Stell dir vor, du bist im Weltall unterwegs. Bis du durch ein großes Gebiet voller Felsbrocken kommst. Du schubst einige an, die dann ihrerseits miteinander verschmelzen. Neugierig geworden sorgst du dafür, dass dieser große Fels immer größer und größer wird. Bis daraus ein kleiner Planet enstanden ist. Und sich daraufhin die Sonne meldet, um mit dir zu sprechen.
Das ist die Ausgangslage von Curiosmos. Das Game wird aktuell von Céline Veltman & The Silly Stars entwickelt und wird auch von ihnen gepublisht werden. Der Titel wurde schon in diversen Präsentationen wie der Wholesome Direct aus dem letzten Jahr vorgestellt und konnte ebenfalls einige Preise einheimsen. Wie beispielsweise den WINGS Award auf der A Maze 2024 in Berlin.
Und man kann nachvollziehen, wieso das Spiel solche Aufmerksamkeit erregt. Denn das Spielprinzip ist ebenso einfach, wie bestechend. Du wirst im Laufe des Games nicht nur die Entstehungsgeschichte eines Sonnensystems nachspielen, sondern auch die Entstehung von erstem Leben. Und damit die Geschichte nicht zu langweilig wird, gibt es dann auch noch eine Bedrohung durch ein Schwarzes Loch in der Nachbarschaft.
Das Schöne ist, dass das Game von Anfang gute Laune macht und machen will. Die Optik ist kindgerecht, so das beispielsweise alle größeren Objekte Gesichter haben. Auf diese Weise wird ein interessantes, aber auch komplexes Thema Nachwuchsspielern nähergebracht. Was eindeutig für das Game spricht.
Dabei verzichtet Curiosomos darauf, den Spieler zu sehr an die Hand zu nehmen. Die Anweisungen, was du als Nächstes zu tun hast, werden durch ein kleines Gespräch sowie durch sein simples Symbol dargestellt. Den Rest musst du herausfinden. Häufig reicht es aus, dass du Objekte ziehst und dann irgendwohin schleuderst. Oder dass du auf andere Sachen klickst und so weiter kommst.
Doch hat dieser Ansatz auch seine Nachteile: So musste ich in einer Mission die Erde mit Wasser füllen. Ich hatte bereits Vulkane hervorgerufen und sollte jetzt Eisbrocken, die ich vorher gesammelt hatte, auf die Oberfläche in das heiße Magma schmeißen. Nur, dass ich das nicht wusste. Ich dachte zunächst, dass es ausreichen würde, sie einfach so auf die Planetenoberfläche zu werfen. Und als ich dann herausfand, dass die in die Lava mussten, war es schon zu spät. Ich hatte kaum noch welche über. Zwar flogen im Orbit weitere Felsbrocken umher. Doch spuckten die, als ich auf sie klickte, kein Eis aus. Erst später stellte sich heraus, dass ich für Nachschub wieder in den Asteroidengürtel musste.
Immerhin wissen die Entwickler dies. Diese und andere Mankos, wie beispielsweise Spielabstürze, notieren sie sich und verbessen das nach und nach. Sie stehen im regen Kontakt mit der Community, was wirklich super ist.
Aktuell ist Curiosmos nur als Demo verfügbar. Wann der Titel endlich herauskommen wird, ist noch unklar. Wobei es wohl so ist, dass die Entwickler einen Release in diesem Jahr anvisieren.
Mir hat das Game Spaß gemacht, trotz seiner Fehler. Aber da die Programmierer daran arbeiten, diese zu beheben, gehe ich davon aus, dass uns zum Release ein Must-Play ins Haus steht.