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Stromausfall: Supergirl Anthologie: Die Geschichte des Mädchens aus Stahl
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/SupergirlSpätestens seit ihrem aktuellen Kinoauftritt dürfte Supergirl wieder verstärkt im Fokus vieler Comicfans stehen. Dabei blickt Kara Zor-El längst auf eine über 65-jährige Geschichte zurück, in der sie sich immer wieder neu erfinden musste. Mal war sie Supermans jugendliche Cousine, mal eine eigenständige Heldin mit ganz eigener Identität. Mit der Supergirl Anthologie: Die Geschichte des Mädchens aus Stahl wirft Panini einen Blick auf diese spannende Entwicklung und präsentiert eine Auswahl der wichtigsten Geschichten aus verschiedenen Jahrzehnten.

Eine Reise durch Supergirls Geschichte
Wie schon die anderen Bände der Anthologie-Reihe verfolgt auch die Supergirl Anthologie keinen durchgehenden Handlungsbogen. Stattdessen erwartet uns eine sorgfältig zusammengestellte Sammlung prägender Geschichten, die chronologisch den Werdegang der Heldin nachzeichnen. Besonders gelungen ist dabei die Unterteilung in fünf Kapitel, die jeweils für eine wichtige Phase ihrer Entwicklung stehen.

Den Anfang macht „Die Geburt einer Heldin“. Hier erleben wir Karas ersten Auftritt in Das Supergirl vom Krypton! (1959) sowie weitere klassische Abenteuer wie Besuch von Supergirl! (1960), Die Braut des Mr. Mxyzptlk! (1962), Die Spur des Wahnsinnigen! (1972), Todesschrei vom Himmel! (1979), Eine Frau, nicht von dieser Welt! (1982) und Wer stahl Supergirl das Leben? (1984). Gerade die älteren Geschichten zeigen eindrucksvoll, wie sich Erzählweise und Zeichenstil über die Jahrzehnte verändert haben.

Mit „Die Matrix von Supergirl“ schlägt der Band anschließend ein völlig neues Kapitel auf. Geschichten wie Die Zukunft von Metropolis! (1993), Zuflucht (1993), Begrenzte Ressourcen (1996) und Mit Leib und Seele (1996) widmen sich einer ungewöhnlichen Inkarnation der Heldin und zeigen, wie experimentierfreudig DC in den 1990er-Jahren mit der Figur umging.

Im dritten Abschnitt, „Die Rückkehr der verlorenen Tochter“, kehrt schließlich Kara Zor-El selbst zurück. Comics wie Die neuen Abenteuer von Supergirl, der Stählernen (2005), Ohne Titel (2006) und Warum die Welt Supergirl nicht braucht (2008) verdeutlichen, wie sie sich ihren Platz im modernen DC-Universum neu erkämpfen muss.

Mit „Ein neues Supergirl“ folgen Das Ende vom Anfang (2012) und Weg der Wut (2014), bevor die Anthologie mit „Die Weihe“ und den Geschichten Supergirl Rebirth (2016) sowie Mein Leben eben (2016) den Bogen bis in die moderne Rebirth-Ära spannt.

Mehr als nur Supermans Cousine
Besonders schön ist, wie deutlich die Anthologie zeigt, dass Supergirl längst aus Supermans Schatten herausgetreten ist. Zwar spielt ihre Herkunft von Krypton natürlich weiterhin eine wichtige Rolle, doch die ausgewählten Geschichten machen klar, dass Kara eine eigenständige Persönlichkeit besitzt. Immer wieder muss sie ihren eigenen Weg finden, Verantwortung übernehmen und ihren Platz zwischen ihrer kryptonischen Herkunft und ihrem Leben auf der Erde definieren.

Besonders gefreut hat mich außerdem, dass auch zahlreiche ältere Geschichten den Weg in diesen Band gefunden haben. Viele Leserinnen und Leser kennen Supergirls Anfänge schließlich gar nicht mehr. Umso schöner ist es, diese Klassiker heute noch einmal erleben zu können und nachzuvollziehen, wie sich die Figur im Laufe der Jahrzehnte entwickelt hat.

Doch auch die neueren Geschichten haben natürlich ihren Reiz. Gerade sie verleihen der Figur noch einmal deutlich mehr Tiefe. Hier ist Kara nicht einfach nur eine Heldin mit denselben Kräften wie Superman, sie kämpft ebenso mit Selbstzweifeln, Verlusten und der Frage, wer sie eigentlich sein möchte. Dadurch gewinnt sie spürbar an Persönlichkeit.

Ein würdiger Band der Anthologie-Reihe
Auch qualitativ reiht sich die Supergirl Anthologie nahtlos in Paninis bisherige Anthologien ein. Der hochwertige Hardcoverband macht im Regal eine ausgezeichnete Figur und wird durch informative Einleitungstexte ergänzt, die jede Epoche kurz einordnen. Gerade Leserinnen und Leser, die bislang nur wenig Berührung mit Supergirl hatten, finden sich dadurch schnell zurecht.

Natürlich bringt das Konzept einer Anthologie auch kleinere Nachteile mit sich. Zwischen den einzelnen Geschichten liegen teilweise Jahrzehnte, wodurch sich Zeichenstil, Erzähltempo und Figurenzeichnung zum Teil deutlich unterscheiden. Manche Klassiker mögen aus heutiger Sicht auch etwas altmodisch wirken, während moderne Geschichten wesentlich dynamischer erzählt werden. Genau dieser Wandel macht jedoch auch den besonderen Reiz des Bandes aus.

Fazit:
Die Supergirl Anthologie: Die Geschichte des Mädchens aus Stahl ist weit mehr als eine Sammlung einzelner Comics. Sie erzählt anhand von 18 ausgewählten Comics die wechselvolle Geschichte einer Heldin, die sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder neu erfunden hat und heute längst zu den wichtigsten Figuren des DC-Universums zählt. Die gelungene Auswahl deckt nahezu alle wichtigen Entwicklungsphasen ab und macht den Band sowohl für Einsteiger als auch für langjährige Fans interessant. Wer verstehen möchte, warum Kara Zor-El bis heute eine der beliebtesten Superheldinnen überhaupt ist, findet hier den perfekten Einstieg.

Zu erwerben gibt es Supergirl Anthologie: Die Geschichte des Mädchens aus Stahl für 39,00 Euro (bzw. 30,99 Euro als E-Book) bei Amazon, im Buchhandel oder beim herausgebenden Panini Verlag.

© 2026 Panini Verlags GmbH

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Special vom: 03.08.2026
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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