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Mit Laura Kinney: Wolverine – Band 1: Die ultimative Killerin startet beim Panini Verlag eine neue Comicreihe, die eine der interessantesten Figuren aus dem Umfeld von Wolverine in den Mittelpunkt rückt. Statt Logan selbst steht diesmal Laura Kinney im Fokus – die ehemalige X-23, genetisch aus Wolverines DNA erschaffen und einst als perfekte Attentäterin ausgebildet. Der Band versammelt die ersten fünf US-Ausgaben der aktuellen Serie und liefert damit einen actionreichen Einstieg in ein neues Kapitel von Lauras Geschichte.
Vergangenheit mit Krallen Laura Kinneys Vergangenheit ist düster: Einst wurde sie in einem geheimen Programm als perfekte Waffe erschaffen – gezüchtet aus der DNA von Wolverine und von klein auf darauf trainiert, zu töten. Doch längst hat sie sich von dieser Rolle emanzipiert. Heute kämpft sie als Wolverine für Mutanten und Menschen, die selbst nicht in der Lage sind, sich zu verteidigen.
Die Story von Autorin Erica Schultz setzt genau hier an. Laura erhält einen Hilferuf, der sie auf eine gefährliche Mission nach Dubai führt. Gleichzeitig taucht eine radikale Organisation namens „Humanity First!“ auf, die Mutanten mit fanatischem Hass verfolgt und einen verheerenden Anschlag vorbereitet. Als sich die Spuren nach Hell’s Kitchen verdichten, muss Laura alles riskieren, um eine Katastrophe zu verhindern, und sich obendrein dem Schatten ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Action, Moral und Charakter Was diese Serie besonders interessant macht, ist der Fokus auf Laura selbst. Sie ist nicht der zynische Einzelgänger, der Wolverine über Jahrzehnte geprägt hat, sondern eine Figur mit eigener Identität und eigenen Konflikten. Die Geschichten zeigen eine Heldin, die zwar über tödliche Fähigkeiten verfügt, sich aber ständig fragt, wann Gewalt gerechtfertigt ist – und wann nicht. Gerade dieser innere Konflikt verleiht der Handlung mehr Tiefe als vielen klassischen Superheldenprügeleien. Schultz gelingt es, Action und Charakterentwicklung gut auszubalancieren. Die Geschichte bleibt rasant, verliert dabei aber nie die emotionale Seite der Figur aus den Augen.
Dynamische Bilder mit viel Energie Für die grafische Umsetzung sorgt Zeichnerin Giada Belviso, deren Stil perfekt zur Figur passt. Die Panels sind dynamisch und energiegeladen, besonders in den Kampfszenen, in denen Laura ihre Klauen ausfährt und ohne Zögern in den Kampf stürzt. Gleichzeitig gelingt es Belviso, auch ruhigere Momente überzeugend einzufangen. Gerade diese Szenen verleihen der Geschichte Gewicht, weil sie zeigen, dass hinter der scheinbar unaufhaltsamen Kämpferin eine Figur steckt, die ständig mit ihrer Vergangenheit ringt.
Fazit: Laura Kinney: Wolverine – Band 1: Die ultimative Killerin ist ein gelungener Auftakt für eine Reihe, die das Wolverine-Erbe aus einer neuen Perspektive betrachtet. Der Comic verbindet rasante Action mit einer Hauptfigur, die mehr Tiefe besitzt als viele klassische Superhelden. Für Fans der Mutantenwelt von Marvel Comics ist der Band ohnehin Pflichtlektüre. Aber auch Neueinsteiger bekommen hier eine spannende Geschichte serviert, die zeigt, warum Laura Kinney längst zu den interessantesten Figuren des modernen Marvel-Universums gehört.
Erhältlich ist Laura Kinney: Wolverine – Band 1: Die ultimative Killerin für 16,00 Euro bei Amazon, im Buchhandel sowie beim herausgebenden Panini Verlag.
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