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Metro Exodus

Entwickler: 4A Games
Publisher: Deep Silver

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 54,98 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:

Metro_Exodus_Logo

Artyom und seine Ehefrau Anna entdecken eines Tages, dass sie eine Lüge lebten. Bislang dachten sie, dass die Menschen, die in die Metro von Moskau geflüchtet sind, die letzten Überlebenden wären. Doch jetzt stellt sich heraus, dass es außerhalb der Stadt noch weitere Überlebende gibt. Gemeinsam mit ihren Kameraden fliehen sie daher aus der ehemaligen Metropole und machen sich auf, herauszufinden, was jenseits der Stadtgrenzen existiert.



Meinung:

Aus dem Tunnel hinaus in die Welt
Lange Zeit stand die Metro-Reihe für klaustrophobische, post-apokalyptische First-Person Shooter. Basierend auf der gleichnamigen Romanreihe von Dmitry Glukhvsky begleiteten wir über zwei Spiele hinweg den Protagonisten Artyom, der im Untergrund der Stadt Moskau seine Abenteuer erlebte. Als schließlich Metro Exodus angekündigt wurde, war die Aufregung groß, denn mit diesem Spiel wurde das Gameplay aus den engen Tunnelröhren hinaus in die offene Welt verlegt, was unter den Fans für Skepsis sorgte.

Für Kontroversen kurz vor Release sorgte die Entscheidung des Publishers Deep Silver, die Veröffentlichung der PC-Fassung zeitexklusiv an den Epic Games Store zu binden. Steamnutzer, die den Titel ursprünglich vorbestellt hatten, schauten in die Röhre und waren dementsprechend sauer. 

Keine Sandbox
Kaum war Metro Exodus draußen, ließen die ersten Reaktionen natürlich nicht auf sich warten. Die wiederum fielen gemischt aus. Es gab Spieler, die das Game feierten. Wiederum andere waren in ihrer abschließenden Beurteilung eher zurückhaltender und weitere konnten sich mit dem Spiel trotz einiger Aspekte, die sie positiv fanden, überhaupt nicht anfreunden.

Die größte Befürchtung der Community war, dass Metro Exodus durch die Verlegung des Gameplays zu einem 08/15 Open World Sandbox-Game würde, wie es sie mittlerweile gefühlt zu oft gibt. Doch diese Furcht entpuppt sich im Laufe des Spiels als unbegründet. So ist die Welt zwar offener, aber nicht endlos offen. Im Prinzip ist es so, dass wiederholt kleinere Karten durchgespielt werden, jede für sich unterschiedlich gestaltet. Mal befindet sich Artyom in einer Wüste, mal in einem Tal, in dem ein Dorf an einem Staudamm liegt, mal in einer Art Flussdelta. Jedes Gebiet unterscheidet sich dabei ebenfalls  in der Art und Weise, was einen dort erwartet und was für Menschen und Kreaturen dort leben. Auch Details, wie stark die Radioaktivität vorhanden oder wie atembar die Luft ist und dementsprechend die Häufigkeit, mit der der Filter der Atemmaske ausgetauscht werden muss, tragen mit dazu bei, dass die jeweiligen Areale unterscheidbar sind.

Lauter nette Kreaturen
Dass die Apokalypse in Form eines Atomkriegs nicht spurlos an der Welt vorbeigegangen ist, dürfte jedem klar sein. So finden sich zahlreiche bizarre Viecher, wie übergroße Welse, die alles angreifen, was ihnen zu nahe kommt. Oder Menschen, die zu zombieähnlichen Lebensformen mutiert sind und alles attackieren, was Lärm macht. Doch auch die menschlichen Überlebenden an sich sind nicht besser dran. So begegnet der Spieler unter anderem einem religiösen Kult, der alles verteufelt, was mit Elektrizität zu tun hat. Das mag komisch klingen, die Darstellung lässt einem allerdings das Lachen im Halse stecken. 

Es wird Artyom gespielt, der versucht in dieser Welt zu überleben. Die Story bietet viel Drama, aber auch lebendige Charaktere. So entwickeln sich die Nebenfiguren, die den Hauptcharakter begleiten, weiter. Sie entwickeln Beziehungen, leiden, lachen und feiern zusammen. Es ist zu spüren, dass hier eine starke Gemeinschaft existiert, die gemeinsam durch dick und dünn geht. Die Charakterisierung kann überzeugen.

Stumm
Jedoch wird Artyom selbst nicht in diese Gemeinschaft involviert. Er ist stumm, äußert die ganze Zeit keinen Laut, keinen Ton, selbst dann nicht, wenn er kämpft oder sieht, wie sich seine Ehefrau streitet oder aufregt. Ab und an ein paar Gesten und das war es auch schon. Vor allem bei einem solch storylastigen Spiel, wie es Metro Exodus nun mal ist, lässt sich diese Entscheidung der Entwickler nicht nachvollziehen, denn dadurch wird der Spieler aus der wichtigen Immersion herausgeworfen.

Immerhin braucht sich 4A Games nicht vorwerfen zu lassen, dass sie sich keine Mühe machten. Es gibt viele Details, die davon zeugen, dass das Gegenteil der Fall war. Es existieren diverse Szenen, in denen darauf gewartet wird, dass Artyom eine Aktion macht, um die Handlung weiterzuführen. Bis das geschieht, wird geredet. Dabei ist interessant, dass die Dialoge sich nicht wiederholen, sondern logisch weiterentwickeln, ohne dass es forciert wirkt. Es wäre theoretisch möglich, lange innezuhalten und zu lauschen, worüber sich die Leute unterhalten.

Sneak to win!
Doch im Herzen ist Metro Exodus immer noch ein Shooter mit Stealth-Einlagen. Das ist besonders deshalb wichtig, weil die Schleichpassagen essentieller Bestandteil des Gameplays sind, denn das Game ist selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad knüppelhart, insbesondere dadurch bedingt, dass Munition äußerst knapp ist. Da ist jeder Feind, der ohne einen Schuss abzufeuern ausgeschaltet werden kann, ein Segen. Zusätzlich wird hierdurch das Ende beeinflusst. Werden die Gegner erledigt ohne sie zu töten, spielt das im Moralitätssystem eine gewichtige Rolle, was sich unter anderem dadurch bemerkbar macht, wie die Kameraden mit einem umgehen.

Was ebenfalls in diesem Game enthalten ist, ist ein Craftingsystem. Das ist fürs Weiterkommen essentiell, denn nur so lässt sich eine Waffe upgraden, Munition oder Healthpacks herstellen, Atemmasken reparieren oder gar Waffen reinigen. Denn die werden mit jedem Gebrauch schmutziger, was unter anderem dazu führen kann, dass sie in der Hitze des Gefechts auf einmal Ladehemmungen entwickeln.

Bitte warten, bitte warten, bitte warten, bitte warten, bitte...
Es dauert auch, bis das Game generell geladen hat. 4 Minuten vergehen, wenn es das erste Mal startet und teilweise bis zu eine Minute, bis ein normaler Speicherstand geladen ist. Es ist unklar, woran das liegt. Sicher ist nur, dass es nervt.

Grafisch sieht Metro Exodus im ersten Moment durchaus gut aus. Die postapokalyptische Welt wurde sehr schön designt und bietet jede Menge zu entdecken, wie zum Beispiel einen Tag- und Nachtwechsel, der sich sichtbar und spürbar auf die jeweilige Karte auswirkt. Doch dann fallen einem die Schwachstellen auf. Texturennachlader sind an der Tagesordnung und wiederholt kommt es zu grafischen Glitches, wie zum Beispiel, dass Objekte auf einmal in dem Körper eines NPCs stecken bleiben.

Musikalisch gibt sich das Spiel keine Blöße, nur bei der Synchro sollte aufgepasst werden. Zwar machen die Sprecher einen guten Job, doch für die Atmosphäre ist es am besten, wenn die Sprachausgabe auf Russisch gestellt wird.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen
Die Idee, das Spielgeschehen von Metro Exodus in die Außenwelt zu verlegen, ist gelungen. Die jeweiligen Karten können durch ihr Design und ihre Missionsvielfalt überzeugen. Die Welt des Games ist einfach kaputt, was glaubwürdig rübergebracht wird. Allerdings wirft einen das Schweigen von Artyom aus der Immersion heraus. Wieso er keinen Ton von sich gibt, wird nicht erklärt. Es ist gleichzeitig ein Widerspruch dazu, dass er in den viel zu lange ladenden Introsequenzen spricht. Grafisch sieht das Game sehr schön aus, wenn auch mit einigen Mängeln und in Sachen Akustik empfiehlt es sich, die Sprachausgabe auf Russisch umzustellen.


Metro Exodus - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots
















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.8125 Grafik: 7.00
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 7.25
Wertung: 7.8125
  • Unterschiedliche Karten
  • Abwechslungsreiches Missionsdesign
  • Faszinierende Welt
  • Das Schweigen von Artyom passt nicht zu der Story
  • Sehr lange Ladezeiten
  • Diverse grafische Bugs

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Rezension vom: 06.03.2019
Kategorie: Action
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