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A Way Out

Entwickler: Sonic Team
Publisher: Electronic Arts

Genre: Action
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 30 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
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Als Starbreeze Studios in 2013 Brothers - A Tale of two Sons herausbrachte, mussten zwei Figuren von einem Spieler gleichzeitig gesteuert werden, um eine emotionale Geschichte über Familie, Freundschaft und Abenteuer zu erleben. Ein Großteil der Entwickler hat sich anschließend als Hazelight Studios selbständig gemacht und bringt uns mit A Way Out ein reines 2 Player-CoOp-Spiel, in dem wir eine emotionale Geschichte über Familie, Freundschaft und Abenteuer erleben. Vorher müssen wir nur aus dem Knast ausbrechen.

Meinung:


Leo Caruso und Vincent Moretti sind frische Zellennachbarn, die sich schnell über die Tatsache miteinander anfreunden, dass sie beide hinter Gangsterboss Harvey her sind. Als sich die Möglichkeit ergibt, fassen die beiden Knastis den Plan, auszubrechen, Harvey aufzuspüren und sich an ihm zu rächen. Während sie auf den Fahndungslisten der örtlichen Polizei ganz oben stehen, müssen sie nicht nur dem Gesetz entkommen und Harveys Spur folgen, sondern auch ihre privaten Probleme in den Griff bekommen.

Together or not at all
A Way Out lässt sich nur zu zweit, wahlweise online oder auf der Couch, spielen, wobei in beiden Fällen die Spieler immer den kompletten Splitscreen zu sehen bekommen. Dennoch ist der Couch-Multiplayer vorzuziehen, da das Spiel auch stark von der Interaktion der Spieler vor dem Bildschirm lebt. Das Spiel nimmt sich und seine Figuren zwar sehr ernst, was es auch muss, um diese Geschichte zu erzählen, aber dennoch ist es prädestiniert dazu, dabei ein wenig herumzualbern. Zu Spielbeginn wählt also jeder Spieler seine Figur, wobei Leo der hitzköpfigere Draufgänger ist, während Vincent in der Regel versucht, einen kühlen Kopf zu bewahren. Daher bekommen beide auch immer wieder unterschiedliche Reaktionen von ihrer Umgebung und schlagen ab und zu verschiedene Lösungswege für ein Problem vor. Leider spielen sich Leo und Vincent aber die meiste Zeit über sehr ähnlich. Obwohl Vincent beispielsweise besonnener agiert, kann er keine Informationen durch Unterhaltungen erhalten, die Leo nicht auch bekommen könnte. So sind die einzelnen Lösungswege strikt vorgegeben und die auf der E3 versprochenen Freiheiten wurden leider nicht geliefert.

Reaktionismus
Die Geschichte liegt ganz klar im Fokus des Spiels und so ist das Gameplay eher rudimentär. Leo und Vincent können sich innerhalb ihres aktuellen Gebiets frei bewegen und mit der Umgebung interagieren. Das beinhaltet oftmals mit anderen Personen zu reden, Gegenstände aufzusammeln oder kleine Minispiele zu spielen. Kommt es zu Actionsequenzen, laufen diese meist in Qick Time Events ab, bei denen ein Fehler auch gerne mal direkt den Tod bedeutet. In der Regel fängt die Sequenz aber kurz vor dem Ableben wieder erneut an, ohne dass es weitere Probleme gibt. Es gibt immer wieder Abwechslung, ob man nun etwas sucht, herumschleicht oder an einer wilden Verfolgungsjagd teilnimmt. Lediglich kurz vor Schluss wirft das Gameplay den sonst so betonten Realismus über Bord und konvertiert das Spiel in einen deckungsbasierten Shooter, in dem man Horden von Gegnern abballern muss. Das will nicht so ganz ins Gesamtkonzept passen, wird aber durch das hervorragende Ende wieder ausgebügelt.

Wiederspielbarkeit
Ein klarer Minuspunkt bei einer so starken Fokussierung auf die Story ist verständlicherweise die Wiederspielbarkeit. Hat man das Spiel einmal beendet, gibt es kaum einen Grund, noch einmal durch die Geschichte zu gehen. Natürlich kann man die Figuren tauschen, aber alle Twists und Überraschungen sind bereits bekannt und es gibt nur eine Handvoll Gelegenheiten, in denen man die Möglichkeit hat, einen wirklich anderen Weg zu gehen. Es gibt allerdings einen Satz mitunter ganz amüsanter Aktionen, für die man Trophäen erhält, die man in einem normalen Durchgang nicht unbedingt zu sehen bekommt. Dafür kann sich ein zweiter Durchlauf mit einem Guide durchaus lohnen. Abseits davon gibt es aber keine Secrets oder freischaltbaren Boni zu finden, die einen erneuten Ausbruch rechtfertigen würden.

Die Bestrafung der Besonderheit
Wenn ein Entwickler etwas besonderes wagt, bringt das zwar oftmals die Gunst der Kritiker ein, aber ein finanzieller Erfolg bleibt ihm häufig verwehrt. A Way Out wird es schwer haben, einen ordentlichen Profit abzuwerfen. Das fängt bei dem Thema "Wiederspielbarkeit" an, die für einen verstärkten Gebrauchtmarkt sorgt und wird nicht gerade durch den geringen Preis gefördert. Klar, für die Spieler selbst ist es eine Freude, wenn ein Titel günstig erhältlich ist, aber ein Vermögen lässt sich so kaum erwirtschaften. Das Spiel kostet 30€ und nur jeder zweite Spieler muss sich eine Version kaufen. Auf der Couch kann der zweite Spieler sowieso kostenlos mitspielen, aber auch für den Onlinemodus gibt es eine kostenlose Version zum Herunterladen, mit der man sich mit einem Kumpel vernetzen kann, der das Spiel gekauft hat. Somit kostet das Spiel praktisch 15€ pro Spieler, was auch bei der knappen Dauer der Kampagne durchaus in Ordnung ist. Nach all den schlechten Nachrichten muss man Electronic Arts hier auch mal applaudieren, dass sie dieses Projekt überhaupt möglich gemacht haben und dass alle Einnahmen direkt an die Entwickler gehen. Ich hoffe, dass die Spielergemeinschaft ein einzigartiges Erlebnis würdigen kann und A Way Out nicht in die Annalen der gefeierten Verkaufsflops eingeht.

Technik
Der Grafikstil hält sich zwar nicht an puren Realismus, ist aber auch nicht als "cartoony" zu bezeichnen. Die Umgebungen sind schön detailliert und bieten wundervolle Lichteffekte, die besonders gut zur Geltung kommen, wenn man in der Dunkelheit versucht, den Taschenlampen seiner Jäger zu entkommen. Die Figuren selbst sind recht stilisiert, aber dennoch markant einzigartig. Es lässt sich schwer beschreiben, aber zum Glück gibt es ja Screenshots und Videos. Die Schauspieler liefern nicht nur beim Motion Capturing sondern auch stimmlich eine Glanzleistung ab, sodass Leo und Vincent in allen Belangen ihre eigenen Persönlichkeiten darstellen und entfalten können. Die Animationen der Figuren sind die meiste Zeit über verblüffend und wirken lediglich in den Shooter-Passagen ein wenig hölzern. Die Steuerung ist sehr simpel gehalten und beschränkt sich auf die immer gleichen Knöpfe. Lediglich in einer Szene, in der man in einem Boot durch Stromschnellen navigieren muss, wirkte sie extrem fummelig und kontraproduktiv.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Wer auf Spiele mit einem starken Fokus auf Story und das Setting des 70s-Crime Drama steht, sollte sich A Way Out auf keinen Fall entgehen lassen. Natürlich muss man jemanden haben, mit dem man das Spiel zusammen durchspielen kann, was aber aufgrund der geringen Dauer problemlos an zwei Abenden möglich ist. Wer sich - besonders im Couch-CoOp - auf dieses Geschichte einlässt, bekommt ein manchmal spannendes, manchmal dramatisches, manchmal lustiges und immer unterhaltsames Erlebnis präsentiert, das so nur selten erreicht wird. Der Preis, den sich beide Spieler teilen können, ist absolut fair und ein solch ambitioniertes und frisches Projekt zu unterstützen, sollte im Interesse aller Gamer sein. Unbedingt kaufen!

A Way Out - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots














Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.125 Grafik: 9.00
Sound: 9.50
Steuerung: 8.50
Gameplay: 9.50
Wertung: 9.125
  • Spannende Story
  • Interessante Charaktere
  • Schicke Grafik
  • Toller Sound
  • Einzigartiges Erlebnis
  • Unpassende Shooter-Sequenz

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Rezension vom: 05.04.2018
Kategorie: Action
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Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: 1 (1 Stimme)
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