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Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals

Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 59,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4

Testsystem: Intel® Core™ i7-4700MQ Prozessor; Windows 8.1; NVIDIA® GeForce® GTX 780M DirectX® 11 Grafik, 16 GB Arbeitsspeicher

Anforderungen: Windows 7 SP1/8.1/10 64-bit // Intel Core i3-2105 / AMD A10-5800K // 8 GB RAM // NVIDIA GeForce GTX 750Ti / AMD Radeon RX 470 // DirectX: Version 11 // 32 GB verfügbarer Speicherplatz

Inhalt:
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Die kreativen Köpfe bei SquareEnix haben im Laufe der Jahre eine Reihe wirklich starker Franchises unter Ihrem Dach versammeln können. Die meisterverkaufte Reihe aus dem Hause ist Final Fantasy, das derzeit mit dem fünfzehnten Serienteil präsent ist. Erstaunlicherweise ist gleich auf Platz zwei - und in Asien sogar noch vor Final Fantasy - eine zweite Rollenspielreihe: Dragon Quest. Nur ein kleiner Teil der Spiele dieser Serie haben es bis nach Europa geschafft, daher kann es durchaus sein, dass manch einer noch nichts von Dragon Quest gehört hat, obwohl schon eine beeindruckende XI im Namen steht. Der letzte Teil war zudem ein MMORPG und das, obwohl Dragon Quest, verglichen mit Final Fantasy, eher traditionelle Pfade beschreitet. In Japan erschien Dragon Quest XI übrigens schon im Juli letzten Jahres.



Meinung:


Final Fantasy versuchte immer mal, etwas grundlegend anders zu machen und so findet man in den fünfzehn Serienablegern mal Fortsetzungen, mal separate Abenteuer, mal MMORPGs und mal rundenbasierte Kämpfe, doch hin und wieder auch Echtzeitauseinandersetzungen. Das kann klappen, kann aber auch ganz in die falsche Richtung laufen, wenn unter den Fans zu viele Traditionalisten des Genres sind. Genau für die ist Dragon Quest eine Konstante. Hier spielt man den stummen Helden, lernt seine Gang kennen, rettet die Welt und das Ganze rundenbasiert. Ein traditionelles JRPG eben.

Neueinsteiger seien zumindest in einer Hinsicht gewarnt: Die Gegner und mitunter auch die Spielfiguren muten für westliche Gemüter immer wieder etwas kindlich oder plump an, sind jedoch als Stil- und in der Spielreihe auch Spielelement zu werten. Statt Ratten sind die Rollenspielstandardgegner in Dragon Quest eben Schleimetten, die wie herzallerliebste, hüpfende Hustendrops aussehen und alles andere als bedrohlich wirken.

Es gilt, die Welt zu retten
Als Spieler schlüpfen wir in die Rolle des Lichtbringers, der keinen geringeren Auftrag hat, als die Welt zu retten. Natürlich bringt unser Alter-Ego bereits eine bewegte Vergangenheit mit sich. Die Mutter (von besonderer Geburt, so viel sei hier verraten) der Spielfigur musste den zukünftigen Lichtbringer aussetzen und dieser wuchs in dem schönen Dorf Kieslingen irgendwo im Nirgendwo auf. Doch bei einem Initiationsritus wird klar, dass er kein gewöhnlicher junger Mann ist und so beginnt die Geschichte eines Helden. Der Held selbst bleibt leider im Verlauf der Geschichte stumm, was ich persönlich schade finde, da die Identifikation mit der Spielfigur so schwerer fällt.

In puncto Atmosphäre macht Dragon Quest XI allerdings ansonsten sehr viel richtig. Die Gegner sind vielfältig, die Mitstreiter unterschiedlich und „charakteristisch“ und die Spielwelt sieht wunderschön aus. SquareEnix zeigt sich bei den gerenderten Zwischensequenzen von ihrer besten Seite, die schlichtweg filmreif sind. Alleine das Intro nach dem Hauptmenü verdient einen Prozentaufschlag auf die Gesamtwertung.

Open World mit Grenzen?
Wenn wir ein Haus betreten oder in eine weitere Schlucht einbiegen, müssen wir in aller Regel nicht einmal warten. Nur größere Abschnitte sind voneinander durch kurze Ladebildschirme getrennt, wobei die Ladezeit sich absolut im Rahmen hält. Innerhalb der Abschnitte suggeriert die Optik zwar eine offene Spielwelt, aber so richtig bleibt das Gefühl nicht bestehen, da man über so manch offensichtlich niedriges Hindernis nicht drüberspringen, unter Wäscheleinen nicht hindurchgehen oder eine allzu augenfällige Abkürzung eben nicht benutzen kann, wenn es nicht vorgesehen ist. Das stört den Spielfluss nicht dramatisch, ist aber ein weiterer Punkt Abzug in Sachen Immersion.

Nichtsdestotrotz gibt es jede Menge zu entdecken. Hinter jedem zweiten Baum scheint etwas zu glitzern und von Aussichtspunkten erahnt man immer wieder rot funkelnde Truhen, zu denen es doch irgendeinen Weg geben muss. In Bücherregalen leuchten uns rote Folianten an, die gelesen werden wollen, um neue Rezepte für die Schmiede zu lernen und zahlreiche NPCs wünschen sich, dass man ihnen bei großen und kleinen Sorgen zur Seite steht. Da wir den Lichtbringer verkörpern, strecken wir die 80 Stunden Spielzeit der Hauptgeschichte gerne noch etwas.

Was lange währt
Zu Beginn braucht es ein wenig Durchhaltevermögen, denn zunächst gilt es, die Welt und die Spielmechaniken kennenzulernen. So dauert es eine geraume Weile, bis man herausfindet, dass der erste Reisegefährte eine tragbare Schmiede bei sich trägt, an der man mit einem amüsanten Minispiel nützliche Items herstellen und bereits geschmiedete verbessern kann. Ein Teil des bis dahin unnötigen Loots ergibt plötzlich Sinn. Ebenso findet man nach einigen Spielstunden heraus, dass manche Gegner nach erfolgreich absolvierten Kämpfen temporär als fahrbarer Untersatz benutzt werden dürfen. Zur Not greift man auf das häufig verfügbare Pferd zurück und im Laufe des Spiels finden sich noch andere Möglichkeiten, um die zugegeben große Spielwelt zu bereisen.

Apropos Dinge, die ihre Zeit brauchen: Die Charakterentwicklung erfolgt über eine Art Spielbrett, auf dem für jede Figur Punkte investiert werden, wahlweise in einen der Fähigkeitenbäume, die den Klassen des Kampfgefährten entsprechen (Dolche, Hinterlist, Lichtbringer-Fähigkeiten, Bihänder und so weiter). Wenn man sich auf dem Brett in eine bestimmte Richtung entwickelt, schaltet man den Blick auf bis dahin geheim gehaltene Fähigkeiten frei, die als Ansporn zum weiterleveln dienen.

Quer durch den angloamerikanischen Sprachraum...
...führen die verschiedensten Dialekte der durchweg sehr fähigen Synchronsprecher in der englischen Sprachausgabe. Alle Texte sind zwar auch ins Deutsche übersetzt, aber die Vertonung ist nur auf Englisch verfügbar. „Nur“ ist eigentlich nicht ganz richtig, denn sie ist richtig gut und ein Novum gegenüber den Vorgängern und der japanischen Originalversion. Die musikalischer Untermalung des Spiels ist mitunter hingegen etwas eintönig geraten, hier haben Rollenspiele wie Final Fantasy die Messlatte hoch gelegt.

Beinharte Kämpfe...
...sucht man im Spiel vergebens. Die Gegner fallen mannigfaltig aus und die Steuerung im Kampf geht einfach von der Hand, dennoch kommt hin und wieder etwas Monotonie auf, da die Gegner nicht wirklich fordern. Wahlweise kann ich auch völlig die KI für mich kämpfen lassen und für die Kämpfer nur grundlegende Strategien festlegen (ausgewogen, Magiepunkte sparend, heilend und so weiter). Das funktioniert gut und wird durch Koop-Fähigkeiten ergänzt, die erfordern, dass eine oder mehrere der beteiligten Figuren „gestärkt“ sind. Dann kann man im Angriffsmenü eine besondere Fähigkeit auswählen, bei der im Teamwork extra viel Schaden ausgeteilt wird. Der Status „gestärkt“ wird dabei recht zufällig erreicht.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters David Weigel

Wenn man sich nicht an der teilweise kindlich anmutenden Anime-Optik stört, sondern in die epische Geschichte und die wunderschön gestalteten Welten eintauchen und rundenbasiertes Rollenspiel in klassischster Form genießen möchte, dann ist Dragon Quest XI ein echter Leckerbissen, der weit über 100 Stunden Spielzeit zu bieten hat.



Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
David Weigel

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8 Grafik: 8.50
Sound: 7.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 8.50
Wertung: 8
  • Klassische JRPG-Kost
  • Eine laaange Spielzeit und viel zu entdecken
  • Märchenhafte Geschichte
  • Schöne Landschaften und tolle Zwischensequenzen
  • Sehr gute englische Sprachausgabe
  • Held bleibt etwas blass (u.a. keine Sprachausgabe)
  • "Offene" Welt mitunter plump gesperrt (man springt gegen Wand)
  • Kämpfe wenig herausfordernd
  • Musik nach einer Weile etwas "leiernd"

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Rezension vom: 18.09.2018
Kategorie: Rollenspiele
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