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like a Dragon: infinite Wealth

Entwickler: Ryu ga Gotoku
Publisher: Sega

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 49,08 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

Als Yakuza 7 bzw. Like a Dragon, angekündigt wurde, war die Verwunderung groß. Schließlich verabschiedete man sich vom altbekannten Action-Gameplay und machte kurzerhand ein Rollenspiel samt rundenbasierten Kämpfen draus. Obwohl viele alteingesessene Fans zunächst eher skeptisch waren, entpuppte sich dieser Schachzug als goldrichtig und so wurde das Spiel zu einem der besten der gesamten Reihe. In dem nun veröffentlichten achten Teil gibt es keine solch einschneidende Veränderung. Dennoch bietet auch Like a Dragon: Infinite Wealth einige interessante Neuerungen, die der Serie einmal mehr frischen Wind verleihen.



Meinung:

Hauptprotagonist von bleibt allerdings der aus dem vorherigen Teil bekannte Ichiban Kasuga. Dessen Leben ist in den ersten Stunden auch Dreh- und Angelpunkt. Hier wird nämlich Ichibans Leben nach den Geschehnissen aus Like a Dragon genauestens aufgezeigt. Dabei trifft man nicht nur auf bekannte Gesichter des Vorgängers, sondern bekommt auch die Schlüsselsequenzen des Spiels noch einmal aufgezeigt. Obwohl man so also zumindest grob weiß, worum es im Vorgänger ging und weshalb Ichiban und alle anderen Charaktere sich in der Situation befinden, wie wir sie hier vorfinden, ist es dennoch ratsam, Like a Dragon gespielt zu haben. Wenn man über alle Vorkenntnisse verfügt, kann man bestimmte Situationen einfach besser nachvollziehen.
Abgesehen von Rückblicken und einer genauen Einführung des Hauptprotagonisten passiert in den ersten Stunden aber herzlich wenig. Ein paar Schlägereien hier und da, um sich mit dem Kampfsystem vertraut zu machen und ein paar Spaziergänge durch Yokohama – das war es dann auch schon.

Auf Hawaii gibt es viel zu tun
Richtgig los geht es erst, wenn wir uns auf Hawaii befinden. Weshalb sich Ichiban auf die Reise macht, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. Was ich aber verrate, ist das sich einem auf Hawaii das Spielgeschehen erst so richtig offenbart.
Nicht nur, dass man hier der spannenden und gut erzählten Story folgen kann, wer möchte, kann seine Zeit auch anderweitig investieren. In der (fast gänzlich) offenen Spielwelt werden einem nämlich nach und nach immer neue Spielelemente freigeschaltet. Während wir nach unserer Ankunft quasi nur auf Sightseeingtour samt einigen Abstechern in Shops machen können, so können wir bald aus unzähligen Nebenbeinaktivitäten auswählen, die die reine Spieldauer von rund 50 Stunden mit Leichtigkeit verdoppeln oder gar verdreifachen. Und das ist nicht übertreiben. Denn egal, ob man nun als Essenslieferant unterwegs ist, sich in den Arcades an Virtua Fighter versucht, sich in einer Art Pokemon in der Sujimon-Liga hocharbeitet oder in den Dating-Minispielen versucht, das Herz einer Dame zu erobern, in alles kann man reichlich Zeit investieren. Und dabei ist das noch lange nicht alles, denn einen der größten Zeitfresser habe ich bisher noch gar nicht genannt. Während des Spiels schaltet man nämlich irgendwann eine Art Animal Crossing frei, bei der man tatsächlich auf einer Insel angeln, Insekten fangen und sogar ein eigenes Resort eröffnet und dieses nach Belieben einrichten kann. Allein in dieser Nebenmission, die im Grunde genommen ein ganz eigenes Spiel darstellt, kann man Stunden verbringen.

Taktischere Kämpfe
Im mitgeführten Smartphone findet man sogar noch mehr Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. So gibt es zum Beispiel eine App, in der es gilt, Freunde zu finden oder eine Fotorallye, bei der man als Belohnung tolle Items erhält. Das Tolle bei all dem ist, dass die ganzen Nebenmissionen, ganz gleich wie lang sie andauern, niemals fehl am Platz wirken. Vielmehr stellen sie eine tolle Ergänzung und Abwechslung zum normalen Spielgeschehen dar. In diesem dominieren natürlich nach wie vor die Kämpfe (wenngleich man sehr viel mehr Zeit mit dem Anschauen von Zwischensequenzen verbringt), wobei diese, wie schon beim direkten Vorgänger, auch diesmal wieder rundenbasiert ausgetragen. Wer Like a Dragon gespielt hat, wird sich also sofort heimisch fühlen, denn am eigentlichen Kampfsystem hat sich nichts geändert. Wie schon vor knapp vier Jahren erhält man nach dem Start eines Kampfes die Möglichkeit, Aktionen auszuführen. Neben normalen Angriffen, der Möglichkeit in Deckung zu gehen sowie Items (wie z. B. Essen zur Heilung oder Rauchbomben) auszuwählen, kann man hierbei auch wieder Spezialattacken auswählen. Diese sind meistens sehr starke Angriffe, die einen oder gleich mehrere Gegner auf einmal treffen. Allerdings kosten sie Magiepunkte, die zumindest zum Anfang des Spiels nur knapp bemessen sind. Da man selten allein in den Kampf zieht, sondern des Öfteren mit Partymitgliedern (die man während des Abenteuers automatisch rekrutiert) Gegner verkloppt, ist natürlich auch eine gewisse Taktik-Komponente dabei. Unterstützt wird diese Komponente durch die Möglichkeit, die Umgebung zu nutzen. Steht man nahe an einem Objekt, wie etwa einem Stuhl, wird dieser im Kampf genutzt. Des Weiteren kann man sich ebenfalls innerhalb eines bestimmten Radius bewegen und sich so vor seinen Gegner positionieren, dass dieser entweder gegen die Wand oder gar gegen einen anderen Feind zurückgeworfen wird und so nochmal extra HP verliert.

Hört sich nur kompliziert an
So kompliziert sich das in niedergeschriebener Form anhört, ist es am Ende aber gar nicht. Denn sobald man zwei, drei Kämpfe absolviert hat, hat man den Dreh raus und verkloppt zumindest die normalen Gegner ohne größere Probleme. Komplett anders sieht es hingegen bei den Bossgegnern aus, die auch immer mal wieder auftauchen. In solchen Kämpfen muss man tatsächlich besonnen und taktisch vorgehen. Denn wenn Ichiban einmal niedergestreckt ist, ist der Kampf beendet und muss nochmal von vorne gestartet werden. Aus diesem Grund empfehle ich auch, unbedingt alle Heilitems lediglich für Ichiban zu nutzen – wenn die anderen Partymitglieder K.O. gehen, geht der Kampf nämlich einfach weiter. Wenn es ganz brenzlig wird, kann man sich zudem per Smartphone noch zusätzliche Verstärkung dazu rufen. Allerdings kostet diese Option eine Menge Kohle, von der man gerade zu Anfang nur wenig hat.

Lohnenswerte Dungeons
Allerdings erhalten wir für jeden gewonnenen Kampf ein wenig Geld, weshalb man anfangs wirklich jeden Kampf mitnehmen sollte, der sich einem in den Weg stellt. Dabei ist Geld nicht die einzige lohnenswerte Belohnung. Neben den Scheinen erhalten wir nämlich auch noch Statusverbesserungen und steigen langsam aber sich im Rang auf. Mit den normalen Kämpfen, die man zwischendurch auf der Straße austrägt, dauert dies ab einem bestimmten Punkt allerdings sehr lange. Sehr viel effektiver sind da die Dungeons, in die man herabsteigen kann. Hier erwarten mich in einem Labyrinth unterschiedlich viele Gegner, die von Mal zu Mal stärker werden und dementsprechend reichlich XP und Geld liegen lassen. Ab und an gibt es sogar Safes, die man knacken und in denen verschiedene Items enthalten sind.

Auto-Kämpfe
Wen das ganze Gekämpfe, sei es auf den Straßen von Honolulu oder in den unterirdischen Dungeons, nicht anspricht, für den gibt es die perfekte Lösung. Wer möchte, kann nämlich auch einfach die Auto-Kampf-Option auswählen. Wenn man dies macht, kämpfen nicht etwa Autos gegeneinander, vielmehr werden die Kämpfe dann automatisch ausgetragen. Dabei werden nicht nur die Aktionen von Ichiban von der KI übernommen, sondern auch die seiner Mitstreiter. Obwohl diese Art der Kämpfe ganz gut funktionieren, empfehle ich aber dennoch, sie nur gegen schwächere Gegner einzusetzen.

Tolle Spielwelt
Was mir persönlich an Like a Dragon: Infinite Wealth am besten gefallen hat, ist die Spielwelt. So eindrucksvoll das Ryu Ga Gotoku Studio es auch immer wieder geschafft hat, Yokohama in Szene zu setzen, so schön ist es, nun auch endlich mal etwas Neues erleben zu dürfen. Und Hawaii ist dabei mehr als nur eine nette Abwechslung. In Sachen Detailverliebtheit steht die größte Stadt Hawaii's Yokohama in nichts nach. Ganz im Gegenteil. Jede Ecke hat irgendeine Kleinigkeit zu bieten, die es zu entdecken gilt. Das ist besonders lobenswert, weil Honolulu die bisher größte Spielwelt in der Yakuza-Reihe darstellt. Das man diese dann trotzdem mit so viel Details und Leben versehen hat, ist nicht selbstverständlich. Es sind aber nicht nur die Details, die eindrucksvoll aussehen. Ganz Honolulu sieht verdammt gut aus. Dabei haben die Entwickler*innen auch darauf geachtet, die Stadt so originalgetreu wie nur möglich darzustellen. Wer also selber schon einmal in Honolulu war, wird die Schauplätze auf Anhieb wiedererkennen.

Auch auf Hawaii regnet es mal
Da selbst auf Hawaii nicht immer nur eitel Sonnenschein herrscht, wurde sogar ein eigenes Wettersystem entwickelt, das es auch mal regnen lässt. Wenn man Glück hat, bekommt man in solchen Momenten sogar einen wunderschönen Regenbogen zu Gesicht, den man natürlich schnell mit der Kamera seines Smartphones für immer festhalten kann.
Obwohl das Spiel also wirklich beeindruckend aussieht, muss man sich über irgendwelche Ruckler, Grafikbugs oder Ähnliches keine Sorgen machen. Die Entwickler*innen haben hier nämlich ganze Arbeit geleistet und das alles ohne irgendwelche Probleme hingezaubert.

Tolle Sprachausgabe – Fehlerbehaftete Untertitel
Zauberhaft könnte man auch die englische Sprachausgabe nennen. Zwar kommt sie nicht ganz an das japanische Original heran, aber auch die englischen Synchronsprecher machen eine unfassbar gute Arbeit und passen zudem ebenfalls perfekt zu dem jeweiligen Charakter. Damit man wirklich alles versteht, was in den teils ausufernden Zwischensequenzen erzählt wird, kann man deutsche Untertitel einschalten. Allerdings trifft man hierbei so manches Mal auf Übersetzungsfehler und willkürlich gesetzte „br“ zwischen den Wörtern. Das ist natürlich alles andere als schön, zum Glück kann man der Geschichte und dem Humor, der natürlich ebenfalls wieder reichlich vorhanden ist (gerade Ichiban stellt sich in manchen Situationen sehr trottelig an), aber dennoch sehr gut folgen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Du bist Yakuza-Fan und hast Like a Dragon geliebt? Dann wirst Du auch Like a Dragon: Infinite Wealth lieben. Nach einem sehr trägen Anfang bietet das Spiel nämlich wieder alles, was man aus dem/den Vorgänger/n so sehr geliebt hat – und das ist ganz schön viel. Denn neben einer spannenden Story und einer gehörigen Portion Humor gibt es nämlich auch wieder unzählige Nebenaufgaben, die es zu bewältigen gibt. Zudem warten natürlich auch wieder reichlich Kämpfe auf einen, die durch die kleinen Änderungen nun sogar noch etwas taktischer ausgetragen werden können.
Ganz perfekt ist Like a Dragon: Infinite Wealth aber leider nicht. Denn so umfangreich das Gameplay ist und so schön Hawaii dargestellt wurde, so gibt es bedauerlicherweise auch zahlreiche Übersetzungsfehler in den deutschen Untertiteln. Wirklich stören tun diese aber nicht, weshalb man dennoch gerne 50 und noch viel mehr Stunden im virtuellen Honolulu verbringt.



like a Dragon: infinite Wealth - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.75 Grafik: 8.50
Sound: 9.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 9.00
Wertung: 8.75
  • Spannende Story
  • Tolle Charaktere
  • Neues Setting
  • Reichlich Nebenmissionen und Aufgaben
  • Hübsche Grafik und tolle Sprachausgabe
  • Träger Anfang
  • Viele Übersetzungsfehler
  • Beinahe zu viele Kämpfe

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Rezension vom: 07.02.2024
Kategorie: Rollenspiele
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