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Life is Strange: Before the Storm - Episoden 1 + 2

Entwickler: Deck Nine
Publisher: Square Enix

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 16,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
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In Life is Strange war Chloe zwar auch oft vertreten, doch Hauptdarstellerin war ihre beste Freundin Max, die mit ihrer besonderen Gabe im Mittelpunkt stand. Im dreiteiligen Prequel Life is Strange: Before the Storm dreht sich nun alles um Chloe. Doch das ist noch lang nicht die einzige Neuerung, wie die ersten beiden Episoden gezeigt haben.

Meinung:

Dass nun die rebellische Chloe den Platz von Max als Hauptdarstellerin eingenommen hat, ist wohl die auffälligste Neuerung, die Life is Strange: Before the Storm mit sich bringt. Doch auch hinter den Kulissen hat sich einiges getan. Während die Macher des ersten Teils von Life is Strange fleißig am zweiten Teil arbeiten, wurde für dieses Prequel das in Westminster, Colorado ansässige Studio Deck Nine engagiert. Zudem zeichnet sich mit Zak Garris auch ein anderer Lead Writer für die drei Episoden von Before the Storm verantwortlich. Und zu guter Letzt wurde auch noch die Stimme von Chloe ausgetauscht. Dies hat allerdings nichts mit den parallel laufenden Arbeiten an Life is Strange 2 zu tun, sondern mit dem Synchronsprecherstreik der Mitglieder von SAG-AFTRA, aufgrund dessen Ashly Burch nicht für die Arbeit zur Verfügung stand. An ihrer Stelle leiht nun Rhianna DeVries der jungen Chloe ihre Stimme.

Rebellieren und Widersprechen

Was sich nicht geändert hat, ist das Rebellische, das Chloe in Life is Strange ausgemacht hat. Auch drei Jahre vor den dort geschehenen Ereignissen ist Chloe schon die aufmüpfige, Gras rauchende und Schule schwänzende Person, die wir in Life is Strange kennen und lieben gelernt haben. Zu Anfang der ersten Episode muss Chloe noch alleine mit dem Tod ihres Vaters, dem neuen Freund ihrer Mutter, den sie von Anfang an hasst, und natürlich den anderen typischen Problemen, mit denen sich eine 16-jährige herumschlägt zurechtkommen. Um dies alles zu verarbeiten, geht sie deswegen auch zuerst mal auf ein Konzert. Dumm nur, dass sie für die Band Firewalker noch zu jung ist, und so müssen wir uns ganz zu Anfang der ersten Episode am Türsteher vorbeimogeln, um doch auf das Konzert zu kommen. Dabei kommt eine neue Spielmechanik zum Zuge: Da Chloe über keine besonderen Fähigkeiten verfügt, macht sie das, was sie am besten kann – Widerworte geben. Das Ganze wurde in ein Minispiel gepackt, in dem man seinem Gegenüber unter Zeitdruck die richtigen Antworten geben muss, bis dieser irgendwann aufgibt und uns im Fall des Türstehers zum Beispiel durchlässt. Diese neue Spielmechanik passt hervorragend zu Chloe und bringt ein wenig Abwechslung.

Kleinere Anpassungen

Das restliche Gameplay ist aber dasselbe, das wir vom originalen Life is Strange kennen, abgesehen von ein paar kleinen Anpassungen, wie etwa dem Tagebuch, das nun durch Briefe ersetzt wurde, oder ein paar neuen Sammelobjekten. Ansonsten läuft man wieder durch verschiedenste Szenarien, untersucht dort alles und spricht mit allen Personen, die man antrifft. Leider mangelt es der ersten Episode aber noch an Rätseln. Daran ändert sich leider auch in der kürzlich veröffentlichten zweiten Episode, Brave New World, nichts. Dafür spüren wir hier aber direkt die Auswirkungen unserer Entscheidungen, die wir in der ersten Episode getroffen haben. Je nachdem welchen Weg man dort gewählt hat, können diese nun teils heftige Konsequenzen nach sich ziehen.
Die Story selber knüpft dabei natürlich direkt an die der ersten Episode an. Um hier weder aus der ersten noch aus der zweiten Episode zu viel zu spoilern, sage ich nur, dass auch hier wieder die Probleme von Chloe im Vordergrund stehen. Es wird aber auch die Beziehung zwischen Chloe und Rachel, die in der ersten Episode ihren Anfang genommen hat, intensiviert, wobei nicht nur einmal die Frage aufkommt, ob die beiden wirklich nur Freundinnen sind oder doch mehr zwischen ihnen läuft. Beantwortet wird diese Frage aber nie, was ein geschickter Schachzug der Entwickler ist. Denn so wird bereits hier die Vorfreude auf die dritte Episode geschürt.

Alle Emotionen werden geweckt
Was jetzt schon klar ist: die Story ist weiterhin toll erzählt und es werden sämtliche Emotionen in einem geweckt! Mal ist man regelrecht schockiert, ein anderes Mal traurig und wieder ein anderes Mal lacht man herzhaft. Genau dies ist, was bereits Life is Strange so grandios gemacht hat und nun auch Before the Storm zu einem echten Erlebnis macht.
Was mir persönlich sogar besser als bei Life is Strange gefällt ist die Wahl Chloes als Hauptcharakter. Mit ihrer aufmüpfigen Art und dem Drang, auch mal illegale Sachen zu machen, ist sie das genaue Gegenteil zur braven, zurückhaltenden Max, weshalb es auch mehr Spaß macht, ihre Geschichte zu erleben.

Ein Problem tut sich auf
Etwas was sich erst mit der zweiten Episode als echtes Problem darstellt, ist die Tatsache, dass es sich um Before the Storm um ein Prequel handelt. Natürlich ist es nicht das einzige Prequel in der Welt der Videospiele, doch im Gegensatz zu anderen Spielen möchte uns Life is Strange oder eben nun auch Before the Storm weiß machen, dass man Einfluss auf die Geschichte hat. Wie ich oben beschrieben habe, ist dies in einem begrenzten Raum auch durchaus der Fall. Allerdings ändern wir mit unseren Entscheidungen, die wir hier tätigen, eben nicht den Verlauf vom original Life is Strange, weshalb es zum Beispiel beim Umgang mit dem verhassten David ganz egal ist, wie man vorgeht. Am Ende wissen wir genau, dass all dies nichts daran ändert und er in Life is Strange dieses A****loch bleibt. Genau dies nimmt einem im Umgang mit bestimmten Personen leider ein wenig die Motivation hier wirklich nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden.

Nicht jedermanns Geschmack
Alles andere als demotivierend ist der Grafikstil. Der dürfte zwar nach wie vor nicht jedem zusagen und holt auch nicht das Maximum aus der Technik raus, insgesamt wirkt er aber doch unglaublich stimmig. Zudem ist der Detailreichtum noch immer verblüffend. Überall gibt es irgendwelche Kleinigkeiten zu entdecken, die für sich genommen wenig interessant wirken, im Gesamtbild aber einen wichtigen Teil zur Geschichte beitragen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Nachdem bereits die erste Episode erahnen ließ, dass auch in Life is Strange: Before the Storm wieder eine emotionale Geschichte erzählt werden würde, die einen von der ersten Sekunde an fesselt, wird dies mit der kürzlich erschienen zweiten Episode bestätigt. Die Geschichte rund um die typischen Teenager-Probleme, mit der sich die rebellische Chloe herumschlagen muss, sowie die nun intensivierte Freundschaft zwischen ihr und Rachel und der Frage ob da eventuell sogar mehr als Freundschaft ist, sorgt für viel Spannung und einige tolle Momente. In Anbetracht dessen kann man sogar verzeihen, dass die Rätsel einen kaum fordern. Das Einzige was nun wirklich negativ auffällt ist die Tatsache, dass man bei manchen Dingen zwar die Wahl hat, wie man sie angeht, die Entscheidung aber keinen echten Einfluss auf die Geschichte der Personen hat, wie wir aus den Geschehnissen des original Life is Strange wissen.
Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die finale Episode, weil ich gespannt bin was sich die Entwickler fürs große Finale einfallen gelassen haben.

Life is Strange: Before the Storm - Episoden 1 + 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.375 Grafik: 8.00
Sound: 9.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 8.375
  • Chloe als Hauptfigur
  • Emotionale Geschichte
  • Tolle Atmosphäre
  • Sehr guter Rock-Soundtrack
  • Neue „Widerrede-Herausforderungen“
  • Kaum Rätsel
  • Sehr simples Gameplay
  • Entscheidungen ändern nichts an den Geschehnissen in Life is Strange

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Rezension vom: 01.11.2017
Kategorie: Adventure
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