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Yakuza 6: The Song of Life

Entwickler: Sega
Publisher: Koch Media

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60 €

Systeme: PlayStation 4

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
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Kiryu Kazuma, legendärer Yakuza, der wegen des Drachentattoos auf seinem Rücken als Drache von Dojima bezeichnet wird, ist endlich auch hierzulande zurück. Nachdem Teil 5 bereits 2012 in Japan auf der PS3 erschien und erst 2015 den Sprung auf westliche Systeme schaffte und auch das Prequel Yakuza 0 erst mit zwei Jahren Verspätung bei uns herausgebracht wurde, können wir uns nun knappe anderthalb Jahre nach Japan-Release auch in Teil 6 mit dem wunderschönen Untertitel The Song of Life stürzen.

Meinung:


Kiryu-san hat sich vom Leben der Yakuza abgewandt und büßt für seine Taten. Er hat sich der Polizei gestellt und sitzt nun seine Jahre im Gefängnis ab, während seine Ziehtochter Haruka das Idol-Dasein aufgegeben hat und sich um Kiryus Waisenkinder kümmert. Doch die Presse lässt nicht locker, seit Haruka sich zu ihrer Yakuza-Verbindung bekannt hat, sodass sie zum Schutz der Kinder untertaucht. Als Kiryu drei Jahre später aus dem Knast entlassen wird, ist Haruka nicht aufzufinden, doch ihre Spur führt zurück nach Kamurocho, Kiryus altem Revier. Schnell macht er sie auch ausfindig, doch leider wird sie in einen Autounfall verwickelt und liegt fortan im Koma. Zu allem Überfluss scheint sie auch noch einen kleinen Sohn namens Haruto zu haben, um den Kiryu sich nun kümmern muss. Nebenbei tobt außerdem ein Mafiakrieg, in den nicht nur die Yakuza-Familien sondern auch die Chinesen und Koreaner verwickelt sind.

Das Ende einer Legende
Yakuza 6 versteht sich als Abschluss von Kiryus Saga, weswegen es von Vorteil ist, die vorherigen Teile gespielt zu haben. Wer nicht die Zeit und Muse verspürt, sich erst durch Yakuza 0, Kiwami 1&2 und dann womöglich auf PS Now durch den Rest zu spielen, wird allerdings nicht im Regen stehen gelassen. Die Story von Teil 1 bis 5 gibt es in Textform im Hauptmenü nachzulesen. Wer Kiryus bisherige Lebensgeschichte aber selbst gespielt hat, kann natürlich mehr aus der Geschichte ziehen, denn nicht nur die großen Handlungsstränge laufen hier zusammen. Immer wieder gibt es Anspielungen und auch inhaltliche Fortsetzungen zu kleineren Sidequests aus anderen Teilen. Die emotionale Thematik über Familie und Verantwortung zieht sich durch das gesamte Spiel und ist meisterhaft mit allen Handlungssträngen verwoben.

Weniger ist mehr
Die Yakuza-Reihe ist Open World, beschränkt sich dabei aber immer auf ein eher kleineres, intimeres Gebiet. Hauptfokus der Serie ist dabei der Tokyo-Stadtteil Kamurocho, der dem realen Rotlichtbezirk Kabukicho nachempfunden ist. Kamurocho ist dabei auch Teil der Familie, in dem man sich schnell heimisch fühlt und dessen Wandel durch die Zeiten der Reihe spannend mitzuverfolgen ist. Neben dem neonbeleuchteten Freudenviertel verschlägt es Kiryu dieses Mal außerdem nach Onomichi, eine kleine Hafenstadt, in der mehr Yakuzageschäfte vorgehen, als es zunächst den Anschein hat. In beiden Bereichen gibt es eine überschaubare Menge an Nebentätigkeiten, in denen man sich verlieren kann. In Kamurocho kann man den Freuden des Glücksspiels in Form von Mahjong, sexy Live Chats und Hostessen Clubs nachgehen, während Onomichi ein wenig gesetztere Aktivitäten wie eine kleine Baseball Liga, freundliche Kneipengespräche und einen Tempel bietet. Die Story verläuft in einem angenehmen Tempo, aber durch die Nebenbeschäftigungen kann man sich immer ein wenig Abwechslung verschaffen.

Clan Kiryu
Auf eine Nebenmission wird besonders viel Augenmerk gelegt: den Clan Creator. Im Verlauf der Geschichte gründet Kiryu seine eigene Street Gang, mit der er gegen andere Clans antreten kann. Neue Mitglieder können auf der Straße oder durch Missionen rekrutiert werden. Das Clangefüge besteht aus verschiedenen Generälen, aus denen sich ein Einsatzteam zusammensetzt. Der Straßenkampf läuft anschließend in RTS-Manier ab. Kiryu wählt aus seinen Einheiten aus und entsendet sie. Generäle kosten mehr Ressourcen, sind aber stärker und verfügen jeweils über ein Special, das von einem Ressourcen-Boost über erhöhte Verteidigung bis hin zu besonders starken Angriffen reichen kann. Das Ziel ist in der Regel, die anderen Generäle oder einfach alle Gegner zu besiegen. Mit der Zeit kann der Clan wachsen und man kann mehr Generäle in der Clanstruktur einsetzen, wodurch die Generäle des Einsatzteams verstärkt werden. Auch gibt es einen Onlinemodus, in dem man gegen die Teams anderer Spieler antreten und Daily Missions und besondere Events angehen kann. Der bisher einzige DLC zu Yakuza 6 besteht aus Charakteren für den Clan Creator, wer aber einen beschleunigten Start hinlegen möchte, kann im Internet problemlos ein paar Promocodes für starke Charaktere finden.

Filmepos
Für das Finale hat man sich nicht lumpen lassen und für die wichtigen Charaktere eine Reihe bekannter japanischer Schauspieler engagiert. Dank der hervorragenden Grafik kann man auch jeden direkt erkennen, sei es nun Beat Takeshi als Familienoberhaupt oder Fujiwara Tatsuya als einer seiner Generäle. Vor allem in Storysequenzen können die Animationen filmreif überzeugen. Allerdings muss man zugeben, dass, wie auch in vorherigen Teilen, eine solche Detailverliebtheit leider nicht in den Animationen von Nebenmissionen Anwendung findet und diese dort ein wenig hölzern wirken. Die Sprachausgabe ist komplett auf Japanisch mit einer soliden Übersetzung, wodurch die kulturellen Besonderheiten nicht nur Japans sondern auch der gesamten Yakuza-Subkultur am besten transportiert werden können. Während Ladebildschirmen gibt es überdies kleine Erklärungen zur japanischen Kultur, die durchaus hilfreich sein können. Vor allem tonal kann auch der sechste Teil der Reihe wieder überzeugen. Die Yakuza-Reihe wanderte schon immer den schmalen Grat zwischen Ernst und Over the top. Die Story wird dabei sehr ernst durchgezogen und kann hin und wieder in ausladende Actionszenen ausarten, während vor allem in den Nebenmissionen eine humorvolle Seite gezeigt wird, die Neuankömmlinge Kiryu vermutlich nicht zutrauen.

Streamlining
Das Gameplay ist in Yakuza 6 wesentlich gestraffter als in seinen Vorgängern. Während Kiryu früher noch zwischen verschiedenen Kampfstilen wechseln konnte, gibt es nun nur noch einen Stil, der aber alle Vorteile der früheren Stile verkörpert. Kiryu verfügt über eine Vielzahl an Komboangriffen und kann die Waffen der Gegner sowie Gegenstände aus der Umgebung wie Schilder, Blumentöpfe, Fahrräder oder auch ganze Sitzmöbel für seine Zwecke verwenden. Jede Aktion bringt ihm dabei verschiedene Arten von Erfahrungspunkten, mit denen sich seine Grundmerkmale verbessern sowie diverse Skills freischalten lassen. Nicht alle Skills sind dabei für den Kampf gedacht, denn auch viele Fähigkeiten für Minispiele oder das allgemeine Gameplay wollen erlernt werden. Wer sich in Nebenmissionen verliert, wird schnell genug Erfahrung ansammeln, um zu einer wahren Kampfmaschine zu werden und vor allem durch den Gebrauch der Umgebung sind die meisten Kämpfe einfach zu bewältigen. Wer eine Herausforderung sucht, sollte also direkt auf einem höheren Schwierigkeitsgrad anfangen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Yakuza 6 bildet den grandiosen, geradezu perfekten Abschluss für Kiryu Kazumas Storyline und sorgt am Ende dafür, dass man direkt weitermachen will. Das Gameplay ist konzentrierter, es gibt weniger aber interessantere Nebenaufgaben und die Geschichte sorgt mit ihrer filmischen Umsetzung und einer hervorragenden Besetzung für emotionale Höhepunkte. Die gesamte Atmosphäre von Yakuza 6 sorgt permanent für Spannung und Spaß und der Einblick in diese japanische Subkultur ist durchgehend interessant und aufregend. Fans des Drachen von Dojima werden sich das Finale auf keinen Fall entgehen lassen, aber auch andere Interessierte können einen guten Einstieg finden und werden anschließend garantiert den Rest der Geschichte spielen wollen.

Yakuza 6: The Song of Life - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9 Grafik: 8.50
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 9
  • Würdiger Abschluss von Kiryus Saga
  • Einzigartige Atmosphäre
  • Kultureller Einblick
  • Animationen außerhalb der Hauptstory etwas hölzern

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Rezension vom: 24.04.2018
Kategorie: Action
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