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Mega Man 11

Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 23,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Inhalt:

Mega_Man_11_Logo

Dr. Wily ist mal wieder zurück. Erneut hat der Erzfeind von Mega Man und Dr. Light nichts Gutes vor, als er acht Roboter entführt. Er programmiert sie um, baut ihnen sein Double Gear-System ein und lässt sie auf die Menschheit los. Das einzige, was ihn aufhalten kann, ist ein kleiner, blauer Roboter.



Meinung:

Blau ist wieder in!
Er ist zurück: Mega Man! Der kleine, blaue Bomber, wie er von seinen Fans liebevoll genannt wird, erlebt mit Mega Man 11 nach langer Zeit ein neues Abenteuer, acht Jahre, nachdem sein letztes reguläres Spiel herauskam. Seitdem herrschte relative Funkstille. Die Figur hatte zwar noch diverse Gastauftritte unter anderem in der Marvel vs. Capcom- oder der Smash Bros.-Reihe. Doch ein eigener Titel schien so unwahrscheinlich, wie ein neues Castlevania-Game. Hinzu kam auch, dass Keiji Inafune, der Vater und jahrelange Hauptverantwortliche für neue Games des Charakters, schon vor langer Zeit Capcom verlassen hatte. 

Es existierte also eine gewisse Lücke. Keiji Inafune versuchte zwar persönlich, mit dem via Kickstarter finanzierten Mighty No. 9 diese zu schließen, aber über diesen Versuch legt man besser den Mantel des Schweigens. Umso überraschender war es dann, als Capcom letztes Jahr Mega Man 11 ankündigte.

Light gegen Wily
Zur Begründung, wieso es so lange dauerte, bis endlich ein neues Spiel angegangen wurde, gaben die Entwickler an, dass sie sich ursprünglich nicht an diese Arbeit heranwagten. Zu groß erschienen die Fußstapfen, die Inafune hinterließ. Doch am Ende wagten sie es trotzdem und entwickelten ein Game, das sich sowohl nahe an den typischen Merkmalen der Serie orientiert, aber gleichzeitig auch neues riskiert.

Wie üblich bei den Mega Man-Games ist die Story vernachlässigbar. Sie handelt davon, dass Dr. Wily sich an die Vergangenheit erinnert, in der er und Dr. Light gemeinsam die Roboter-Akademie besuchten. Die ansässigen Professoren entschieden sich eines Tages bei einer Projektpräsentation nicht für sein Vorhaben, sondern für das seines Rivalen. In der Jetztzeit gräbt Wily seine Idee wieder aus und baut es in acht gerobotnappte Roboter ein, natürlich gegen ihren Willen. Auch Mega Man kriegt das System implementiert, um eine Chance gegen Wilys Maschinen zu haben.

Kraft und Geschwindigkeit
Double Gear-System nennt sich Wilys Projekt. Es besteht aus zwei Elementen: Speed und Power. Wenn man ersteres aktiviert, verlangsamt sich das Gameplay enorm und nur Mega Man selbst bewegt sich mit halbwegs normaler Geschwindigkeit weiter. Letzteres verstärkt die Schusskraft der ausgewählten Waffe. Man kann beide allerdings nicht unendlich lange nutzen, da die Energieleiste irgendwann voll ist und sich nur langsam leert. Gerät man außerdem in große Not, dass man also kaum noch Lebensenergie hat, kann man kurzfristig beide Gear-Systeme gleichzeitig aktivieren, was allerdings ebenfalls auf Kosten der vorhandenen Energie geht.

Nicht nur Mega Man kann das Gear-System nutzen, auch bei den Bossen ist es implementiert. Wann immer man einen der Bossgegner um einen bestimmten Anteil der Lebensenergie runterhaut, wechselt er in eine zweite Phase, in der sein Angriff noch stärker wird. Block Man zum Beispiel verwandelt sich dann in ein großes Steinungetüm, dessen Schwachstelle zwar sichtbar, aber schwer beizukommen ist.

Acht Roboter sollt ihr sein
Doch abgesehen davon erfindet Capcom das Rad nicht wirklich neu. Die Grundformel ist unverändert: Man steuert Mega Man und knüpft sich nacheinander acht böse Roboter vor. Nach deren jeweiliger Niederlage kann man ihre Waffe übernehmen und nutzen, wodurch man, wenn man den zu der Waffe passend schwachen Boss findet, deutliche Vorteile hat. Auszuknobeln, wer gegen welche Schusswaffe schwach ist, macht mit einen Reiz der Mega Man-Reihe aus.

Ist man mit allen Bossen fertig, tauchen die Wily-Stages auf, die nochmal eine besondere Herausforderung darstellen, wobei da der Höhepunkt natürlich der erneute Kampf gegen die Standardbosse darstellt. Hat man das geschafft, geht es anschließend gegen Wily selbst.

Das Hochgefühl, wenn man wiederholt scheitert
Die Stages selbst sind herausfordernd gestaltet worden, sodass man selbst auf dem Standardschwierigkeitsgrad als Neuling oft ins Gras beißen wird. Da die Checkpoints manchmal extrem unfair verteilt sind, wird man ein Frustgefühl nicht unterdrücken können. Doch auch das ist Mega Man. Wenn es nicht bockschwer ist, fehlt einfach etwas.

Wie aus den früheren Mega Man-Teilen gewohnt, bewegt sich Mega Man flott und flexibel. Er kann hüpfen, rutschen und schießen. So manche Stage verlangt von dem Spieler, dass man all diese Fähigkeiten perfekt in Kombination mit den erlangten Bosswaffen und dem Double Gear-System einzusetzen weiß. Mal muss man sich unter Zeitdruck durch plötzlich auftauchende Blockwände arbeiten, ein anderes Mal verfolgt einen eine riesige Feuerwand. Jeder Level ist dabei hervorragend designt worden und bietet seine eigenen, unverwechselbaren Merkmale.

Ein halbes D mehr
Passend zur Wiedergeburt der Reihe beschloss Capcom Mega Man nicht mehr in der bekannten NES-Pixeloptik zu präsentieren, wie sie in den Teilen 9 und 10 vorhanden waren. Vielmehr wirkt die Grafik modern, in einer 2.5D Darstellung. Der Look gefällt und lässt das Spiel gut wirken, vor allem, weil die Optik zu keinem Zeitpunkt ins Ruckeln kommt, egal, wieviel auf dem Bildschirm los ist.

Auch die Musik ist gut geworden. Die einzelnen Stücke sind sehr schön komponiert und passen zur jeweiligen Stage. Interessant ist, dass die Zwischensequenzen des Spiels voll synchronisiert sind. Anders als bei Mighty No. 9 herrscht hier kein Fremdschäm-Faktor.


Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen Die Rückkehr des Blauen Bombers ist gelungen. Mega Man 11 knüpft an alte Glanzzeiten an, wobei es außerdem mit dem Double Gear-System und der modernen Grafik nicht Gefahr läuft, sich allzu sehr auf vergangene Zeiten zu beziehen. Kurz: Ein schönes Spiel, in das man gerne reinschauen kann.

Mega Man 11 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.50
Sound: 8.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.50
Wertung: 8.5
  • Mega Man ist zurück
  • Gear System eine erfrischende Neuerung
  • Klassisch bockschwer
  • Bis auf Gearsystem und Grafik keine weiteren Innovationen

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Rezension vom: 23.10.2018
Kategorie: Action
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