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Darq: Complete Edition

Entwickler: Unfold Games
Publisher: Feardemic

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 20 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
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Traumwelten eignen sich perfekt für Puzzlespiele, kann man hier doch die Beschränkungen unserer realen Welt biegen und brechen und somit interessante Gameplay-Konzepte erschaffen. Darq ist ein solches Puzzlespiel, das sich um Träume - oder eher Alpträume - dreht und bereits 2019 für PC und die letzte Konsolengeneration erschienen ist. Die Complete Edition gibt es nun auch für Switch, PS5 und Series X/S und wir schauen uns an, ob sich der Trip lohnt oder ob wir heute morgen doch lieber im Bett geblieben wären.

Meinung:


Als würde es sich um einen echten Traum handeln, fällt es nicht leicht, die Story von Darq wiederzugeben. Protagonist Lloyd traut sich nicht, aufzuwachen und flüchtet sich in seine Träume. Diese jedoch werden von einigen Gefahren bewohnt und so sehr er sich auch bemüht, jegliche Hindernisse zu überwinden, landet er doch immer wieder am gleichen Ausgangspunkt, einem verranzten Appartment mit einem Bett.

Denken in sechs Dimensionen
Tiefere Einblicke in die Geschichte bietet das Spiel nicht, auch wenn man alle gut versteckten Traumtagebücher findet. Diese sind lediglich Sammelgegenstände, die man sich nicht weiter ansehen kann. Es gibt jedoch genug Bilder und Themen in Darq, um seiner Interpretationsfantasie freien Lauf zu lassen. Grundsätzlich geht es aber eher um die Puzzle und die verschiedenen Gameplay-Mechaniken. Lloyds wichtigste Fähigkeit besteht darin, an Wänden hochgehen zu können und dadurch die gesamte Spielwelt zu drehen. So eröffnen sich nicht nur komplett neue Korridore, sondern auch das Laufen an der Decke ist möglich. Viele Puzzle bauen darauf auf, dass man diese perspektivischen Eigenheiten ausnutzt, um bewegliche Objekte zu verschieben oder an vorher unzugängliche Stellen zu gelangen. Lloyd kann außerdem mithilfe von Schaltern tiefer in die Spielwelt eindringen oder sie um verschiedene Achsen drehen, um beispielsweise die Rückseiten von Möbelstücken oder ähnlichem zu sehen. Nützliche Gegenstände werden eingesammelt und manchmal logisch, manchmal mit Traumlogik verwendet. Ein heruntergefallener Buchstabe T eines Schildes beispielsweise gibt einen wunderbaren Hebel ab. Lloyd hat allerdings nie allzu viele Gegenstände im Inventar, sodass es in der Regel recht offensichtlich ist, was wo benutzt werden muss.

Mittagsschlaf
Das ist auch der größte Knackpunkt bei Darq. Lloyd schläft durch sechs Level (der siebente ist kaum als Puzzle zu bezeichnen), die allesamt recht kompakt sind. Es gibt zwar durchaus einige Rätsel zu lösen, die auch immer wieder abwechslungsreich sind, aber wirklich hängen bleibt man kaum, da der richtige Weg ziemlich geradlinig verläuft. Ins Stocken kommt man maximal, wenn man übersieht, dass man eine bestimmte Wand hochgehen kann. In der Complete Edition finden sich noch zwei zusätzliche Level, die nochmal ihre eigenen Konzepte mitbringen, aber auch diese fallen eher kurz aus. Das geht so weit, dass es Speedrun-Trophäen gibt, bei denen man die Level in 6 oder 12 Minuten beenden soll. Ein erster Durchgang dauert selbstverständlich länger, aber die Komplexität zeigt sich darin schon recht deutlich. Das komplette Spiel ist für erfahrene Rätselfreunde daher problemlos innerhalb von 2-3 Stunden zu lösen. Die Stealth-Passagen, denen man sich immer wieder unterziehen muss, wirken dadurch deplatziert und nur für den Zweck der Spielzeitverlängerung. Immer wieder muss man an patroullierenden Kreaturen vorbeischleichen, indem man ihnen hinterschleicht und sich dann in einer Ecke versteckt, bis sie wieder vorbeiziehen. Das ist weder spannend noch herausfordernd und im schlimmsten Fall nervig, wenn man an einem Wesen öfters vorbei muss.

Alptraumhaft
Das ist recht schade, da vor allem die unterschiedlichen Thematiken sehr interessant sind. Lloyd träumt durch verlassene Krankenhäuser, die Straßen einer Kleinstadt oder auch einen fahrenden Zug, die sich allesamt nicht unseren physikalischen Gesetzen beugen wollen. Die beiden DLC-Level bringen ihre eigenen Eigenarten mit und während The Tower vor allem durch den Wechsel zwischen zwei unterschiedlichen Versionen der gleichen Umgebung punktet, war für mich The Crypt deutlich interessanter. Hier agiert Lloyds Körper unabhängig von seinem Kopf. Während der Körper Hebel bedient und Gegenstände sammelt, rollt der Kopf durch kleine Löcher und betätigt Druckplatten. Unterstützt wird das Ganze durch eine passende, atmosphärische Optik. Lloyd und die Kreaturen in seinen Träumen sehen aus, als wären sie einem klassischen Tim Burton-Film entsprungen und die monochrome Darstellung der Spielwelt ist ebenfalls sehr passend. Und obwohl die Kreaturen zumeist für die lästigen Schleichpassagen in Erscheinung treten, muss man ihnen doch ein gruselig-unangenehmes Design zusprechen, das sehr alptraumhaft anmutet. Beim Sound wäre weniger mehr gewesen, denn die bedrückende Atmosphäre wird immer wieder durch lautes Jump Scare-Dröhnen gestört.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Darq: Complete Edition überzeugt vor allem durch seine abwechslungsreichen Puzzle und Umgebungen sowie das atmosphärische Grafikdesign. Die Rätsel sind zwar originell, aber letztendlich allesamt relativ einfach, sodass die leider wenigen Level innerhalb kurzer Zeit gemeistert werden können. Abseits von jeweils einer Tagebuchseite pro Level, für die aber kein zusätzliches Rätsel sondern eher Erforschung nötig ist, gibt es kaum einen Anreiz, noch einmal durch das Spiel zu gehen. Spieltechnisch macht Darq also vieles richtig, nur am Umfang hapert es.

Darq: Complete Edition - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.625 Grafik: 8.00
Sound: 7.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 7.625
  • Atmosphärisches Grafikdesign
  • Originelle Puzzlemechaniken
  • Zwei DLC-Level
  • Recht einfach und kurz
  • Dröhnender Jump Scare-Sound

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Rezension vom: 30.03.2021
Kategorie: Adventure
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