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WWE 2K20

Entwickler: Visual Concepts
Publisher: 2K Sports

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 69,00 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:

WWE_2K20_Logo

Dies ist die Geschichte von Red und Tre. Zwei Freunden, die es schafften, von Amateurringern an der High School, professionelle Wrestler zu werden. Sie durchlaufen eine außerordentliche Karriere, über NXT, das Mainroster von WWE, bis sie zu WWE Hall of Famern werden!



Meinung:

Ein Neuanfang?
Wenn ich ehrlich sein soll, interessierte ich mich lange Zeit nur am Rande für Wrestlingspiele, auch wenn mein Interesse fürs Wrestling an sich immer noch vorhanden ist. Ab und an holte ich mir ein Spiel, allerdings nicht jedes Jahr, denn genau wie andere Sportspiele vergingen bei den WWE-Games ebenfalls nie mehr als 12 Monate, in denen nicht mindestens ein neues Game herausgebracht wurde.

WWE 2K20 sollte und wollte es anders machen. Der langjährige Entwickler Yuke's wurde von Publisher 2K Sports durch Visual Concepts ersetzt, nachdem das Entwicklungsstudio seine Frustration über das ausdrückte, was sie mit der Reihe erreichten. Es wurde angedeutet, dass der Publisher daran wohl nicht ganz unschuldig war. Ein neuer Entwickler bedeutet natürlich auch die Chance von frischem Wind, einem visuellen und gameplaytechnischen Neuanfang. Die Gelegenheit, der angestaubten Reihe einen neuen Anstrich zu verpassen.

Ein Unfall, in jederlei Hinsicht
Was einem stattdessen präsentiert wurde, kommt einem Unfall gleich. Es gibt kaum einen Bereich, in dem das Spiel überzeugen kann. Stattdessen ist es mit Bugs, Glitches und jeder Menge Fehlern durchsetzt, die das Zocken und das Spielvergnügen massivst einschränken. Dabei gibt es durchaus Innovationen. So stehen zum ersten Mal die weiblichen Wrestler im Mittelpunkt des Geschehens. Im »Showcase«-Modus spielt man die Geschichte der Four Horsewomen Becky Lynch, Charlotte Flair, Sasha Banks und Bayley nach, wie sie sich von NXT bis hin zu Wrestlemania Headlinern hocharbeiteten. Im »My Carreer«-Modus steuert man hingegen die Geschicke der eingangs erwähnten Red und Tre. Man kann beide Figuren nach eigenem Gusto gestalten, wobei die Gestaltungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind, da viele zusätzliche Outfits und Moves hinter einer Paywall stecken. Entweder wird Echtgeld in Lootboxen gesteckt oder man spart In-Game-Währung zusammen und kauft sich damit das Gewünschte.

Mit mehr weniger hinter Geldschranken!
Beide Möglichkeiten sind allerdings nicht besonders spielspaßfördernd. Vor allem im Vergleich zu früheren WWE-Spielen wirkt dabei das Moveset drastisch zusammengekürzt. Klar, es lassen sich immer noch genügend verschiedene Wrestler nach Gusto erstellen, die einiges zeigen können. Aber wenn man es beispielsweise mit einem Day of Reckoning 2 vergleicht, ist es dennoch ein Unterschied wie Tag und Nacht, da man deutlich weniger Gestaltungsmöglichkeiten besitzt.

Auch die Story selbst hat ihre Schwächen. Klar, eine Geschichte in der Welt von Sports Entertainment muss jetzt nun nicht unbedingt nobelpreisverdächtig designt sein. Doch sogar für Wrestling-Verhältnisse ist der Storymodus von WWE 2K20 ein Reinfall. Zu keinem Zeitpunkt schafft er es, dass man mit den Spielfiguren warm wird. Red geht mit ihrem aggressiven Gehabe einem schnell auf die Nerven, während Tre ein Witzbold ist, ohne wirklich witzig zu sein.

Was einem allerdings endgültig den Spaß am Game verdirbt sind die ganzen Bugs und Glitches. Es vergeht im Prinzip kaum ein Match, in dem es nicht zu solchen Fehlern kommt. Am schlimmsten ist, wenn die Konsole, in diesem Fall eine Xbox One, beim Testen abschmiert. Viel zu häufig kommen auch Clippingfehler vor, bei denen Charaktere mitten im Move durch den Körper eines anderen glitchen oder wenn sich Gliedmaße unabhängig vom Körper bewegen. Oder wenn auf einmal das Gesicht nicht dargestellt wird. Oder, oder, oder... Zwar wurde versprochen, dass die gröbsten Fehler gepatcht werden, aber unterm Strich bleibt immer noch ein Game, das massiv fehlerbehaftet ist. Ein Patch wird da nicht ausreichen, da braucht es derer gleich mehrere.

Gesucht: Fortschritt!
Doch selbst, wenn man all dies ignoriert, ist am Ende auch noch die Grafik schlecht. Wenn man seinen Charakter auswählt, glotzt er auf diesselbe dämliche Art und Weise in die Gegend, wie seine Kollegen und Kolleginnen. Genauso, wie er exakt die gleiche Körperhaltung innehat. Allgemein wirkt die Grafik, als ob sie auf dem Niveau der PS2-Ära stehengeblieben wäre. Man beachte einfach nur die Animationen der Zuschauer, die stark limitiert sind, was übrigens ebenfalls für alle Animationen in den Cutscenens wirkt, die merkwürdig steif und unnatürlich wirken.

Auch die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig. Sehr viele Commands sind situationsbedingt, wobei man oft den Eindruck hat, dass die Inputs mit einem gewissen Delay wahrgenommen werden, was besonders tödlich ist, wenn man zum Beispiel einen gegnerischen Move zu kontern versucht.

Das Gameplay allgemein ist übrigens nicht so actionreich, wie das reale Vorbild. Im Prinzip bewegen sich die Figuren sehr langsam durch den Ring, bis eine Aktion ausgeführt wird, wonach es im Schneckentempo weitergeht. Es ist klar, dass die Entwickler von Visual Concepts einen simulationslastigen Ansatz probierten. Nur funktioniert dies bei Wrestlingspielen nicht. Wrestling ist Action und ein entsprechendes Gameplay benötigt es auch deshalb.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen WWE 2K20 ist kein gutes Spiel. Es hat diverse Macken, Glitches und Bugs und zwar mehr, als ihm gut tut. Im Prinzip lässt sich sagen, dass es besser gewesen wäre, wenn 2K Sports der Reihe ein Jahr Auszeit und mehr Zeit zum Drüberpolieren gegeben hätte, denn so ist das Game ein Totalflop.

WWE 2K20 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots










Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 3.1875 Grafik: 3.00
Sound: 5.00
Steuerung: 2.75
Gameplay: 2.00
Wertung: 3.1875
  • Showcase-Modus
  • My Career-Modus
  • Spielfiguren gehen einem auf die Nerven
  • Jede Menge Bugs und Glitches
  • Sehr vieles hinter Bezahlschranken versteckt
  • Grafik auf PS2-Niveau

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Rezension vom: 07.11.2019
Kategorie: Sport
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