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Collection of Mana

Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 39,99 €

Systeme: Switch

Inhalt:

Collection_of_Mana_Logo

Auf der E3 2019 konnte Square Enix mit folgender Ankündigung vor allem alten Rollenspielhasen eine große Überraschung liefern. Die ersten drei Spiele der Mana-Reihe werden in der Collection of Mana auf die Nintendo Switch portiert und sind zudem noch ab sofort digital erhältlich. In Japan gab es dieses Spiel bereits länger unter dem Namen Seiken Densetsu Collection. Jetzt darf sich auch der Westen in die alten Welten aus Gameboy- bzw. SNES-Zeiten stürzen. Namentlich sind das die Spiele Mystic Quest, Secret of Mana und Trials of Mana. Außerdem entsteht so erstmals offiziell eine westliche Version vom dritten Teil Trials of Mana alias Seiken Densetsu 3.

Meinung:

Mystic Quest - Rollenspielkost aus dem Jahr 1993
Den Anfang macht der erste Teil namens Mystic Quest, das 1993 in Europa für den Game Boy erschienen ist. Es spielt in einer offenen 2D-Welt aus der Vogelperspektive, dargestellt in guter, alter Pixelgrafik. Es kann zwischen drei Farbgebungen und zwei unterschiedlichen Bildschirmgrößen gewählt werden. Die bekannte grünliche Display-Optik von damals, eine rot/braun Darstellung, sowie eine in schwarz/weiß gehalten.
Die Handlung besteht aus einer klassischen Heldenreise. Wir geben unserem Charakter einen heroischen Namen und kämpfen uns in Echtzeit durch die Monster auf der Karte. Dafür reichen im Grunde der Joystick zur Fortbewegung und eine Taste für den einzigen Angriff. Während der Reise durchqueren wir einige Höhlen, Dörfer und Dungeons, erfahren mehr zur Handlung in kleinen NPC-Siedlungen und verbessern unseren Charakter.
Durch besiegte Gegner erhält man Erfahrung und Gold. Bei einem Levelaufstieg kann man eines von vier Attributen erhöhen und Items findet man sowieso jede Menge. Zum einen sind da die unterschiedlichen Rüstungssets, bestehend aus Schild, Rüstung und Helm. Dann gibt es eine Reihe von Waffen und Zaubern, die man größtenteils im Rahmen der Story erhält und wie immer in RPGs viel Kleinkram: Heilungstränke, Spitzhacken, Schlüssel usw. Stichwort Schlüssel – davon sollte man immer genug im Inventar haben, ansonsten gibt es in Dungeons kein Durchkommen bei verschlossenen Türen. Nicht dass die Schlüssel äußerst selten oder teuer wären, denn man bekommt sie sehr günstig in jeder Siedlung im Krämerladen, vielmehr sind die sehr begrenzten Inventarplätze das Problem. Daher sollte man sich den vorhandenen Platz gut mit Heiltränken und nützlichen Dingen aufteilen. Außerdem wichtig: Speichern! Die jederzeit mögliche Schnellspeicherfunktion ist ein ständiger Begleiter in allen drei Teilen. Ein plötzlicher Tod nach längerem Spielfortschritt, ohne zu speichern, sorgt ansonsten für unnötigen Frust.
Das RPG-Prinzip gibt es also schon etwas länger, wie unter anderem Mystic Quest beweist. Faszinierend, wie viele Grundkonzepte des Genres schon damals vorhanden waren und sich bis heute gehalten haben!

Secret of Mana – Ein wahrer SNES-Klassiker
Secret of Mana erschien schon ein Jahr darauf 1994 in Europa für das Super Nintendo Entertainment System. Im Vergleich zum Vorgänger eine deutliche Verbesserung in allen Belangen und wahrscheinlich auch der bekannteste und beliebteste Titel der Reihe. Weiterhin wird auf die Pixelgrafik aus der Vogelperspektive gesetzt, diesmal allerdings in farbenfrohen, schön gestalteten Welten. So wird das Spiel auch deutlich ansehnlicher als Mystic Quest – dem SNES sei Dank! Untermalt wird die Optik durch einen absolut tollen Soundtrack, der das eine oder andere Nostalgiegefühl weckt.

Im zweiten Teil stürzen wir uns mit einer Gruppe von drei Charakteren ins Abenteuer und bekämpfen auf unserer Reise das böse „Imperium“. Unsere Feinde wollen nämlich die Manafestung reaktiveren und das muss schließlich verhindert werden. Auf dem Weg dahin warten wie üblich jede Menge Gegner und Dungeons, die wir erforschen müssen. Im Einzelspieler steuert man eine Figur der Gruppe, der Rest sind computergesteuerte Begleiter. Natürlich kann zwischen Ihnen auch gewechselt werden. Die andere Variante ist, wie früher, der mögliche Koop-Modus. Die unterschiedlichen Charaktere sind insofern von Bedeutung, da jeder seine eigenen Vorteile im Umgang mit Waffen, Heil- bzw. Schadenszaubern mit sich bringt.
Das Kampfsystem läuft nach wie vor in Echtzeit ab. Allerdings muss zwischen den Angriffen ein wenig gewartet werden, während sich ein Ladebalken füllt. Die Charakterverbesserungen sind in Secret of Mana umfangreicher geworden. Nicht nur die Spielfigur selbst wird gelevelt, auch die Waffen und Zauber können bzw. müssen individuell (durch deren Gebrauch) trainiert werden. Aufgrund dessen kann es ab und an schon einmal zu Grindphasen im Spiel kommen. Wirklich störend oder gar nervig wird das Spiel aber dadurch nicht. Außerdem setzt sogar das „legendäre“ Skyrim auf ein ähnliches Waffenlevelkonzept, von daher kann die Entscheidung damals nicht falsch gewesen sein.

Trials of Mana – Endlich die offiziell westliche Version
Den Abschluss der Collection of Mana macht Trials of Mana, das ursprünglich schon 1995 (leider) nur in Japan auf dem Super Famicom erschienen ist. Fans konnten so lange selbstverständlich nicht warten, deshalb sind auch im Laufe der Zeit Fan-Übersetzungen des Spiels Seiken Densetsu 3 entstanden. Im Jahr 2019 gibt’s jetzt aber tatsächlich noch die offizielle Variante des dritten Teils.
Schon auf den ersten Blick sieht man die optische Ähnlichkeit zu Secret of Mana. Keineswegs ein Nachteil, denn der Vorgänger war durchweg hübsch anzusehen. Spielerisch wurde das RPG-Konzept bei Trials of Mana noch einmal weitergedacht. Der Held bzw. die Heldengruppe ist nicht fix vorgegeben, sondern es stehen sechs Charaktere zur Auswahl, von denen drei gewählt werden müssen. Jede Figur hat dabei ihre eigene Geschichte, deshalb ist die Zusammenstellung der Gruppe keinesfalls bedeutungslos. Auch das Levelsystem wurde deutlich vertieft, denn nach einiger Zeit darf man seine Helden auch zweimal spezialisieren. Dabei stehen beide Male ein heller und ein dunkler Weg zur Option. Der gewählte Pfad entscheidet über die zukünftigen Kampf- und Heilungsfähigkeiten. Durch die unterschiedlichen Spezialisierungsmöglichkeiten von hellem und dunklem Weg ergeben sich spannende Kombinationen, die das Spiel erheblich bereichern. Vor allem der Wiederspielwert erhöht sich durch Charakterauswahl und Spezialisierungen enorm.
Weiters ändert sich im Spiel die Tageszeit durch einen Tag-Nacht-Wechsel. Löblicherweise hat dies auch Auswirkungen auf die Welt, denn es erscheinen unterschiedliche Monster und NPCs verhalten sich anders. Man merkt bei dieser Spielereihe wirklich deutlich, wie sich das Gameplay, die Features, die Optik nach und nach verbessert haben. Wirklich eine gelungene Sammlung!



Fazit:
Ein Stück Videospielgeschichte wurde von Square Enix durch die Collection of Mana neu aufgelegt. Absolut passend für die Hybridkonsole von Nintendo, denn es spielt sich wirklich durchweg hervorragend, sowohl im Handheld-Modus, als auch in der Dockingstation. Die Lesbarkeit von Dialogen leidet an keiner Stelle unter dem kleinen Display.
Viele Spieler feiern diese RPG-Reihe bis heute, doch lohnt sich die Sache spielerisch aus heutiger Sicht? „Jein“ – Bei Mystic Quest, finde ich, braucht man anfangs schon eine gehörige Motivation, um ins Spiel zu kommen und dran zu bleiben. Wer einen Bezug zum Original hatte, dem fällt das deutlich leichter. Für jüngere Generationen wird das Spiel allein aufgrund der Optik schon sehr altbacken wirken. Nichtsdestotrotz lohnt es auf jeden Fall auch, den ersten Teil der Serie nachzuholen. Bei Secret of Mana und Trials of Mana ist das schon deutlich anders. Beide Titel sind auch heute noch schön anzusehen und haben spielerisch auch enorm zugelegt. Grafik, Sound, Gameplay und vor allem der Rollenspielaspekt haben sich ordentlich verbessert. Sicherlich hängt das auch mit der Technik von damals zusammen. Ein Game Boy kam eben früher nicht an die „Power“ eines SNES heran.
Vom Umfang bietet die Collection jede Menge und dennoch hat man das Gefühl, es hätte gern noch mehr sein dürfen. Die gelieferten Spielstunden bieten zwar viel Unterhaltung, doch 39,99€ könnten den einen oder anderen Spieler schon abschrecken. Außerdem gibt es mittlerweile schon mehr Mana-Spiele von Square Enix, das Material wäre also vorhanden.

Collection of Mana - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Michael Renner

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.1875 Grafik: 7.75
Sound: 8.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.1875
  • Erste offizielle westliche Version vom dritten Teil
  • Technisch einwandfreie Portierung für Handheld und stationär
  • Liebevoll designte Spielwelten
  • Stetige Verbesserungen mit jedem Teil
  • Etwas hoher Preis angesichts der alten Spiele
  • Es hätten auch noch andere Spiele enthalten sein dürfen

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Rezension vom: 26.06.2019
Kategorie: Rollenspiele
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