Rezension vom: 08.10.2020
Kategorie: Action
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