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Nachdem der Auftakt von Akinokos viralem Hit TonaNeko die Leserinnen und Leser mit seiner ruhigen Erzählweise und dem charmanten Zusammenspiel von Minato und Nekozane verzaubert hat, legte Panini Manga kürzlich den zweiten Band nach. Wer befürchtet hatte, dass die Geschichte nach dem behutsamen Kennenlernen der beiden in typische Genre-Klischees abrutscht, darf beruhigt sein: Auch die Fortsetzung bleibt sich treu und zelebriert weiterhin kleine Schritte in einer Beziehung.
Der Alltag bringt die beiden langsam näher zusammen Nachdem Minato und Nekozane im ersten Band überhaupt erst begonnen haben, miteinander warm zu werden, verschiebt sich der Fokus nun stärker auf gemeinsame Erlebnisse, die das gegenseitige Vertrauen langsam wachsen lassen.
Ein zentraler Aspekt der Handlung ist dabei das vorsichtige Aufbrechen von Isolation. Nekozane, die bisher beinahe wie ein Geist durch den Schulalltag schlich, beginnt durch Minatos Anwesenheit langsam, ihre Komfortzone zu verlassen. Ob bei gemeinsamen Schulaufgaben oder in kleinen Momenten außerhalb des Klassenzimmers – jede Begegnung ist von einer sanften Melancholie geprägt, gleichzeitig aber auch von einer spürbar wärmer werdenden Verbindung. Eine echte Freundschaft scheint zwar noch immer in weiter Ferne zu liegen, doch die ersten zaghaften Schritte dorthin sind deutlich erkennbar.
Vor allem Minato beginnt zunehmend, über seine eigenen Gefühle nachzudenken. Gleichzeitig bleibt Nekozane weiterhin schwer greifbar. Ihre katzenhaften Eigenheiten sorgen auch diesmal wieder für viele niedliche und humorvolle Momente, dienen aber gleichzeitig als Ausdruck ihrer verschlossenen Persönlichkeit. Und gerade als Minato beginnt, sich ihr vorsichtig anzunähern, taucht plötzlich Nekozanes beste Freundin auf – die von ihm alles andere als begeistert zu sein scheint …
Zwischen den Zeilen steckt die eigentliche Magie Wie schon im ersten Band liegt die größte Stärke des Mangas erneut in der Art, wie seine Figuren erzählt werden. Minato, Nekozane und die Nebencharaktere erklären sich nicht ständig selbst. Vieles geschieht zwischen den Zeilen – durch Gestik, Blicke oder kleine Veränderungen im Verhalten. Gerade dieses subtile Erzählen macht einen großen Teil des Reizes von TonaNeko: Meine katzenhafte Mitschülerin aus und sorgt dafür, dass man jede Szene aufmerksam verfolgt.
Band 2 zeigt zudem noch deutlicher, wie unsicher beide Figuren im Umgang mit Nähe sind. Kleine Missverständnisse, vorsichtige Gespräche und dieses ständige Austesten der eigenen Gefühle wirken dadurch angenehm glaubwürdig und nie künstlich dramatisch.
Akinokos größte Stärke bleibt die Atmosphäre Auch zeichnerisch bleibt die Reihe auf hohem Niveau. Akinokos weicher und ausdrucksstarker Stil unterstreicht die ruhige Atmosphäre perfekt. Besonders die Panels mit wenig oder gar keinem Text entfalten dabei oft die größte Wirkung. Die Mimik von Minato, der immer wieder mit seinem eigenen Mut ringt, oder die subtilen Veränderungen in Nekozanes Körpersprache erzählen häufig mehr, als lange Dialoge es könnten.
Generell besitzt TonaNeko weiterhin diese fast schon beruhigende Atmosphäre, die nur wenige Slice-of-Life-Reihen wirklich erreichen. Der Manga nimmt sich bewusst Zeit für seine Figuren und erlaubt es den Leserinnen und Lesern, einfach ein Stück Alltag mit ihnen zu verbringen. Für manche dürfte das Erzähltempo beinahe zu langsam sein, doch genau diese Entschleunigung sorgt letztlich für das warme Gefühl, das die Reihe so besonders macht.
Gleichzeitig gelingt Band 2 die wichtige Balance zwischen Stillstand und Entwicklung. Die Geschichte bleibt ruhig, bewegt sich emotional aber dennoch spürbar vorwärts. Man merkt deutlich, dass sich zwischen Minato und Nekozane langsam etwas verändert – auch wenn die beiden selbst ihre Gefühle noch nicht wirklich einordnen können.
Natürlichkeit statt Drama Gerade im direkten Vergleich zu vielen anderen Schulromanzen fällt erneut auf, wie bewusst sich TonaNeko gegen typische Genremechaniken entscheidet. Statt überdrehter Comedy oder künstlicher Dreiecksdramen setzt die Reihe weiterhin auf Natürlichkeit und emotionale Ehrlichkeit.
Das macht den Manga vielleicht etwas entschleunigter als andere RomComs, verleiht ihm aber gleichzeitig eine besondere Glaubwürdigkeit. Wer bereits den ersten Band mochte, wird deshalb auch mit dem zweiten Band sehr wahrscheinlich wieder genau das bekommen, was die Reihe so sympathisch macht: eine ruhige, gefühlvolle Geschichte über zwei unsichere Menschen, die sich langsam näherkommen.
Fazit: TonaNeko: Meine katzenhafte Mitschülerin – Band 02 führt die Stärken des Auftakts konsequent fort und vertieft die Beziehung zwischen Minato und Nekozane auf angenehm natürliche Weise. Akinoko bleibt seiner ruhigen Erzählweise treu und erschafft erneut eine warmherzige Mischung aus Slice of Life, sanfter Romantik und charmanten Alltagsmomenten.
Wer bereits Gefallen an der entschleunigten Atmosphäre des ersten Bandes gefunden hat, dürfte sich auch im zweiten Band sofort wieder zu Hause fühlen. Die Reihe beweist einmal mehr, dass es nicht immer große Dramen braucht, um emotional zu berühren – manchmal reichen eben schon ein gemeinsamer Heimweg, ein vorsichtiger Blick oder ein paar unsichere Worte.
Zu erwerben gibt es TonaNeko: Meine katzenhafte Mitschülerin – Band 02 für 8,99 Euro bei Amazon, im Buchhandel oder im herausgebenden Panini Verlag.
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