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Wer an die Mechanisierung der deutschen Landwirtschaft denkt, dem schießt unweigerlich ein ganz bestimmtes Bild in den Kopf: kräftiges Grün, leuchtend rote Felgen und das markante Knattern eines Einzylinders. Der Fendt F20 "Dieselross" ist weit mehr als nur ein Traktor – er ist ein Stück Zeitgeschichte auf Rädern. Revell hat sich dieses Urgesteins angenommen und bringt mit dem Set 07828 den F20 in das beliebte Easy-Click-System. Wir haben uns angesehen, ob der kleine Schlepper auch im Maßstab 1:24 ordentlich PS auf die Piste bringt.
Was ist das Revell Easy-Click-System? Bevor wir uns dem eigentlichen Modell widmen, möchte ich zunächst noch einen kurzen Blick auf die Click-System-Reihe werfen – schließlich gibt es doch noch hier und da welche, die damit bislang noch keine Berührungspunkte hatten.
Das sogenannte Easy-Click-System, das Revell vor einigen Jahren eingeführt hat, richtet sich in erster Linie an Einsteiger und alle, die ohne großen Aufwand in den Modellbau hineinschnuppern möchten. Im Gegensatz zu klassischen Revell-Bausätzen wird hier nämlich nichts geklebt. Stattdessen sind die Plastik-Bauteile so konstruiert, dass sie sich einfach zusammenstecken lassen.
Viele Teile sind zudem bereits farbig gestaltet, sodass auch das Bemalen optional bleibt. Wer möchte, kann dem Modell später natürlich noch zusätzliche Details verleihen, notwendig ist das aber nicht. So entsteht ein zugänglicher Mix aus klassischem Modellbau und einem unkomplizierten Steckprinzip, das man eher von Bausystemen wie LEGO kennt und so auch für Modellbau-Neulinge bestens geeignet ist.
Ein Stück Landwirtschaftsgeschichte Das gilt natürlich auch für den Fendt F20 "Dieselross", der auf dem legendären Vorbild aus den 1950er-Jahren basiert. Der F20 war damals der Stolz des in Marktoberdorf ansässigen Unternehmens. In einer Zeit, in der die Landwirtschaft zunehmend mechanisiert wurde, stand er für Fortschritt, Zuverlässigkeit und harte Arbeit.
Als Weiterentwicklung der bekannten "Dieselross"-Reihe überzeugte der F20 durch seine robuste Bauweise, seinen sparsamen Betrieb und einen wassergekühlten Einzylinder-Viertakt-Dieselmotor mit rund 20 PS – für die damalige Zeit und seine Größe durchaus beachtlich. Zwischen 1951 und 1957 gebaut, entwickelte er sich schnell zum Inbegriff des zuverlässigen Hofschleppers und legte den Grundstein für den Aufstieg von Fendt zu einer der bis heute weltweit führenden Traktorenmarken.
Kompakter Bausatz mit überraschend vielen Details Das Modell des F20 besteht aus 91 Teilen, die dank präziser Spritzgussfertigung sauber ineinandergreifen, sodass der Aufbau ohne Frust vonstatten geht. Natürlich muss man dabei nicht erraten, wo welches Teil hinkommt. Dem Set liegt nämlich eine übersichtlich gestaltete Bauanleitung bei, die Schritt für Schritt durch den Zusammenbau führt und schnelle Fortschritte ermöglicht. So kommen selbst Einsteiger ohne jegliche Vorkenntnisse problemlos ans Ziel.
Für den Feinschliff sorgen am Ende die beiliegenden Sticker, wobei man hier die Wahl zwischen klassischen, selbstklebenden Stickern und Abziehbildern hat. Letztere müssen zunächst in Wasser eingeweicht und anschließend mit zusätzlichem Kleber (nicht im Lieferumfang enthalten) angebracht werden. Das ist zwar etwas mehr Arbeit, sorgt dafür aber auch für ein etwas authentisches Finish.
Trotz des einfachen Stecksystems geizt das Modell dennoch nicht mit Details. Besonders hervorzuheben ist die mehrteilige Nachbildung des Einzylinder-Motors. Und auch die charakteristische Motorhaube ist beweglich gestaltet, sodass man jederzeit einen Blick auf das Herzstück des Dieselrosses werfen kann. Die beweglichen Reifen bestehen zudem aus einer gummiähnlichen Mischung, was dem Traktor nicht nur eine tolle Haptik verleiht, sondern auch wesentlich besser aussieht als herkömmliche Plastikräder. Abgerundet wird der spartanische, aber funktionale Look der 50er Jahre durch das charakteristische filigrane Gestänge und die Sitzbank.
Im Maßstab 1:24 bleibt das Modell dabei angenehm kompakt, ist mit einer Länge von 11,7 Zentimetern aber dennoch groß genug, um in der Vitrine oder auf dem Schreibtisch aufzufallen.


Fazit: Der Fendt F20 "Dieselross" von Revell ist ein rundum gelungenes Gesamtpaket. Der Bausatz beweist eindrucksvoll, dass „einfach zu bauen“ keineswegs „einfach gestrickt“ bedeuten muss.
In ein bis zwei Stunden verwandeln sich rund 90 Kunststoffteile in ein ansehnliches Modell, das seinem ikonischen Vorbild mehr als gerecht wird. Ob auf dem Schreibtisch oder in der Vitrine – der kleine Schlepper macht in jeder Umgebung eine gute Figur und ist damit sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Modellbauer eine klare Empfehlung.
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