Genre:
Action USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
20 €
Systeme:
PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S
Testsystem:
Windows 11 64 Bit, 64 GB RAM, Amd Ryzen 7 7800X3D 8 x 4.20GHZ, Radeon RX 7800 XT 16GB
Inhalt:
Mental, Hauptschurke # 1 von Serious Sam hat die Grenzen zwischen den Universen niedergerissen. Er schickt sich an, diese zu erobern. Allerdings stellt sich ihm eine Versammlung starker Krieger entgegen. Es sind alle Sams, wenn auch alle unterschiedlich. Doch sie alle eint eins: Wenn es gegen Mental geht, sind sie alle Serious.
Meinung:
Serious Sam ist eine Spielereihe, die man mindestens einmal gespielt haben muss. Entwickelt und gepflegt von Croteam ist das Spielprinzip der Maingames ebenso einfach, wie bestechend: Du und deine Schießprügel müsst in einem Level gegen unzählige Feinde bestehen, die auf dich einstürmen. Das kann frustrierend sein, doch wenn man sich näher damit beschäftigt, dann macht es jede Menge Spaß. Vor allem, so bald man die ersten Erfolge hat.
Es werde Roguelite Es gibt neben den Maingames auch diverse Spinoffs. Der neuste ist jetzt seit einiger Zeit auf dem PC erschienen. Der Name des Games: Serious Sam: Shatterverse.
Entwickelt von Behaviour Interactive (Dead by Daylight), ist dies kein normales Serious Sam Game. Stattdessen haben die Entwickler das eigentliche Spielprinzip genommen und in einen Roguelite Shooter gepackt. Das heißt also, du wirst hier oft scheitern und dir jeglichen Spielefortschritt mühsam erarbeiten müssen.
Das ist, zugegeben, eine mutige Entscheidung. Aber es geschieht mit dem Segen von Croteam, den Entwicklern der Hauptserie. Ziel ist es eventuell, neue Leute in das Franchise zu bringen. Was allerdings nicht ganz aufgeht.
Fokus auf Coop Serious Sam: Shatterverse ist vor allem auf Coop ausgelegt. Das heißt, wenn du bis zu drei zusätzliche Mitspieler hast, macht das Game am meisten Spaß. Es lässt sich zwar auch solo spielen, aber es macht sich mitunter stark bemerkbar, dass es eigentlich mehr für gemeinsames Gameplay ausgelegt worden ist.
Zu Beginn des Games spielst du ein Tutorial, wo dir das Gameplay nähergebracht wird. Inklusive den Blutaltaren. Das sind kleinere Gebiete in den jeweiligen Stages, wo du in engen Bereichen eine bestimmte Anzahl an Gegnern töten musst, ehe es dann weitergeht. Sollte dir die Lebensenergie zur Neige gehen, kannst du auch Feinde so weit anschießen, dass sie – DOOM lässt grüßen – blinken und in einer Nahkampfattacke getötet werden. Und dabei Energie verlieren, mit der du dein Leben wieder auffüllen kannst.
Shatterverse zu spielen ist vor allem für jemanden wie mich, der mit den Maingames groß geworden ist, ein gewöhnungsbedürftiges Spielerlebnis. Einfach, weil die Kombination aus gewohnten Serious Sam Gameplay und den Roguelite Elementen für mich nicht so einfach aufgeht. Im Prinzip hast du gewisse Grundfähigkeiten, die du dann an bestimmten Stellen verbessern kannst. Solltest du nicht zwischendurch sterben, trägst du diese Fähigkeiten zum nächsten Abschnitt.
Der erste Eindruck? Puh! Dabei sind die ersten Stages noch klein und weit von dem Charme entfernt, den man von den Maingames her kennt. Erst spätere Stages sind so groß, wie man es aus den normalen Teilen her kennt und haben ebenfalls die massive Anzahl an Feinden, die auf einen loslaufen. Da kommt dann auch Stimmung auf, die aber leider entsprechend in den allerersten Stages fehlt.
Gleichzeitig lebt das Game ebenso davon, dass du möglichst vieles freischaltest. Das fängt mit Spielfiguren an, die sich nicht nur optisch unterscheiden, sondern auch in ihren Stärken und Fähigkeiten. Du fängst mit dem Retro Sam an, der einen Low Poly Look hat. Dann gibt es ebenso den Alien Sam, der eine besondere Affinität zu der Laserkanone hat. Die kann er 15% länger nutzen, ehe sie sich überhitzt, er kann 100% mehr Nahkampfschaden machen, aber dafür ist sein Dash Cooldown im Vergleich zu den anderen 33% länger.
Ebenso kannst du neue Waffen freischalten. Doch die Preise dafür sind enorm hoch, so das der Progress sehr langsam ist. Was sich auch den Spielspaß auswirkt.
Lang lebe der Grind, nicht! Es ist klar, dass das Game darauf hin entwickelt wurde, Spieler möglichst lange ans Spiel zu fesseln. Doch dafür muss einiges passen. Und das tut es eben nicht. So spaßig die verschiedenen Spielfiguren sein mögen oder das Coop-Gameplay, so nervig ist es, wie grindlastig das Game ist. Wenn jeglicher wichtiger Spielefortschritt von dir erst verlangt, dass du Stunden um Stunden in das Game investierst, dann stimmt da etwas nicht.
Und das ist schade. Denn optisch ist das Game nicht schlecht. Die Stages sind abwechslungsreich designt worden und es gibt das eine oder andere Wiedersehen mit bekannten Feinden. Wobei deren Look nicht so großartig wirkt, wie noch in den Originalgames.
Fazit:
Von Serious Sam hätte ich alles erwartet, nur kein Roguelite Game. Leider ist Serious Sam: Shatterverse ein ziemlicher Reinfall. Es hat zwar gute Ideen, doch der starke Grinddrang, um irgendeine Art von Fortschritt zu erzielen vernichtet vieles. Das und die Tatsache, dass die frühen Stages sich nicht wie Serious Sam anfühlen, zerstört sehr viel Gutwillen und Spielspaß.
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