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Elex

Entwickler: Piranha Bytes
Publisher: THQ Nordic

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 39,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Testsystem: Windows 10 64 Bit, 16 GB RAM, intel i5-4679 3,40 GHZ, Nvida Geforce GTX 970 4GB

Inhalt:

elex_logo

Elex: So nennt sich jener Stoff, der einst mit einem Kometen auf dem Planeten Magalan abstürzte. Es ist ein wahres Wundermittel, das seinem Anwender Magie verleiht oder Maschinen antreibt. Doch wenn man es missbraucht, läuft man Gefahr zu einer Art Zombie zu werden oder noch schlimmer: Zu einem emotionslosen Menschen, dessen einziger Antrieb es ist, noch mehr Elex aufzutreiben.



Meinung:

Neues aus Deutschland
Piranha Bytes sind ein Phänomen. Seit nunmehr 20 Jahren existiert dieses deutsche Entwicklungsstudio, das seitdem als Garant von aufwendigen, guten Rollenspielen bekannt ist. Bekannt durch die Gothic- und Risen-Reihe, ist Elex das erste Spiel, das kein Teil der beiden Serien ist, sondern Fantasy-, Science Fiction- und Post-Apokalypse-Elemente nimmt und bunt durcheinander mischt. Dadurch hinterlässt das Game einen ungewöhnlichen Eindruck.

Rache ist Elex
Die ersten Spieleminuten führen den Spieler in die Welt von Elex und die Spielweise ein. Dabei lernt man Magalan kennen und wie der titelgebende Stoff auf diesen Planeten geraten ist. Nachdem man erfährt, was für Auswirkungen er hat, werden die verschiedenen Fraktionen vorgestellt und erst danach fängt das eigentliche Spiel an.

In den ersten Minuten sieht man, wie ein Mann namens Jax in seinem Flieger abgeschossen wird. Er ist ein Alb, jemand, der Elex zu sich nimmt, um die Emotionen abzustellen und Entscheidungen nur auf Grund kalter Logik zu fällen. Doch kaum hat er den Absturz überlebt, wird er von weiteren Albs gestellt und wegen angeblichen Verrats erschossen. Nachdem er diese Situation knapp überlebt hat, beschließt er sich zu rächen, während obendrein noch der Elex-Entzug anfängt zu wirken. Gleichzeitig muss er allerdings seine Herkunft geheim halten, da die Alb bei den anderen nicht sehr beliebt sind.

Eine lebendige Welt
Es ist erstaunlich, wie es den Entwicklern von Piranha Bytes gelungen ist, eine Welt zu erschaffen, die einen in den Bann zieht. Überall kann man auf Überreste des alten Magalan stoßen. Mal findet man eine heruntergekommene Funkstation, ein anderes Mal zerstörte, verrostete Autos. Im Gegensatz dazu stehen die Technik der Albs oder die Umstände, in denen die Barbarians leben. Die Atmosphäre dieses Spiels ist einfach nur unglaublich!

Dabei wird die Gegend, in der man unterwegs ist, vor allem von den drei Fraktionen bestimmt, die man trifft. Da sind die Barbarians, die jeglicher Technologie abgeschworen haben und bei denen man später Magie lernen kann. Dann sind da die Clerics, religiöse Fanatiker, die das Elex nutzen, um ihre Maschinen anzutreiben, und die Outlaws leben nach dem Motto "Jeder für sich selbst" und nutzen Elex als eine Art Droge. Am Ende kann man sich einer von diesen anschließen.

Jede Entscheidung zählt
Jede dieser Fraktionen wird lebendig dargestellt. Gleichzeitig sind sie sich untereinander nicht eben grün, was sich auch auf die Quests auswirkt, mit denen man es zu tun hat. So kann man sich entscheiden, ob man einer Delegation der Barbarians Glauben schenken mag, die mit den Clerics Frieden verhandeln wollen. Je nachdem, welche Entscheidung man hierbei trifft, hat dies gravierende Auswirkungen auf den Spielverlauf.

Dies ist natürlich ein nettes Feature, das auch viel Spaß macht, aber leider kann es nicht verhindern, dass die Hauptstory einen irgendwann nicht mehr reizt. Das Problem ist, dass die Geschichte zu breit ausgewalzt wird, was vermutlich die Welt noch etwas mehr in den Vordergrund stellen soll. Dadurch entwickelt sich die Erzählung um Jax und seine Rachemission nach der Wiederentdeckung seiner Emotionen leider sehr langsam.

Etwas zäh!
Beim Kampfsystem bemühten die Entwickler sich um Abwechslung. Es ist ein Nebeneinander verschiedener Waffen, wie Pfeil und Bogen, Magie oder gar simpler Rohre. Man hat immer einen starken und einen leichten Angriff, die man miteinander verbinden kann, um, wenn sich die entsprechende Leiste gefüllt hat, eine Sonderattacke durchzuführen. Das Problem ist, dass dieses Kampfsystem längst nicht so dynamisch wirkt, wie in anderen Games. Man hat den Eindruck, dass man in Zeitlupe kämpft, weshalb das Kämpfen auch dementsprechend zäh wirkt.

Dafür ist der Soundtrack des Spiels sehr gut geworden. Die Tracks sind gefällig und überzeugend komponiert, was allerdings nur bedingt für die Grafik gilt. Teilweise wirkt das Spiel so, als ob die Grafikengine eine remasterte Version eines der früheren Spiele von Piranha Bytes ist. Die Entwickler ließen sich viele Tricks einfallen, um dies zu kaschieren. So läuft die Darstellung absolut flüssig und ohne Tearing. Doch so mancher Special Effect, wie zum Beispiel durch Hitze wabernde Luft, sieht extrem künstlich aus. wodurch er kaum überzeugen kann. Von den Gesichtern mal ganz zu schweigen, die ebenfalls merkwürdig wirken.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Götz Piesbergen

Elex ist ein merkwürdiges Spiel. Auf der einen Seite hat man diese bunte, lebendige und faszinierende Welt von Magalan, mit ihren verschiedenen Fraktionen. Ebenso sind da die Quests, die auf den Handlungsverlauf spürbare Auswirkungen haben. Auf der anderen Seite jedoch entwickelt sich die Hauptstory nur sehr langsam voran und auch das Kampfsystem läuft äußerst zäh ab. Der Soundtrack ist super geworden, doch die Grafik wirkt wie eine remasterte Version einer früheren Grafikengine, die Piranha Bytes in einem anderen Spiel verwendet hat.



Elex - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.5 Grafik: 6.00
Sound: 9.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 7.5
  • Bunte und lebendige Welt
  • Quests mit spürbaren Auswirkungen
  • Grandioser Soundtrack
  • Zähe Hauptstory
  • Zähes Kampfsystem
  • Schwache Grafik

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Rezension vom: 12.12.2017
Kategorie: Rollenspiele
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