Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.
Teil 332: SubwaySim 2 – Berlin-Route U4 (DLC) Mit der U4 hält eine weitere Berliner U-Bahn-Linie Einzug in AerosoftsSubwaySim 2, die trotz ihrer überschaubaren Ausmaße einiges zu erzählen hat. Die gerade einmal 2,9 Kilometer lange Verbindung zwischen Nollendorfplatz und Innsbrucker Platz ist die kürzeste Linie der Hauptstadt und umfasst insgesamt fünf Stationen. Damit ist die Strecke zwar schnell durchfahren, besitzt dafür aber eine bemerkenswerte Geschichte.
Eröffnet wurde die U4 nämlich bereits 1910, als Schöneberg noch eine eigenständige Stadt war. Die Linie entstand damals auf deren eigene Initiative und nimmt deshalb eine besondere Stellung in der Geschichte der Berliner U-Bahn ein. Auch später diente sie noch als Schauplatz für technische Experimente: Zwischen 1981 und 1993 wurden hier zeitweise vollautomatische Züge im regulären Fahrgastbetrieb eingesetzt.
Die U4 wird Teil von Berlin Für SubwaySim 2 läuft die Erweiterung nicht auf einer gänzlich neuen Karte. Stattdessen wird die bereits vorhandene Berlin-Welt direkt ergänzt. Neue Bahnhöfe, Gleise und Tunnelbereiche werden in die bestehende Spielwelt integriert. Wer den DLC besitzt, erhält somit eine Erweiterung des vorhandenen Streckennetzes und keine davon losgelöste neue Karte.
Dabei kommen vier Stationen neu hinzu: Viktoria-Luise-Platz, Bayerischer Platz, Rathaus Schöneberg und Innsbrucker Platz. Zusammen mit dem bereits vorhandenen Nollendorfplatz bildet die U4 damit ihre fünf Stationen umfassende Strecke. Auch die dazwischenliegenden Gleis- und Tunnelbereiche sowie die Kehranlagen gehören selbstverständlich zur Erweiterung.
Neue Technik unter Tage Auch beim Fahrbetrieb gibt es einige Neuerungen. Für die U4 wurde nämlich ein weiterentwickeltes Signalsystem umgesetzt, das sich stärker am realen Vorbild und dessen betrieblichen Abläufen orientiert.
Hinzu kommt eine dynamische Tunnelbeleuchtung, die sich am laufenden Betrieb orientiert. Auch die passenden Fahrgastinformationssysteme sind integriert. Zudem sorgen dynamische Fahrgäste und KI-Verkehr zusätzlich dafür, dass sich die Umgebung während der Fahrt verändert.
Unterschiedliche Tageszeiten und Wetterbedingungen bringen weitere Variationen ins Spiel. Gerade bei einer Strecke, die man relativ schnell auswendig kennt, sind solche Veränderungen eine sinnvolle Ergänzung.
Fahrplan, Karriere und Szenarien Die U4 lässt sich wie gewohnt sowohl im Fahrplan- als auch im Karrieremodus nutzen. Die Fahrpläne orientieren sich dabei am realen Vorbild. Für zusätzliche Abwechslung sorgen vier eigens erstellte Szenarien. Hier warten unterschiedliche Aufgaben und Betriebssituationen darauf, bewältigt zu werden. Die Strecke kann außerdem in beide Richtungen befahren werden, während neben dem eigenen Zug auch KI-Verkehr für Betrieb auf den Gleisen sorgt.
Das macht die U4 vor allem für Spieler interessant, die weniger Wert auf möglichst lange Fahrten und mehr auf einen überschaubaren U-Bahn-Betrieb legen. Die wenigen Stationen lassen sich schnell kennenlernen, gleichzeitig bieten Fahrplan, Karriere und Szenarien genügend Möglichkeiten, die Strecke auf verschiedene Art zu nutzen.
Fazit: Die U4 ist eine kompakte, aber interessante Erweiterung für SubwaySim 2. Neben den vier neuen Stationen und den dazugehörigen Streckenabschnitten bringt sie eigene Signaltechnik, dynamische Betriebselemente, Fahrplan- und Karrieremodus sowie vier Szenarien mit. Besonders gelungen ist auch die Integration in die bestehende Berlin-Karte, wodurch die Erweiterung das vorhandene Netz tatsächlich vergrößert. Wer lange Fahrten erwartet, sollte sich der überschaubaren Ausdehnung allerdings bewusst sein – länger als sechs Minuten dauert eine Fahrt in der Regel nämlich nicht. Für Fans des Berliner U-Bahn-Betriebs bietet die U4 aber dennoch einen interessanten neuen Abschnitt und macht zugleich neugierig darauf, wie sich das virtuelle Berlin mit zukünftigen Erweiterungen entwickeln könnte.