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Port Royale 4

Entwickler: Kalypso Media
Publisher: Kalypso Media

Genre: Simulationen
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 49,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Testsystem: Betriebssystem: Windows 10, Prozessor: Intel i7-6700k CPU 4,00 GHz, Grafikkarte: NVidia GeForce GTX 1080, Arbeitsspeicher: 16GB RAM

Anforderungen: MINIMUM: Setzt 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem voraus Betriebssystem: Windows 8.1 oder Windows 10(64bit Versionen) Prozessor: Intel Core i5 2400s @ 2.5 GHz or AMD FX 4100 @ 3.6 Arbeitsspeicher: 8 GB RAM Grafik: AMD/NVIDIA dedizierte GPU, 2GB dedizier

Inhalt:

Port_Royale_4_Banner

Reine Wirtschaftssimulationen fristen seit jeher eher ein Nischendasein heutzutage. Sie gelten meist als sperrig, komplex, sind selten ein Augenschmaus und schrecken daher neue Spieler oft unberechtigt schon vorweg ab. Umso seltener nehmen sich Entwickler heute dieses Genres mit einer aufwendigen Produktion an. Gaming Minds Studios und Kalypso Media bringen mit Port Royale 4 nun nach langer Pause eine bekannte Marke zurück. Teil 3 ist immerhin schon 2012 erschienen. Der vierte Ableger erinnert optisch stark an das erfolgreiche Anno 1800. Doch nicht nur grafisch gibt es Ähnlichkeiten, auch die Bauoptionen sind diesmal auf den Inseln der Karibik ordentlich vertreten. Im Kern soll es aber nach wie vor eine Handelssimulation bleiben. Das Spiel könnte auf den ersten Blick auch für Aufbaufans interessant sein. Wie umfangreich die Aufbaustrategie-Elemente im Endeffekt sind und wie einsteigerfreundlich sich die Wirtschaftssimulation präsentiert, wird sich zeigen.



Meinung:

Setzt die Segel!
In Port Royale 4 geht’s wieder ab aufs Meer des 16. und 17. Jahrhunderts. Das war die Zeit der Kolonialmächte England, Frankreich, den Niederlanden und natürlich Spanien. Dementsprechend hat jede Nation ihre eigene Kampagne und individuelle Stärken. Mit 60 Städten, 50 Gebäuden, 25 unterschiedliche Waren und 18 Schiffstypen hat Port Royale 4 schon einmal die Voraussetzung einer tollen Handelssimulation erfüllt. Die vier spielbaren Anführer Abenteurer, Freibeuter, Händler und Pirat bringen zusätzliche Vor- und Nachteile mit sich. Um optimal ins Spiel einzusteigen, empfiehlt sich das kurze Tutorial, um die Spielmechaniken in den Grundzügen und aller Kürze kennenzulernen. Ins freie Spiel sollte man sich erst danach oder Einsteiger überhaupt erst nach einiger Zeit in der Kampagne stürzen, um nicht vorzeitig das Handtuch zu werfen. Darin bekommt ihr vom jeweiligen Vizekönig nach und nach Aufgaben gestellt, die abgearbeitet werden müssen. Erst einmal der Handel und die Produktion von Grundwaren, später sind es Kolonialwaren und sonstige Aufträge. Obwohl jede Nation ihre eigene Geschichte erzählt, wird zu allererst der Abschluss der spanischen Kampagne verlangt, um den Rest freizuschalten. 

Angebot und Nachfrage
Wie so oft ist es das Spiel von Angebot und Nachfrage, welches den Wert der Waren festlegt. Gibt es Bananen oder Kleidung in einer Stadt im Überfluss, ist der Preis dafür dort sehr gering. Gleichzeitig kann eine enorme Knappheit auf einer anderen Insel bestehen und beispielsweise Kleidung umso wertvoller machen. Genau da kommt der Handel ins Spiel. Doch zuvor muss eine entsprechende Handelslizenz in der jeweiligen Stadt erworben werden, um für Geschäfte berechtigt zu sein. Die kostet (na klar!) Geld, erfordert aber keine weiteren Dinge. Es gilt also, zu jeder Zeit die Wünsche der Bevölkerung zu befriedigen, ohne ein Überangebot entstehen zu lassen. Angebot und Nachfrage müssen stets ausbalanciert werden.

Jede Stadt kann bis zu sieben verschiedene Waren aufgrund ihrer Fruchtbarkeit produzieren. An dieser Stelle sind die Bauoptionen von Port Royale 4 gefragt. Auf fremdem Grund zu bauen, ist allerdings mit einigen Hürden verbunden. Grundvoraussetzung ist die vorhin angesprochene Handelslizenz. Jetzt muss Bekanntheit in der Stadt erlangt werden, indem dort fleißig gehandelt wird. Hat man sich den entsprechenden Namen gemacht, darf man eine Baugenehmigung käuflich erwerben und schließlich Gebäude errichten. Selbstverständlich sind für den Bau die entsprechenden Ressourcen und Geld erforderlich. Nichts ist in Port Royale 4 umsonst! Auf Hexfeldern können die Anlagen dann möglichst geschickt platziert werden, immer unter Rücksichtnahme auf Boni und Zufriedenheit der örtlichen Bevölkerung. Die richtige Platzierung bietet jedenfalls tollen Spielraum für eine effektive Bauweise. Für bestimmte Produktionsgebäude wie die Herstellung von Bier, ist wieder Papierkram zu erledigen. Dafür ist nämlich eine entsprechende Konzession vom Vizekönig notwendig.

Nun ist es Zeit den Handel zu optimieren. Dafür sind die automatisierten Handelsrouten perfekt geeignet. Welcher Schiffstyp bringt welche Waren zu welchem Preis auf welcher Meeresroute in welche Stadt? Fragen über Fragen... Die Preisgestaltung und die optimale Warenmenge können wahlweise auch gerne automatisch berechnet werden und sind somit anfangs definitiv die bequemste Option. Wer sich reinfuchsen möchte, kann selbstverständlich auch alles bis ins kleinste Detail selbst festlegen. Die Meeresrouten spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle für die Effizienz. Mit Gegenwind segelt es sich nämlich nicht gerade angenehm. Deshalb sollte man immer auch die Windrichtung im Auge behalten, um den optimalen Weg zu bestimmen. Ein wenig mühselig ist der Wechsel der Menüfenster. Ist man beispielweise in der Übersicht von Valladolid und sieht eine Überproduktion an Zucker, wird gleichzeitig nicht angezeigt, in welcher anderen Stadt gerade Zucker benötigt wird. Dafür muss man sich durch die einzelnen Siedlungen klicken und die Warentabellen individuell kontrollieren.

An die Kanonen!
Ausschließlich friedlich geht es auf den Meeren nicht zu. Seeschlachten sind also vorprogrammiert. Im vierten Teil der Serie laufen die Gefechte allerdings im Vergleich zum Vorgänger anders ab und bringen die wahrscheinlich größte Änderung. Taktik ist in den neuen rundenbasierten Kämpfen gefragt. Zug um Zug steuert man seine Flotte auf den Spielfeldern, fokussiert das Feuer auf gegnerische Schiffe, deren Crew oder man nähert sich und gibt den Befehl zum Entern. Zudem stehen noch einige Spezialmanöver zur Verfügung. Auch der jeweilige Kapitän des eigenen Konvois bringt positive Eigenschaft mit sich und ist ohnehin Voraussetzung für ein kampffähiges Schiff. Die überarbeiteten Seeschlachten als neues Feature sind daher kein unerheblicher Teil des Spiels. Wer darauf aber gar keine Lust hat, kann die Kämpfe auch automatisch aufgrund der vorberechneten Erfolgschance ablaufen lassen. Doch so verzichtet man gänzlich auf eine interessante Komponente von Port Royale 4 und hat keinen Einfluss auf den Ausgang der Schlacht. Insofern lohnt es sich definitiv, sich als Kapitän seiner Mannschaft persönlich dem Gegner zu stellen.



Fazit:
Nach langer Zeit der Abwesenheit hat mich Port Royale 4 wieder ins Genre der Handelssimulationen gezogen. Oberflächlich schon einmal, weil es bereits beim ersten Anblick hervorragend aussieht. Die absolut flüssige Zoomfunktion ohne nervige Ladepausen ist ein echter Hingucker. Die grafische Hürde hat das Spiel gekonnt überwunden. Jetzt ging es ans Spielgefühl und die besonders wichtige Einsteigerfreundlichkeit. Diesbezüglich haben mir die kurzen Tutorials der einzelnen Möglichkeiten sehr gut gefallen. In wenigen Minuten bekommt man die Grundzüge in kleinen Häppchen präsentiert. Sehr gut! – Ich mag nämlich kein ein- bis zweistündiges Tutorial am Stück. Die ersten Aufgaben in der Kampagne forderten dann zwar direkt, das Gelernte für die Aufgaben des Vizekönigs umzusetzen, aber in diesem Punkt war die Lernkurve angenehm steil. Das Anlegen und vor allem das Optimieren der Handelsrouten hat mir dafür weniger gefallen. Nicht falsch verstehen! Es ist unfassbar interessant, sich mit Angebot und Nachfrage zu beschäftigen und potentielle Gewinnbringer zu suchen. Aber dafür ständig die Warentabellen jeder Stadt einzeln zu durchforsten, ist mühsam und ein wenig verwirrend. OK, in Sevilla kaufe ich aufgrund der Überproduktion ordentlich Bananen, aber wo war nochmal eine starke Nachfrage dafür? Und wieder geht’s ans Durchklicken der Städte... Die Neuerung bei den Seeschlachten bringt hingegen zweifelsohne eine zusätzliche, tolle Taktikkomponente, diverse Optionsmöglichkeiten während des Gefechts und notfalls auch die Möglichkeit der automatischen Berechnung. In Summe kann ich Port Royale 4 Veteranen sowieso, aber auch Neueinsteigern nur empfehlen. Die eine oder andere Komfortfunktion darf von den Entwicklern gerne noch nachgereicht werden, aber ansonsten bietet das Spiel viele Stunden Spaß und das endlich auch in zeitgemäßer Grafik.


Port Royale 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Renner

Screenshots
















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.875 Grafik: 8.25
Sound: 7.50
Steuerung: 7.50
Gameplay: 8.25
Wertung: 7.875
  • Zeitgemäße, schöne Grafik
  • Tolle Zoomfunktion
  • Neue taktische Seeschlachten
  • Angenehme Lernkurve
  • Kein Multiplayer
  • Umständliche Menüführung

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Rezension vom: 27.09.2020
Kategorie: Simulationen
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