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Go Vacation

Entwickler: Bandai Games
Publisher: Nintendo

Genre: Casualgames
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 44,99 €

Systeme: Switch

Inhalt:
go_vacation_logo

Remakes sind heutzutage sicherlich nichts Besonderes mehr. Meist werden aber alte Spieleperlen, wie etwa Skyrim, The Last of Us oder ganz aktuell Yakuza aufgehübscht. Auch Nintendo hat natürlich schon einige ihrer Spiele in schönerer Optik für die Switch veröffentlicht, doch auch hier handelte es sich meist um Fan- und Kritikerlieblinge wie Zelda oder das erst kürzlich erschienene Captain Toad: Treasure Tracker. Umso überraschender war es, als der japanische Konzern ein Remake von Go Vacation für die Switch ankündigte. Schließlich gehörte die Minispielesammlung schon bei ihrem ersten Release 2011 nicht gerade zu den Toptiteln. Da aber gerade Nintendo immer wieder für echte Überraschungen gut ist, haben wir uns die Neuauflage dennoch einmal genauer anschaut und sagen euch, ob es diesmal eventuell doch zum Must Have für alle Switch-Besitzer geworden ist.

Meinung:

Was war Go Vaction gleich nochmal?
Für alle, die Go Vacation nach sieben Jahren nicht mehr so auf dem Schirm haben, möchte ich hier, nicht wie sonst bei Remakes gerne üblich, mit den Verbesserungen gegenüber der Originalversion anfangen, sondern das Spiel selbst noch einmal in Erinnerung rufen.
Wie in der Einleitung schon erwähnt, handelt es sich bei Go Vacation um eine Minispielsammlung, deren einzelne Spiele in vier Resorts vorzufinden sind, die sich wiederum auf einer großen Insel namens Kawaii befinden. Jedes der vier Resorts ist dabei einem Thema gewidmet. Den Anfang macht das Kawaii Marine Resort, das jede Menge Meer und Strand bietet. Im Kawaii Ciry Resort erwartet uns hingegen ein urbanes Setting, während wir uns wenig später im Kawaii Snow Resort im weißen Pulverschnee wiederfinden. Das vierte und letzte Resort, das Kawaii Mountain Resort, ist hingegen in einem ländlichen Gebiet mit vielen Bergen angesiedelt. Was alle Resorts vereint, sind die NPCs im Mii-Design, die dort in Scharen herumwuseln. Natürlich kann man diese auch ansprechen, um mit ihnen ein wenig sinnlosen Smalltalk zu betreiben, sich ein paar Tipps einzuholen oder Aktivitäten zu starten. Neben NPCs trifft man auf der Insel auch auf verschiedenste Tiere, wie etwa Hunde, Schildkröten oder Elefanten. Diese sind dabei nicht nur dafür da um ein bisschen mehr Insel-Feeling zu erzeugen, sondern sind auch Teil einer von mehreren Nebenaktivitäten. In diesem Fall gilt es die Tiere zu fotografieren. Es gibt aber etwa auch Schatztruhen, die man ausfindig machen muss oder eine Villa, die man ausbauen und mit unzähligen Dekogegenständen ausstatten kann. Die Dekogegenstände erhält man, genau wie unterschiedliche Klamotten, die man seinem Avatar überstreifen kann, im Laufe des Spiels durch Stempel, die man wiederum durch das Spielen von Minispielen erhält. All dies wird in einer comicartigen Spielwelt präsentiert. Allzu viele Details darf man dabei allerdings nicht erwarten. Im Grunde wird hier nämlich einfach nur die alte Wii-Optik in 1080p dargestellt, was im direkten Vergleich zwar durchaus erkennbar ist, aber für heutige Verhältnisse eben niemanden vom Hocker reißt.

Alleine lahm – gemeinsam spaßig
Kommen wir nun aber zum wichtigsten, den Minispielen. Denn wenn uns Nintendo in den letzten Jahren eines gezeigt hat, dann dass unterhaltsame Spiele nicht immer eine High-End-Grafik benötigen. Die Zahl, die Go Vacation zu bieten hat, lässt auf jeden Fall schon mal auf viel Spaß hoffen, schließlich sind mehr als 50 Minispiele enthalten. Natürlich sind diese thematisch auf die vier Resorts aufgeteilt, sodass wir im Strandresort vor allem wasseraffinen Aktivitäten wie Jetski, Beach Volleyball oder Schwimmen nachgehen. Im Schneeresort können wir hingegen ganz winterlich mit dem Snowboard die Piste runterrasen, mit dem Schneemobil Rennen fahren oder eine Schneeballschlacht austragen. Das Stadtresort ist wiederum auf Extrem- und Freizeitsport ausgelegt, weshalb man hier auch waghalsige Skateboard-Tricks zeigen, sich im Air Hockey versuchen und mit Inlineskates herumdüsen kann. Im Mountain Resort liegt der Fokus wiederum auf Outdoor-Aktivitäten wie etwa Pferde- und Geländewagen-Rennen, Rafting oder Kajakfahren – um nur mal einen groben Überblick über die Möglichkeiten zu geben. So schön abwechslungsreich das alles auch ist, leider mangelt es jedem einzelnen Spiel an einer echten Herausforderung. Für jüngere und Gelegenheitsspieler, für die das Spiel natürlich auch gemacht ist, mögen die einfachen KI-Gegner und die simple Steuerung genau das richtige sein. Alle, die etwas öfters ein Gamepad in die Hand nehmen, werden sich aber mit der Zwei- oder höchstens Drei-Tasten-Steuerung, die jedes Minispiel benötigt, schnell massiv unterfordert fühlen. Es sei denn, man spielt Go Vacation mit Freunden oder Familie, denn auch wenn dies ausschließlich per Splitscreen-Modus möglich ist, vergisst man die einfache Steuerung im direkten Duell sofort und erfreut sich am Spaß, den man hier hat. Im direkten Mann-gegen-Mann-Duell macht Go Vacation trotz aller Widrigkeiten nämlich wirklich eine Menge Spaß – ich nenne das gerne das Wii Sports-Phänomen, denn auch dort entwickelte sich der Spielspaß erst, wenn man im direkten Duell mit anderen antrat.

Steuerungsprobleme
Woran aber auch der Multiplayer-Spaß nichts ändert, ist die Tatsache, dass die Steuerung nicht immer ganz optimal funktioniert. Egal für welche Steuerungsvariante, die einem die Switch und das Spiel anbieten, man sich entscheidet, die Bewegung des eigenen Charakters wirkt immer ein wenig hakelig, was sich natürlich vor allem in Spielen negativ bemerkbar macht, in denen eine präzise Steuerung von Nöten ist. Zudem ist es in der Praxis so, dass man, egal ob man sich nun für die klassische Controllervariante via Knöpfen oder für die Variante per Bewegungssteuerung entschieden hat, man doch immer wieder auch die andere Variante benötigt. Besonders umständlich ist das natürlich, wenn man die Switch als Handheld irgendwo hin mitnimmt und dann das gesamte Tablet schwenken muss.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Alleine macht Go Vacation aufgrund der viel zu einfachen KI-Gegner kaum bis gar keinen Spaß. Wenn man gemeinsam mit Freunden oder der Familie zockt, sieht das aber schon ganz anders aus. Dann machen die ansonsten so lahmen Minispiele plötzlich Spaß und selbst die altbackene Grafik und die Steuerungsprobleme stören einen dann nicht mehr. Wer gerne mit anderen gemeinsam spielt, sollte sich Go Vacation also auf jeden Fall einmal anschauen.

Go Vacation - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.5 Grafik: 6.00
Sound: 6.50
Steuerung: 6.50
Gameplay: 7.00
Wertung: 6.5
  • Über 50 Minispiele
  • Vier unterschiedliche Resorts
  • Nebenaktivitäten
  • Gemeinsam macht es sehr viel Spaß
  • Trotz 1080p Aufhübschung altbackene Grafik
  • Steuerungsprobleme
  • Alleine echt lahm

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Rezension vom: 15.08.2018
Kategorie: Casualgames
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