Genre:
Simulationen USK Freigabe:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG. ca. Preis:
14 €
Systeme:
PC
Testsystem:
Windows 11 64 Bit, 64 GB RAM, Amd Ryzen 7 7800X3D 8 x 4.20GHZ, Radeon RX 7800 XT 16GB
Inhalt:
Als Steinzeitmensch hat man es nicht einfach. Täglich muss man ums Überleben kämpfen. Alles und jeder will einen töten, oder etwas von einem haben. Und dann muss man sich noch weiterentwickeln? Na großartig.
Meinung:
Das Survival Games-Genre ist beliebt. Das Prinzip, dass man sich, entweder alleine oder mit anderen, dem Unbekannten zu stellen und ums tägliche Überleben zu kämpfen muss, hat etwas für sich. Dementsprechend viele verschiedene Settings gibt es bereits. Mal bist du, wie in Subnautica, unter Wasser. Oder, wie in Planet Crafter auf einer fernen Welt.
Ab in die Vergangenheit Bei Polylithic schweifst du nicht in die räumliche Ferne. Du bleibst auf der guten alten Erde. Wenn auch nicht in der Gegenwart.
Stattdessen findet das Spiel in der Steinzeit statt. Du bist also ein Urmensch, den du übrigens im Vorfeld nach Belieben gestalten kannst, der im Prinzip bei null anfängt. Nur um dann nach und nach ein eigenes Dorf aufzubauen, wo er und die Seinen leben können.
Zugegeben ist das prähistorische Setting jetzt nichts neues. In I Mother hat man beispielsweise das Leben einer Neandertalerin nachspielen können. Doch der wesentliche Unterschied zu jenem Spiel ist bei Polylithic, nicht nur das Genre. Sondern auch die Präsentation.
Viele verschiede Möglichkeit, sich auszutoben Das Geschehen wird stets mit einem gewissen Augenzwinkern kommentiert. Einerseits ist das Gameplay natürlich ernst. Aber andererseits gibt es auch bestimme Momente, die man nicht zu ernst nehmen darf, die durchaus humorvoll sind.
Dabei existieren diverse Spielemodi. Zum einen gibt es den Storymodus, wo du den Weg deines Protagonisten durch eine Reihe von Ereignissen nachspielen darfst, die natürlich jeweils ihre eigene Herausforderung bieten. Und zum anderen gibt es einen Endlosmodus, wo du dich ohne Grenzen austoben kannst. Im Vergleich muss ich sagen, dass mir vor allem der Endlosmodus am meisten Spaß gemacht hat. Der Storymodus ist zwar ganz nett, aber die Geschichte an sich hat mich nicht gerade großartig interessiert.
Dabei ist das Gameplay ganz so, wie man es aus anderen Genrespielen her kennt. Du musst darauf achten, dass deine Figur weder verdurstet noch verhungert. Vor allem bei letzteren gibt es diverse Nahrungsquellen. Manche, wie Pilze, kann man sofort vertilgen. Bei anderen muss man erst ein Feuer errichten und es dann über der offenen Flamme braten.
Mit Bugs Allerdings lässt sich ein Feuer nicht einfach so erstellen. Du brauchst Holz, damit es Nahrung hat. Und Steine, damit es begrenzt ist. Und das zieht sich wie ein roter Faden durch das Game. Hier kann man nicht einfach etwas Mal eben bauen. Oft genug braucht es Ressourcen, die du entweder schon auf Vorrat hast. Oder erst noch mühsam sammeln musst.
Dabei hat das Game durchaus seinen Charme. Der vor allem daraus besteht, dass man sich in einer Zeit unterwegs ist, in der es Tiere gibt, die mittlerweile ausgestorben sind. So kann man eine Jagdgemeinschaft bilden und so Mammuts jagen. Derweil man gleichzeitig auch auf Tiere aufpassen muss, die einen zum Fressen gerne haben. Höhlenbären oder Säbelzahntiger sind diese Wesen, auf die man aufpassen muss. Und es kann durchaus sein, dass sie manchmal gehäuft auftreten.
Denn Polylithic ist nicht eben bugfrei. Und wenn dann manchmal Betten auf einmal verschwinden oder das Feindaufgebot gehäuft auftritt, weiß man, dass hier etwas nicht stimmt. Immerhin: Die Entwickler arbeiten fleißig daran, es zu patchen und so die diversen Fehler zu beheben.
Die Grafik ist gewöhnungsbedürftig. Es wurde für das Game eine Low-Poly-Optik gewählt, die eine gewisse Eingewöhnungszeit braucht. Immerhin hat diese ihren Charme.
Fazit:
Polylithic erfindet das Survival-Genre Rad nicht neu. Muss es auch nicht, da es durchaus seinen Charme hat. Das Setting und die Erzählweise der Story sorgen dafür. Schade nur, dass es diverse Bugs hat. Und die gewöhnungsbedürftige Grafik tut ihr übriges.
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