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Silence

Entwickler: Daedalic Entertainment
Publisher: Daedalic Entertainment

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 30,99 €

Systeme: PC

Anforderungen: Windows 7, 4 GB RAM, 2 GHz Dual Core CPU, Nvidia GeForce GTX 280/ATI Radeon HD 5800/Intel HD 5000

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
silence_logo

Was früher LucasArts war, ist heute Daedalic. Der Entwickler und Publisher hat sich durch die Deponia-Reihe, Edna bricht aus und viele weitere Spiele zum Synonym für Adventures gemausert. Seit ein paar Wochen steht der nächste potenzielle Hit der Hamburger in den Händlerregalen - Silence.

Meinung:


Normalerweise versuche ich, Spiele möglichst zeitnah zu ihrem Release zu testen. Bei Silence ist der Relase nun aber schon gute drei Wochen her, warum kommt also erst jetzt unser Test? Mit Problemen hat dies nichts zu tun. Vielmehr habe ich mich absichtlich dazu entschieden mir diesmal diese Zeit zu nehmen, um das Spiel ganz bewusst zu erleben. Denn genau das muss man hier - sich Zeit nehmen und alles ganz bewusst auf sich wirken lassen. Hektisch durch zu rushen, nur um alles schnellst möglich zu sehen, wie man es bei Tests leider viel zu oft macht, wäre Silence hingegen gar nicht gerecht geworden.

Die verwunschene Welt von Silence

Schon allein die Story ist so rührend, dass es schade wäre, wenn man davon vor lauter Hektik nur die Hälfte mitbekommen würde.
In Silence, dem mehr oder weniger inoffiziellen Nachfolger von The Whispered World, geht es um Noah und seine kleinere Schwester Renie. Anstatt ihre Kindheit unbekümmert erleben zu dürfen, erfahren sie die Hölle auf Erden. In ihrer Heimat tobt nämlich ein unerbittlicher Krieg und Bombenangriffe gehören zur Tagesordnung. Als mal wieder eine ganze Fliegerstaffel auf die Stadt zukommt, um sie ein weiteres Mal zu bombardieren, schaffen es die beiden Geschwister noch gerade so in den Bunker. Wenige Sekunden später explodieren draußen die Bomben und wo die beiden gerade noch gestanden haben, sterben nun Menschen. Um seiner kleinen Schwester die Angst zu nehmen, erzählt Noah Renie mit Hilfe von verschiedenen Utensilien die Geschichte vom verwunschenen Märchenreich Silence. Diese Sequenz dient dabei nicht nur als kleines Tutorial, um dem Spieler die etwas abgewandelte Art der typischen Point-and-Klick-Adventure-Steuerung zu erläutern (man kann Objekte etwa durch Mausbewegungen ziehen), sondern auch um nochmals die Geschehnisse des Vorgängers zusammenzufassen - wie ich finde, eine herrliche Art dies zu machen.
Allerdings endet die Geschichte abrupt, als der vermeintlich sichere Bunker durch eine weitere Explosion zerstört wird, woraufhin Renie verschwunden und Noah sich plötzlich wieder in der fantastischen Welt von Silence wiederfindet. Dort ist aber leider auch nicht alles Eitel Sonnenschein, denn auch die märchenhafte Welt von Silence ist von Krieg und Elend geplagt. Eine falsche Königin hat sich nämlich die Macht über das Reich angeeignet und lässt durch die Sucher jeden verschleppen, den sie auf ihrer Suche durch das Land ausfindig machen. Lediglich eine kleine Gruppe an Rebellen leisten Widerstand und versuchen die Königin zu entmachten und die Welt von Silence endlich wieder in Frieden zu betten.
Mehr möchte ich über die Story an dieser Stelle aber nicht erraten. Wie dieser wundervolle, rührende und spannende Geschichte weitergeht, soll nämlich am besten jeder selber erleben.

Spot ist wieder da!

Was ich verraten kann, ist das man während des Abenteuers auf einige Alte Bekannte auf dem Vorgänger trifft (dennoch kann man Silence auch problemlos spielen, wenn man den The Whispered World nicht gespielt hat), darunter auch Spot. Dieser kleine Wurm ist aber nicht nur einer der niedlichsten Charaktere der gesamten Videospielgeschichte (wer einmal in seine riesigen Augen blickt, wird dieser Aussage sofort zustimmen), sondern auch ein treuer Gefährte, der einem zum Lachen bringt, aber auch immer wieder hilfreich zur Seite steht.

2D-Welt in 3D
Neben der wundervollen Story war einer der Hauptgründe, wieso ich mich dazu entschlossen habe, Silence ganz in Ruhe zu testen und dabei voll und ganz zu genießen, die Optik. Egal ob Charakterdesign oder auch die bunte und verwunschene Welt von Silence, alles ist mit so viel Liebe und so vielen kleinen Details gezeichnet worden, das man einfach immer wieder stehen bleiben muss, um alles zu bestaunen. Dabei staunt man aber nicht nur über die Zeichenkünste, sondern auch über die Darstellung des Ganzen. Dank der sogenannten Camera Projection-Technik, haben es die Entwickler nämlich geschafft, die handgezeichnete 2D-Welt, komplett in 3D auf den Bildschirm zu zaubern. Geschaffen wird die,s in dem man zunächst wie üblich ein detailliertes 2D-Gemälde der Hintergründe auf Basis zahlreicher Skizzen und Konzepte angefertigt wird. Daraus werden dann einzelne Ausschnitte genommen und virtuell auf im Raum angeordnete 3D-Objekte und Ebenen projiziert. Zum Schluss werden dann noch weitere Elemente wie Licht, Schatten und bewegliche Details eingefügt. Abgerundet wird alles mit perfekt sitzenden Kamerafahrten und wundervollen Animationen, so dass schlussendlich eine Mischung aus einem beweglichen Bilderbuch und einem Animationsfilm entsteht, das einen sofort in seinen Bann zieht. Begleitet wird diese atemberaubende und wunderschöne Optik durch einen nicht minder gelungenen Soundtrack (für den Sounddesigner, Musiker und Komponist Tilo Alpermann, der u.a. auch schon für die TV-Serie The Mentalist sowie für das ebenfalls von Daedalic entwickelte The Night of the Rabbit gearbeitet hat, verantwortlich war), wundervollen Soundeffekten und nicht zuletzt einer perfekten Synchronisation, die dank der überragenden Arbeit der Sprecher zum besten gehört was man in diesem Gebiet seit langer Zeit zu hören bekommen hat.

Das spielerische steht hinten an
In Anbetracht der rührenden und zugleich fesselnden Story, sowie der außergewöhnlich guten Präsentation ist es beinahe zweitrangig, dass das Spielerische in Silence ein wenig hinten ansteht. Gerade die Tatsache, dass man sich gegen ein Inventar entschieden hat, und stattdessen jedes aufgehobene Objekt nur ein paar Meter weiter sofort wieder verwendet wird, drückt den Schwierigkeitsgrad auf ein Minimum. Daran ändern auch die Rätsel nichts, die aber dennoch in großer Zahl vorhanden sind. Bei manchen Rätseln (vor allem bei denen man zwischen Noah, Renie und Sport hin und her wechseln muss) muss man zwar doch mal ein paar Minuten nachdenken, bevor man auf die Lösung kommt, in der Regel ist diese aber sofort klar erkenntlich und die Aufgabe folgerichtig schnell zu meistern.
Mich hat dieser niedrig angesetzte Schwierigkeitsgrad aber zu keiner Zeit gestört. In diesem Fall fand ich diese Art Rätsel sogar besser, als welche bei denen man eine halbe Ewigkeit hin und her rennen oder rumgrübeln muss. Denn so wird man wenigsten nie mit den Gedanken aus dieser faszinierenden Spielwelt gerissen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Silence reiht sich nahtlos an die grandiosen Daedalic-Adventures wie Deponia oder Edna bricht aus ein. Aber nicht wegen seinem Gameplay, das bietet nämlich herzlich wenig Neues oder auch nur Herausforderndes. Vielmehr ist es die tolle Story und die unglaubliche Optik, die mit wunderschön gezeichneten Welten, unzähligen kleinen Details und einer faszinierenden Tiefenoptik aufwartet, die dafür Sorgen, das Silence eine wahre Adventure-Perle geworden ist. Eines sollte man beim Spielen aber nicht machen, einfach durch rushen. Nehmt euch lieber genügend Zeit und genießt jede einzelne Szene, ansonsten werdet ihr dem Spiel nicht gerecht!

Silence - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 9.50
Sound: 9.25
Steuerung: 8.25
Gameplay: 7.00
Wertung: 8.5
  • Rührende Story
  • Faszinierende Märchenwelt
  • Grandiose Optik mit vielen Details
  • Toller Soundtrack
  • Spot
  • Kein Inventar...
  • … weshalb der Schwierigkeitsgrad überschaubar ist
  • Kaum spielerische Überraschungen

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Rezension vom: 05.12.2016
Kategorie: Adventure
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