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The Seven Deadly Sins: Knights of Britannia

Entwickler: Bandai Namco
Publisher: Bandai Namco

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 64,99 €

Systeme: PlayStation 4

Inhalt:

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Der rechtmäßige König des Königreichs von Lioness wurde von den Holy Knights gestürzt und gefangen genommen. Die dritte Prinzessin Elisabeth konnte allerdings entkommen und machte sich auf die Suche nach Hilfe. Ihre einzige Hilfe sind die sagenumwobenen Seven Deadly Sins. Ausgerechnet in einer kleinen Kneipe stößt sie auf den ersten Vertreter dieser Gruppe, einem scheinbar minderjährigen Knirps, der jedoch über ungeahnte Kräfte verfügt.



Meinung:

Ein Spiel feiert sein Debüt
Videospieladaptionen zu bekannten Shonen-Manga sind schon längst Gang und Gäbe. Die Faustregel lautet, dass je berühmter ein solcher ist, desto mehr Videospiele gibt es. Dann ist es umso wahrscheinlicher, dass es einige von diesen schaffen, ebenso in anderen Ländern herauszukommen. Man denke nur an die unzähligen One Piece-, Naruto- oder auch Dragon Ball Z-Spiele, die noch dazu in den verschiedensten Genres erscheinen.

The Seven Deadly Sins ist ein ebenfalls populärer Shonen-Manga. Die von Nabaka Suzuki geschrieben und gezeichnete Reihe erscheint seit 2012 in Japan, wo es sich zu einem wahren Verkaufsschlager entwickelt hat. Natürlich gibt es dementsprechend diverse Animeserien, aber ebenso Light Novels und sogar zwei Videospiele. Wobei das erste, Seven Deadly Sins: Unjust Sin, 2015 für den 3DS herauskam, wenn auch nur in Japan. Knights of Britannia, das aktuellste Game, ist jetzt weltweit für die PS4 herausgekommen.

Brawling, bis die Gerüchteküche kocht!
Dabei ist das Spiel ebenfalls für jene geeignet, die die Vorlage nicht kennen, denn als Spieler wird man die Story des Manga nachspielen. Beginnend mit der ersten Begegnung zwischen Elisabeth und Meliodas spielt man dann im Laufe des Spiels alle weiteren Vertreter der titelgebenden Seven Deadly Sins frei. Hierbei ist der besondere Clou, dass der Spielfortschritt auf einer frei begehbaren Spielewelt stattfindet, in der immer wieder verschiedene Missionen auftauchen.

Hauptsächlich handelt es sich bei The Seven Deadly Sins: Knights of Britannia um einen 3D Brawler. Das heißt, man hat häufig eine vorgegebene Spielfigur plus einen weiteren Charakter zur Unterstützung und darf dann gegen andere Figuren antreten. Das sind entweder Massen an austauschbaren Gegnern oder anderen Charakteren aus der Vorlage, bei denen man die Lebensenergieleiste innerhalb eines festgelegten Zeitlimits auf Null bringen muss. Das kann man durch normale Angriffe oder simpel auszuführende Spezialangriffe, die allerdings eine eigene Energieleiste haben, die man erst durch erfolgreiche Standardattacken wieder auffüllen kann. Dies findet in einem begrenzten Areal statt, einer Arena, bei der man Objekte wie Kisten, Bäume oder Häuser zerstört und dafür dann Kristalle erhält, mit denen man nach dem Kampf gemeinsam mit freigespielten Gegenständen Items erstellen kann, die Boni bieten. Je spektakulärer der Kampf wurde, desto mehr verbreiten sich Gerüchte über Geschehnisse im Reich, wodurch auch wiederum neue Missionen im Game freigeschaltet werden.

Nicht der Manga!
Doch so schön alles klingt, unterm Strich ist Knights of Britannia leider ein enttäuschendes Spiel, denn nahezu jeder Aspekt des Games besitzt Fehler. Das fängt bereits bei der Präsentation der Story an. Hier muss man anmerken, dass der Manga einen gewissen Ecchi-Einfluss aufweist, was man auch an den Kostümen der weiblichen Figuren bemerkt. Melodias selbst wird in der Vorlage als ein Grabscher dargestellt, dessen Lieblingsziel vor allem Elisabeth ist. Im Spiel selbst fehlt das, ebenso wie viele andere Szenen, die eben Ecchi-typisch sind, wodurch das Game wie kastriert wirkt.

Dasselbe nochmal, leider!
Die Präsentation der Story kann ebenfalls nicht überzeugen. Vor allem in den Cutscenes macht sich bemerkbar, dass die Erzählung von dem Dargestellten abweicht. Man hört, wie eine Spielfigur aufschreit, doch sieht, wie sie In-Game noch nicht einmal ansatzweise die Mundwinkel auseinanderkriegt. Das irritiert stark und erzeugt den Eindruck, dass das Spiel unfertig ist.

Ebenso enttäuscht auch das Gameplay. Im Prinzip ist es häufig ein und dasselbe: Man wählt einen Schauplatz aus, sieht die Spielfigur und darf sich dann so lange prügeln, bis man entweder gewonnen oder verloren hat. Dabei ist es eher schwierig, eine Niederlage zu erleiden, da das Kampfsystem alles andere als herausfordernd ist. Häufig reicht es aus, Spezialangriffe zu spammen oder sich hinter einen Charakter zu bringen, um ihn dann auszuschalten.

Wie im Anime
Es gibt aber auch ein wenig Abwechslung. Das sind dann die Abschnitte, in denen man Elisabeth steuert, die überhaupt nicht angreifen kann, sondern nur ausweicht und auf die Hilfe ihrer jeweiligen Begleitung hoffen muss. Jedoch regiert hier die Langeweile, weil sich das Spielprinzip sehr schnell abnutzt.

Was die Grafik angeht, muss man den Entwicklern zugute halten, dass sie versucht haben, die Animeoptik 1:1 ins Spiel zu übertragen. Doch dafür hat man das Gefühl, dass sie das Leveldesign vernachlässigt haben. Irgendwann wiederholen sich die jeweiligen Designs und der einzige Unterschied scheint nur der allgemeine Grafikton zu sein.

Auch was die Akustik angeht, ist beim Game sehr viel Luft nach oben. Vor allem bei den Figuren, die keine Hauptcharaktere sind, merkt man, dass sich hier nicht viel Mühe gegeben wurde. Sie haben einen begrenzten Vorrat an Soundschnipseln zur Verfügung, so dass sich das, was sie sprechen, schnell wiederholt.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

The Seven Deadly Sins: Knights of Britannia ist die erste Videospieladaption der bekannten Manga- und Animeserie. Es ist ein 3D Brawler, in dem man sich in begrenzten Arenen mit Feinden und speziellen Gegnern prügeln darf. Es ist eine fast detailgetreue Adaption der Vorlage, wenn auch mit einem nicht vorhandenen Ecchi-Anteil, was beileibe nicht die einzige Enttäuschung ist. So stimmt die Darstellung einiger Szenen nicht mit der Erzählung überein und auch das Spielprinzip nutzt sich sehr schnell ab, weil es an Abwechslung mangelt. Das Kampfsystem ist simpel und der Schwierigkeitsgrad eher niedrig anzusiedeln. Das Leveldesign ist wenig abwechslungsreich, während man bei unwichtigen Nebenfiguren merkt, dass sich das, was sie sagen, immer wiederholt.



The Seven Deadly Sins: Knights of Britannia - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.0625 Grafik: 6.75
Sound: 6.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 3.50
Wertung: 6.0625
  • Nahezu detailgetreue Adaption der Vorlage...
  • Gerüchteküche
  • ...wenn auch ohne Ecchi-Anteil
  • Erzählung stimmt nicht mit Darstellung überein
  • Gameplay nutzt sich schnell ab und langweilt
  • Abwechslungsarm
  • Niedriger Schwierigkeitsgrad

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Rezension vom: 19.02.2018
Kategorie: Action
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