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Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin (PC)

Entwickler: Team Ninja
Publisher: Square Enix

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 40,99 €

Systeme: PC

Testsystem: Windows 10 64 Bit, 32 GB RAM, Amd Ryzen 5 1600X Six-Core Processor 3,60 GHZ, Radeon RX 580 8 GB

Inhalt:

Jack hat ein einziges Ziel: Er will Chaos besiegen, doch was nach einer einfachen Mission klingt, entwickelt sich zu einem Abenteuer mit vielen Irrungen und Wirrungen.



Meinung:

Es gibt wohl kein anderes Spiel, welches schon im Vorfeld so für Memes gesorgt hat, wie Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin. Der Fokus der ersten Trailer lag auf Jack und seinem Ziel, Chaos zu besiegen. Es wirkte so, als ob du es mit einem Action-RPG zu tun hattest, bei dem die Story eine eher sekundäre Rolle spielt.

Das Game kam ursprünglich letztes Jahr für die Konsolen heraus und ist jetzt auch für den PC erhältlich.

Eine Geschichte, genauso stark, wie sie schwach ist
Der erste Eindruck ist sowohl falsch, wie allerdings ebenso richtig. Die Geschichte des Games ist die große Schwachstelle, hat aber auch ihre Stärken. Sie ist ungewöhnlich, jedoch auf eine interessante Art und Weise, denn was sich zu Beginn wie eine 08/15-Story spielt, entwickelt im Laufe des Playthroughs durchaus tragische Seiten, die noch dazu mit dem Geschehen des allerersten Final Fantasys in Verbindung stehen, was vielleicht die größte Überraschung des Spiels ist.

Zugegeben, es braucht Sitzfleisch, bis es soweit ist. Zuvor hat man es mit vielen Augenblicken zu tun, in denen der Protagonist Jack lauter Einzeiler droppt und seine Charakterisierung nicht tiefer geht, als ein leeres Blatt Papier. Zwar wird versucht, das Interesse des Spielers auf die Diskrepanzen hin zu lenken, die im Prinzip offensichtlich sind, z.B dass die Handlungsträger dunkle Kristalle tragen und statt der prophezeiten vier nur drei sind. Auch der Widerspruch zwischen der modernen Kleidung und Ausrüstung, den „Helden“ und der mittelalterlichen Welt, soll dafür sorgen, dass dem Spieler klar ist, dass hier etwas nicht stimmt. Doch diese frühen Versuche, den Gamer auf das Potential der Geschichte hinzuweisen, fruchten nicht, da eben die Figuren in dieser Phase des Games wandelnde Klischees sind.

Nicht wirklich Soulslike
Dabei gibt sich Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin als ein Soulslike-Game. Doch anders, als seine Genre-Kollegen, darunter auch das ebenfalls von Team Ninja entwickelte Nioh, besitzt es keine Open World, die zum freien Erkunden einlädt. Stattdessen kannst du Missionen auf einer Karte auswählen, in denen du dich dann in kleinen Arealen herumbewegen kannst. Es ist vermutlich eine bewusste Entscheidung seitens Team Ninja, auf dieses Genre-Element zu verzichten, aber so wirkt das Game wie Stückwerk.

Wobei das Spiel sich auch fleißig am Final Fantasy-Universum bedient. Gemeint ist, dass die Feinde, gegen die du antrittst, alle aus den diversen Titeln, die im Laufe der Jahre herausgekommen sind, stammen. Tonberries, Malboros und Cactuars machen dir das Leben zur Hölle, während Bosse wie Tiamat ebenfalls ihre Aufwartung machen.

Viele Jobs will ich haben
Doch noch etwas besitzt Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin, das typisch Final Fantasy ist. Die Spielfiguren können unterschiedliche Jobs annehmen. Es gibt von diesen viele, die sich in drei Klassen unterteilen: Basic, mit Job wie Marauder oder Duelist, Advanced, mit typischen Final Fantasy-Jobs wie beispielsweise dem White and Black Mage, sowie den Expert Jobs wie Tyrant oder Breaker. Du kannst zwei gleichzeitig ausrüsten und leveln. Jeder Job besitzt seine eigenen Waffen, seine eigenen Fähigkeiten und Action Abilities, wobei Magieklassen im Vergleich zu anderen Jobklassen deutlich im Nachteil sind. Für das Casten mussst du stillstehen, doch die Feinde bewegen sich weiter. Dementsprechend können Sprüche danebengehen und du bist ein perfektes Ziel für Angriffe.

Das Jobsystem ist Kernelement des Games. Es zu meistern ist ebenso essentiell, wie das Meistern des Kampfsystems an sich, was nicht so einfach ist. Drauflosprügeln, bis du erfolgreich bist, ist nur bedingt eine gute Methode. Es gilt, die Feinheiten zu lernen, wie du vorgehen mussst, wann es sich lohnt zu blocken oder zu kontern. Hier gibt sich Stranger of Paradise dann doch wie die meisten anderen Soulslike-Games.

Zu viel des Guten
Was ihm allerdings hier ein Alleinstellungsmerkmal gibt, ist, neben dem Jobsystem, auch das Soul Shield. Es handelt sich hier um eine Energieleiste, mit der du den Break Gauge verringern kannst. Letzteres ist ein Standardelement seit der FF XIII-Reihe und bedeutet, dass, wenn diese Anzeige leer ist, der Feind extrem geschwächt ist und du ihm so am besten jede Menge Schaden zufügen kannst, bis er besiegt ist. Am eindruckvollsten passiert dies mit dem Soul Burst, einem spektulären Finish Move, durch den der Gegner zu Kristall wird und in viele Teile zerbricht. Ebenso kannst du mit dem Soul Shield temporär Abilities der Feinde absorbieren, was mitunter sehr spektulär aussieht. 

Ist ein Gegner besiegt, lässt er häufig Loot fallen. Davon gibt es dann jede Menge. Neue Waffen oder Rüstungsitems kannst du so erhalten und auch durch Truhen kannst du diese Gegenstände bekommen. Jedoch übertreibt es das Spiel mit der Menge an Loot. Du ertrinkst förmlich darin und verlierst schnell den Überblick, was jetzt gut ist und was nicht.

Grafisch ist das Spiel ordentlich. Es gibt keine Slowdowns oder andere darstellerische Fehler. Man merkt dem Titel die Liebe zum Detail an, da die Levels vor solchen nur strotzen. Ebenso merkt man die Liebe zur Vorlage, da das Feinddesign sich sehr an den Klassikern orientiert.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Man kann Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin nicht vorwerfen, dass es nicht ambitioniert ist. Im Gegenteil: Man merkt ihm an, dass die Entwickler Fans der Vorlage sind und es entsprechend mit Liebe adaptiert haben. Die Story braucht allerdings etwas, bis sie interessanter ist, als ein leeres Blatt Papier.
Das Kampfsystem mit den Jobklassen und dem Soul Shield wirkt auf den ersten Blick super, doch auf den zweiten sind vor allem Magierklassen deutlich im Nachteil und die Menge an Loot ist zu viel des Guten.



Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin (PC) - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.875 Grafik: 8.50
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 6.00
Wertung: 7.875
  • Eine gute Geschichte...
  • Viele Anleihen an die Final Fantasy-Historie
  • Gelungenes Kampfsystem...
  • ...wenn auch erst spät im Spiel
  • Zu viel Loot
  • ...wenn auch nicht für Magierjobs

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Rezension vom: 04.05.2023
Kategorie: Rollenspiele
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