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SimSimulator - Teil 308: Crime Simulator
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 308: Crime Simulator
PlayWay und Ultimate Games haben in den letzten Jahren gefühlt jede Alltagssituation in eine Simulation verwandelt. Vom Panzerbasteln bis zum Aufbau eines Tierheimes war alles dabei. Mit Crime Simulator geht’s nun aber ins Reich der Gesetzlosen – und das jetzt auch endlich auf der Xbox.

Einsteigen, einpacken, abhauen
Für alle, die den Crime Simulator auf dem PC noch nicht gespielt haben, ist das Prinzip schnell erklärt: Du schlüpfst in die Rolle eines Kleinkriminellen, der sich Stück für Stück die Karriereleiter hochstiehlt. Anfangs knackst du einfache Häuser, lernst die Gewohnheiten der Bewohner kennen und freust dich über jeden halbwegs wertvollen Toaster, der im Rucksack landet.
Die Xbox-Version spielt sich dabei erstaunlich geschmeidig. Das Controller-Layout ist intuitiv, das Knacken von Schlössern oder das Schleichen durch dunkle Räume wirkt weder hakelig noch überladen. Besonders das Ausspähen von Häusern ist dabei gelungen. Man beobachtet die Bewohner und deren Gewohnheiten durch die Fenster und markiert sich Kameras. Mit Hilfe dieser Informationen plant man seinen Einbruch, bis der perfekte Moment dafür ist. Hierbei entsteht ein angenehmer Flow, der ein wenig an den Thief Simulator erinnert, allerdings deutlich zugänglicher gestaltet ist.

Gameplay zwischen clever und repetitiv
Der Crime Simulator lebt von seiner Mischung aus Stealth, Beobachtung und Improvisation. Wenn ein Plan aufgeht und man unbemerkt mit gutem Loot davonkommt, ist das ein echtes Highlight. Doch ganz ohne Hänger kommt das Spiel nicht aus. Manche Missionen laufen nach ein paar Stunden etwas zu vertraut ab – rein, raus, Loot, repeat. Dafür entschädigt das Progressionssystem: Neue Tools, neue Skills und anspruchsvollere Ziele sorgen dafür, dass man immer etwas hat, auf das man hinarbeitet. Und spätestens wenn man teurere Sicherheitssysteme austrickst oder sich an größeren Objekten versucht, steigt der Puls wieder.

Manchmal clever, manchmal naiv
Die Bewohner reagieren bei all dem grundsätzlich glaubwürdig auf Lärm, Licht oder offene Türen. Geräusch zu laut? Zack, Polizei auf dem Weg. Schatten am Fenster? Gute Nacht. Das funktionierte bereits auf dem PC sehr gut, und so ist es nun eben auch auf der Xbox. Es gibt aber ebenfalls Momente, in denen NPCs plötzlich stehen bleiben, an Wegpunkten hängen bleiben oder nach wenigen Sekunden einfach vergessen haben, dass da irgendetwas war. All das lässt die Immersion leider ein wenig bröckeln. Zwar nicht Dramatisches, allerdings dennoch ärgerlich.

Xbox kann mehr, aber es reicht
Optisch gewinnt Crime Simulator sicherlich keinen Schönheitspreis, weder auf Xbox Series X noch auf Series S. Das Spiel sieht zweckmäßig aus: sauber, funktional, aber selten beeindruckend. Dafür läuft es stabil und ohne nennenswerte Performanceeinbrüche – selbst wenn man nachts mit Taschenlampe und vollem Inventar durch ein Alarmanlagen-Labyrinth schleicht.
Der Sound hingegen trifft ins Schwarze. Knarzen, Schritte, entfernte Sirenen – das sorgt gerade mit Surround oder guter Soundbar für eine richtig dichte Atmosphäre. Die Musik hält sich dabei angenehm im Hintergrund und lässt die Spannung für sich arbeiten.


Fazit:
Crime Simulator ist kein Grafikblockbuster und revolutioniert auch nicht das Simulator-Genre – und dennoch macht es Spaß, ihn zu spielen. Die Mischung aus Planung, Nervenkitzel und dem befriedigenden Gefühl, wieder mal den perfekten Einbruch hingelegt zu haben, macht einiges her und bereitet einem viel Freude. Auf der Xbox kommt das gesamte Paket dabei überraschend rund rüber. Steuerung, Performance und Spielgefühl passen, auch wenn gelegentliche KI-Aussetzer und die visuelle Durchschnittlichkeit das Gesamtbild etwas trüben.
Wer Lust auf ein unaufgeregtes, aber atmosphärisches Stealth-Sandbox-Spiel hat, wird mit Crime Simulator sicherlich viele spannende Abende erleben.

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Special vom: 09.12.2025
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
Kategorie: Special
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