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Bayonetta 2

Entwickler: Platinum Games
Publisher: Nintendo

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 50 €

Systeme: Switch

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

bayonetta_2

Die Entstehungsgeschichte von Bayonetta 2 ist schon fast tragisch. Der erste Teil wurde von der Fachpresse gelobt und er kam auch bei den Spielern gut an. Jeder fand Bayonetta eigentlich... nun ja, ich sag mal einfach "geil". Dennoch verkaufte es sich nicht besonders gut, was ja leider das Los vieler grandioser Spiele ist und so wollte sich niemand so richtig an die Finanzierung eines Sequels wagen. Vollkommen unerwartet aus dem Hintergrund sprang nun aber ausgerechnet Nintendo ein, die mit ihrem familienfreundlichen Image irgendwie so gar nicht zur sexy-brutalen Orgie von Bayonetta passten. Dennoch kam ein Deal zustande und wir konnten Bayonetta 2 exklusiv auf Nintendos Wii U genießen. Durch die schwache Basis der Wii U war aber auch dem zweiten Teil ein eher schmaler Erfolg vergönnt, sodass der Titel nun seine Renaissance auf der Switch erlebt. Dank des immensen Erfolgs dieser Konsole stehen die Chances dieses Mal sogar richtig gut.



Meinung:

Um es direkt vorweg zu nehmen: Bayonetta 2 musste trotz Nintendos Mitwirken keine Kompromisse eingehen und ist noch genauso sexy, brutal und abgefahren wie der Erstling, dank der Nintendo-Lizenzen vielleicht sogar noch ein wenig mehr. Das macht sich bereits in den ersten Spielminuten deutlich. Bayonetta ist mit ihrem kleinen Sidekick auf Einkaufstour in der Stadt, als sie plötzlich von einer Horde Engel angegriffen wird, die auf einem Jet angeflogen kommen. Somit findet der erste Kampf direkt auf dem fliegenden Jet statt und Bayonetta geizt auch nicht damit, hier direkt einen Engel erst lasziv zu reiten und dann in eine blutige, breiige Masse zu verwandeln. Der Ton ist angegeben und von nun an breitet sich die Story um Engel, Dämonen und die Menschen dazwischen aus, denn Bayonettas Hexenfreundin Jeanne wird in die Hölle gezogen und muss natürlich befreit werden.



First Climax
Wie das Tutorial auf dem Jet deutlich macht, ist der wichtigste Aspekt des Spiels das Kämpfen und das ist genauso brillant wie im Erstling. Das simple Grundsystem aus Schlägen, Tritten und Schüssen verzweigt sich rasend schnell in Combos und Special Moves, die man mit der Zeit ganz natürlich lernt. Die Trainingsmöglichkeit während jedes Ladebildschirms hilft dabei. Bayonetta kann im Laden neue Combos und Angriffe kaufen und diese auch vor einer endgültigen Entscheidung erst einmal ausprobieren. Sind Gegner genug geschwächt, lassen sie sich auf besonders brutale und effektreiche Art foltern. Das Highlight der Kämpfe ist aber nach wie vor die Hexenzeit, die aktiviert wird, wenn man im letzten Moment einer Attacke ausweicht. Dann verlangsamt sich die Zeit für alle Gegner und Bayonetta teilt heftig aus. Wer bereits auf dem normalen Schwierigkeitsgrad bestehen will, kommt um die geschickte Nutzung dieser Fähigkeit nicht herum.

Weapon Climax
Bayonetta kann neben ihren Hexenfähigkeiten und den Pistolen an ihren Schuhen auch wieder auf einige weitere Waffen zurückgreifen. Zunächst sind da natürlich erst einmal die Waffen, die von den Gegnern fallen gelassen werden. Bayonetta kann diese aufsammeln und ein paar mal mit ihnen kräftig zuschlagen, bevor sie zerbrechen. Aber durch das Auffinden der Goldenen Schallplatten können weitere Waffen im Höllenladen freigeschaltet werden. Diese haben ihre eigenen Spezialangriffe und sehen natürlich auch schick aus. Das sorgt noch einmal für mehr Abwechslung im Kampf.

Cosplay Climax
Wie bereits angedeutet, bringt Nintendos Mitwirken noch ein wenig mehr Verrücktheit in das eh schon extrem abgefahrene Setting. Wer die nötige Kohle in Form von Heiligenscheinen hat, kann im Höllenladen diverse Kostüme für Bayonetta erwerben wie etwa ein Fox McCloud-Outfit oder Samus Arans Anzug. Diese sorgen nicht für ein interessantes Äußeres, sondern bringen auch ihre eigenen Fähigkeiten mit. Manch ein Kostüm sorgt sogar für leicht abgewandelte Ereignisse. Besonders anzumerken ist hier vor allem, dass ein anderer Hersteller als Platinum Games diese Kostüme heutzutage wahrscheinlich als kostenpflichtigen DLC nachgereicht hätte. Es ist einfach schön, in einem Spiel mal wieder freischaltbare Extras zu sehen, deren Anforderungen keine dicke Brieftasche sind. Obwohl auch nicht so ganz auf Echtgeld verzichtet wird, denn jeden Tag können bis zu 32(!) unterschiedliche Amiibos gescannt werden, die einem dann jeweils einen Batzen Heiligenscheine und ein paar Gegenstände geben, wodurch sich die teuren Kostüme, aber natürlich auch zusätzliche Fähigkeiten und Erweiterungen kaufen lassen.

Story Climax
Ja, natürlich ist bei einem Action-Kracher wie Bayonetta die Story kein ausschlaggebender Faktor. Es sollte aber erwähnt werden, dass, während die Story im ersten Teil noch sehr konfus war, von Bayonettas Amnesie lebte und eigentlich erst ganz am Schluss Sinn gemacht hat, wir im zweiten Teil tatsächlich einen kohärenten Erzählstrang haben – mit Ereignissen, die aufeinander aufgebaut sind und Sinn ergeben. Das heißt zwar nicht, dass nicht immer noch aller möglicher abgefahrener Kram passiert, bei dem man auf den ersten Blick nicht genau weiß, ob die Schreiber das ernst meinen, aber in der verrückten Welt, in der Bayonetta sich befindet, hat dennoch alles seinen Platz.

Extra Climax
Dazu gehört der üppige Umfang sowohl der Storymissionen als auch der etlichen Nebenaufgaben. Wer ein paar Extra-Items einheimsen möchte, begibt sich über die in den Levels verteilten Portale nach Muspelheim. Hier gibt es die Witch Trials, bei denen in kleinen Arenen verschiedene Kampfaufgaben gelöst werden müssen. So müssen beispielsweise alle Gegner innerhalb eines Zeitlimits besiegt werden, während man nur in der Hexenzeit Schaden austeilen kann. Höhere Schwierigkeitsgrade, versteckte Secrets und die Jagd nach genug Heiligenscheinen für auch die letzte Combo sorgen für eine lange Spielzeit.

Female Climax
Wie auch schon beim ersten Teil kocht mit dem Release von Bayonetta 2 natürlich wieder die Debatte hoch, ob es sich bei der Protagonistin nun um ein positives oder negatives Beispiel weiblicher Videospielcharaktere handelt. Allein dass es eine Debatte gibt, ist ja schon einmal ein gutes Zeichen. Meines Erachtens nach ist Bayonetta eine sehr starke weibliche Persönlichkeit, die sich ihrer Reize bewusst ist und diese als Stärke einzusetzen weiß und sich auch nicht darauf reduzieren lässt. Ihre Kleidung ist von ihr selbst bewusst gewählt, weil sie sich gerne so anzieht. Das ist mehr Begründung als man in vielen anderen Spielen findet. Natürlich ist das eine "In Game"-Begründung. In Bezug auf den Entwicklungsprozess wurde Bayonetta natürlich so sexy wie sie ist konzipiert, um zuerst einmal die männlichen Spieler anzusprechen. Dies geschieht hier aber nicht auf eine erniedrigende Weise und Bayonetta ist jederzeit stets in einer Machtposition.

Controlled Climax
Da Bayonetta 2 ursprünglich auf der Wii U erschienen ist, muss man sich die Steuerung natürlich ein wenig genauer anschauen. Auf dem Gamepad gab es auch einen Modus, bei dem man nur durch Berührungen auf dem Touchscreen kämpft und die Touchscreen-Feature kann man immer noch nutzen, aber dieser Modus ist so simpel, dass er nur für absolute Anfänger (und jüngere Zocker/innen, die aber dank der FSK 16-Einstufung eigentlich nichts hier verloren haben) geeignet ist. Mit einem vernünftigen Controller in der Hand kann die Combokette aber problemlos losgehen. Auch im Handeheldmodus der Switch kann das Spiel überzeugen und liefert eine solide Performance ab. Auf technischer Seite hat Bayonetta 2 im Vergleich zum Erstling übrigens die Nase weit vorne. Es sieht nicht nur besser aus, sondern hat auch nicht mehr mit Framerateeinbrüchen oder Screen Tearing zu kämpfen und auch die automatische Kamera fängt das Geschehen stets perfekt ein.

Download Climax
Der Retailversion liegt ein Downloadcode des Erstlings bei und wer sich einen der beiden Teile im eShop zulegt, bekommt einen ordentlichen Rabatt auf den anderen. Allerdings sorgt das direkte Nacheinanderspielen beider Teile eher dafür, dass man die Schwächen der Titel umso stärker bemerkt. Teil 1 fällt mit seinen unsäglichen Quicktime Events während Zwischensequenzen negativ auf und in Teil 2 merkt man, dass sich im reinen Gameplay jetzt nicht so wirklich viel geänder hat, was auf Dauer zu einer gewissen Monotonie führen kann. Es empfiehlt sich daher, erst einmal nur den deutlich besseren zweiten Teil zu spielen, ein wenig sacken zu lassen und irgendwann später vielleicht noch einmal in den Erstling reinzuschauen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Bayonetta 2 hatte wie viele andere Spiele nicht den geringen Erfolg verdient, den die schwache Basis der Wii U mit sich brachte und so ist es erfreulich, dass auf der Switch nun doch noch einmal mehr Spieler die Chance haben, dieses großartige Actionspiel zu erleben. Auf dem Actionsektor gibt es kaum ein Spiel, das der Umbrahexe das Wasser reichen könnte. Es sieht fabelhaft aus, steuert sich perfekt und bietet ein grandioses Kampfsystem, das leicht zu lernen aber schwer zu meistern ist. Genau so, wie es sein soll. Gepaart mit einer Fülle an freischaltbaren Extras, Herausforderungen und Geheimnissen findet sich hier ordentlich Stoff für lange Zockerstunden. Im Vergleich zum ersten Teil wurden zwar nur Kleinigkeiten verbessert, aber das macht Bayonetta 2 bereits zu einem Spiel der Superlative. Unbedingt zocken! Den Erstling kann man gerne ein wenig später nachholen, da er im Vergleich deutlich unterliegt und die Story nicht relevant ist.


Bayonetta 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.25 Grafik: 9.50
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.50
Wertung: 9.25
  • Super Grafik
  • Perfektes Kampfsystem
  • Tonnen an freischaltbaren Extras
  • Action pur
  • Nur leichte Veränderungen zum Vorgänger

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Rezension vom: 07.03.2018
Kategorie: Action
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Bewertung: 1 (1 Stimme)
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