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LEGO-Ecke: Nike Dunk x LEGO
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Vor einem knappen Jahr haben LEGO und Nike eine gemeinsame Kooperation beschlossen.
Das Hauptanliegen dieser Zusammenarbeit ist es, den „Just Do It“-Spirit von Nike mit der fantasievollen Kraft von LEGO-Steinen zu vereinen und so das Spielen wieder in den Sport zu integrieren und Kinder zum Sport zu bringen. Zu diesem Zweck erhalten Kinder die Möglichkeit, sich in verschiedenen Städten in spannende Abenteuer zu stürzen und sich so auf spielerische Art und Weise sportlich zu betätigen.
Darüber hinaus umfasst die Kooperation aber auch eine ganze Reihe an Co-Branding-Produkten. Während am 01. August der Air Max Dn x LEGO sowie eine Bekleidungs- und Accessoire-Linie erscheinen werden, veröffentlicht LEGO seinerseits am 01. Juli das Nike Dunk x LEGO-Set (43008), bevor im September weitere LEGO Bausätze folgen werden.

Wie der Name des ersten LEGO x Nike-Sets bereits vermuten lässt, wird hier einem der legendärsten Basketballschuhe von Nike auf besondere Art gewürdigt – dem Nike Dunk.
Die Geschichte des Nike Dunk startet in der College-Basketballsaison 1985/1986, als Nike auf die Idee kam, den Top-College-Teams wie der University of Kentucky, Georgetown oder Syracuse Aufwärmsatz und Schuhe in ihren jeweiligen Team-Farben zu präsentieren. Die Idee kam allerdings nicht nur bei den College-Basketballern gut an, sondern ebenfalls abseits des Parketts, wo er schon bald auf der Straße, aber auch in der Mode und Musik zu sehen war.

Dass der Dunk ein solcher Erfolg wurde, war dabei selbst für Nike eine echte Überraschung. Schließlich wurde er, anders als zum Beispiel der 1984er Legend, der ’85er Terminator oder der ’85er Jordan 1, die alle für den Dunk Pate standen, nicht akribisch in Monaten und Jahren entwickelt. Stattdessen sorgte der Zeitdruck dafür, dass das Dunk in nur sechs Wochen entworfen, entwickelt und ausgeliefert wurde.

Nach dem Hype um den Dunk wurde es um den Schuh aber auch schnell wieder ruhig, bis ihn in den 90er-Jahren Skater*innen für sich entdeckten. In Schnäppchenläden gekauft, war er dank seines Looks, der Skateabiilty und der Trick-Performance der perfekte Schuh fürs Skateboarden.
Das entging natürlich auch Nike nicht. Und so wollte der Sportartikelhersteller Profit daraus ziehen und entwickelte spezielle Schuhe fürs Skateboarden. Allerdings kamen diese nie so gut an wie der Dunk, weshalb man Anfang der 2000er-Jahre damit anfing, den Schuh zu überarbeiten. Heraus kam der Dunk Low Pro SB, der zwar den Style des ursprünglichen Dunk hatte, aber mit seiner gepolsterten und verstärkten Lasche an die Bedürfnisse der Skater*innen angepasst wurde. Mit dieser Weiterentwicklung erlebte der Dunk sein Revival, welches bis heute ungebrochen ist. Denn auch heute findet der Dunk in verschiedensten Varianten seinen Platz an Millionen von Füßen.

Der im Nike Dunk x LEGO-Set enthaltene Dunk stellt allerdings nicht den weiterentwickelten Dunk Low Pro SB, sondern den klassischen Dunk aus den 80er-Jahren dar, was man natürlich an seiner Höhe erkennt.
Ebenfalls klassisch kommt auch das Farbdesign daher. Die blau-weiße Kombination ist nämlich die, die die University of Kentucky 1985/86 von Nike erhalten hat. Aber nicht nur hier hat LEGO auf Authentizität geachtet. Wenn man sich das Modell einmal anschaut und es mit seinem realen Vorbild vergleicht, erkennt man, dass hier wirklich darauf geachtet wurde, den Schuh so gut, wie es mit LEGO-Teilen möglich ist, nachzubauen.
Um dies zu schaffen, wurden auch ein paar spezielle Teile verwendet, um die prägnante, löchrige vordere Oberseite des Schuhs (im Englischen Vamp genannt) darzustellen.
Am oberen Ende der Schuhzunge ist zudem das Nike-Logo auf einem extra für das Set bedruckten Teil abgebildet. Leider wurden aber nicht alle Teile bedruckt, weshalb es dennoch ein paar Sticker gibt. Unter anderem werden so etwa die Schnürsenkel dargestellt, die hier mit LEGO-Steinen gebaut werden und nicht wie im LEGO Adidas Superstar-Modell (10282) mit echten Schnürsenkeln gebunden werden. Dafür hat man aber zumindest die Wahl, ob man sich blaue oder grüne Schnürsenkel an seinen Dunk machen möchte.

Der Zusammenbau des Schuhs ist dank der LEGO-typischen Bauanleitung wieder problemlos zu schaffen. Während der 119 Schritte, die bis zur Vollendung des Schuhs durchgeführt werden müssen, erlebt man auch einige ungewöhnliche Bauweisen, die den Zusammenbau sehr interessant gestalten. Dazu gehören etwa Geheimfächer, die im Schuh verborgen sind und in denen nicht nur die Ersatzschnürsenkel ihren Platz finden, sondern ebenfalls dafür genutzt werden können, um irgendetwas anderes darin zu verstecken.
All das hört sich nicht nur positiv an, sondern ist es auch tatsächlich. Der Schuh sieht, wenn man ihn einmal vor sich stehen hat, nämlich wirklich toll aus. Das Einzige, was ein wenig negativ auffällt, ist die Größe des Schuhs. Statt es hier mit einem Modell für ausgewachsene Basketballspiele zu haben, erinnert die Größe eher an ein Kindermodell.

Schlimm ist das aber nicht, schließlich ist der Schuh nicht das Einzige, was im Set enthalten ist (wenngleich man den Schuh auch für sich alleine hinstellen könnte). Vielmehr ist er nur ein Teil eines ganzen Displays, zu dem ebenso der legendäre Dunk-Schriftzug sowie ein drehbarer Basketball gehören. Auch deren Aufbau ist natürlich dank der jeweils separaten Anleitungen kein Problem.
Hat man die insgesamt 1180 Teile zusammengesetzt, hat man am Ende ein 25 Zentimeter hohes, 38 Zentimeter breites und 13 Zentimeter tiefes Modell vor sich stehen.
Das i-Tüpfelchen auf diesem schönen Set ist die exklusive Minifigur, die dem ganzen ebenfalls noch beiliegt. Hierbei handelt es sich nämlich nicht nur um einen schnöden Basketballspieler. Stattdessen ist „B’ball-Head“, wie er von LEGO getauft wurde, ein Superfan mit Basketball-Kopf. Mit seinen zahlreichen Details wie etwa der aufgedruckten Sonnenbrille, dem Basketball-Dress oder den Nike Dunks, die er natürlich an seinen Füßen trägt, ist B’Ball-Head eine kultverdächtige Figur, die unter Sammler*innen sicherlich schon bald sehr begehrt sein dürfte.

Eine Sache muss ich am Ende dieser Rezension leider noch negativ aufführen, was jedoch nichts mit dem eigentlichen Modell zu tun hat. Vielmehr geht es einmal mehr um die Verpackung, um genau zu sein, um die Tütchen, in denen die LEGO-Steine stecken. Denn im Gegensatz zu anderen neueren LEGO-Sets handelt es sich hierbei nicht um Papiertüten, sondern um altmodische Plastiktüten. Weshalb dem so ist, kann ich bedauerlicherweise nicht beantworten, wollte es aber nicht unkommentiert lassen. Zumal die Wahl wirklich komisch erscheint, da sowohl die Anleitungen in einem der neuen Papierumschläge stecken als auch der ganze Karton einer der neuen Machart ist.


Fazit:
Ein Basketballschuh als LEGO-Modell? Genauso haben wohl viele reagiert, als LEGO das Nike Dunk x LEGO-Set angekündigt hat. Jetzt, wo es herausgekommen ist, müssen viele aber eingestehen, dass die Kooperation nicht nur gelungen ist, sondern das Modell auch ein echtes Highlight darstellt.
Der Zusammenbau des Sets ist abwechslungsreicher als bei vielen anderen Sets und das fertige Modell sehr detailliert. Gemeinsam mit der coolen, exklusiven Minifigur wird aus dem Set so ein wahrer Hingucker, der nicht nur Basketball-Fans interessieren dürfte.

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Special vom: 23.06.2025
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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