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NASCAR 26

Entwickler: iRacing Studios
Publisher: iRacing Studios

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 61,99 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S

Inhalt:

Seit Jahren bin ich großer NASCAR-Fan. Und auch wenn ich natürlich viele Fahrer gerne auf der Strecke sehe, gibt es mit Bubba Wallace einen ganz besonderen Favoriten. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf NASCAR 26, denn wann bekommt man schon die Gelegenheit, seinen Lieblingsfahrer selbst auf die Strecke zu schicken und mit ihm vielleicht den nächsten Sieg einzufahren? Und natürlich muss auch die Frage beantwortet werden, was sich seit NASCAR 25 tatsächlich getan hat.



Meinung:

Dieses Jahr fühlt sich der Start eines neuen NASCAR-Spiels allerdings anders an – und das hat nichts mit neuen Features oder Ähnlichem zu tun, sondern mit einem Ereignis, mit dem wohl niemand gerechnet hatte. Am 21. Mai 2026 erschütterte nämlich der plötzliche Tod von Kyle Busch die NASCAR-Welt – und auch mich hat diese Nachricht sehr mitgenommen. „Rowdy“ war über viele Jahre eine der prägenden Figuren des Sports. Seit seinem Tod ziert deshalb sein legendärer M&M’s-Wagen den Bildschirm meines Tablets und erinnert mich jeden Tag an einen Fahrer, dessen Rennen ich immer wieder gerne verfolgt habe. Busch wurde im Alter von 41 Jahren aus dem Leben gerissen und hatte zu diesem Zeitpunkt zwei Cup-Meisterschaften sowie 63 Siege in der höchsten NASCAR-Serie auf seinem Konto.

Umso schöner ist es, dass Entwickler und Publisher iRacing Studios ihn zumindest virtuell noch einmal selbst fahrbar machen. Kyle Busch kann in NASCAR 26 nämlich im Quick Race und im Multiplayer ausgewählt werden. Als KI-Fahrer taucht er dagegen nicht im normalen Starterfeld der Karriere auf. Zusätzlich gibt es unter anderem einen speziellen Tribute-Sticker im Fahrzeug-Editor.

Die Strecke bleibt nicht gleich
Wer NASCAR 25 kennt, wird sich auch in NASCAR 26 schnell zurechtfinden. Doch obwohl sich am grundsätzlichen Spielprinzip (logischerweise) nichts geändert hat, fällt trotzdem auf, dass sich beim eigentlichen Fahren einiges getan hat. iRacing Studios hat nämlich unter anderem das Reifen- und Bremsmodell überarbeitet. Dadurch reagieren die Fahrzeuge spürbarer auf Fehler und auch beim Anbremsen sollte man etwas genauer arbeiten, wenn man nicht plötzlich wertvolle Meter verlieren möchte. Zudem bietet das Spiel jetzt umfangreichere Möglichkeiten zur Kalibrierung von Steuerung und Force Feedback.

Die auffälligste Neuerung ist allerdings das Dynamic Track-Feature. Dieses sorgt dafür, dass die Strecke während eines Rennens nicht mehr einfach in ihrem Ausgangszustand bleibt, sondern sich durch zunehmenden Reifenabrieb und den dadurch veränderten Grip stetig wandelt. Was zu Beginn noch die schnellste Linie ist, muss einige Runden später also längst nicht mehr die beste Wahl sein.

Gerade bei längeren Rennen kommt das schön zur Geltung. Man beginnt, seine Linie anzupassen, sucht nach mehr Grip und überlegt gleichzeitig, wie lange die eigenen Reifen noch mitmachen. NASCAR 26 vermittelt dadurch stärker das Gefühl, tatsächlich auf die Entwicklung eines Rennens reagieren zu müssen, statt lediglich Runde für Runde dieselbe Linie abzufahren.

Zentimeterarbeit bei 300 Sachen
Wer NASCAR nur aus dem Fernsehen kennt, könnte meinen, dass man auf einem Oval einfach möglichst schnell im Kreis fährt. Tatsächlich entscheiden aber oft Kleinigkeiten darüber, wer am Ende vorne liegt. Ein paar Zentimeter mehr Abstand zum Vordermann, der richtige Moment für den Windschatten oder eine geschickt gewählte Linie können bereits einen Unterschied machen.

NASCAR 26 fängt dieses Gefühl ziemlich gut ein. Im dichten Verkehr muss man ständig auf die Fahrzeuge neben und vor sich reagieren. Wer zu aggressiv vorgeht, riskiert eine Berührung, wer zu lange wartet, verliert womöglich die Gelegenheit zum Überholen. Gerade bei Restarts kann dadurch schnell richtig Bewegung ins Feld kommen.

Passend dazu wurde auch die KI überarbeitet. Sie verhält sich auf der Strecke und bei Boxenstopps jetzt nachvollziehbarer und kann zudem selbst Ausfälle erleiden. Gleichzeitig zeigt sich hier, dass NASCAR 26 noch nicht an jeder Stelle perfekt arbeitet. Die KI musste nämlich bereits kurz nach dem Start per Update unter anderem bei ihrer Boxenstopp-Logik nachgebessert werden – und weitere Verbesserungen dürften sicherlich noch folgen. Dennoch ist bereits jetzt eine klare Verbesserung zum letzten Jahr spürbar, wovon wiederum die Rennen profitieren, die dadurch deutlich spannender ausfallen.

Der lange Weg zum Cup
Wer länger bei der Stange bleiben möchte, findet in der Karriere den umfangreichsten Modus. Hier geht es durch alle vier NASCAR-Nationalserien und damit vom Nachwuchs bis in die höchste Klasse.

Neu beziehungsweise stärker ausgebaut sind dabei die Einrichtungen des eigenen Teams. Insgesamt 16 Verbesserungen können jetzt freigeschaltet werden, die sich tatsächlich auf den Rennstall auswirken. Investitionen können beispielsweise bessere Sponsoren ermöglichen und damit wiederum weitere Entwicklungsschritte finanzieren.

Das bringt etwas mehr Management in die Karriere, ohne daraus gleich eine Wirtschaftssimulation zu machen. Trotzdem hätte der Modus für meinen Geschmack auch noch etwas mehr Persönlichkeit vertragen können. Die Karriere ist ordentlich aufgebaut und bietet viel zu tun, fühlt sich insgesamt aber eher nach einer konsequenten Weiterentwicklung des bekannten Konzepts als nach einem völlig neuen Karriereerlebnis an.

Interessanter finde ich deshalb „The Chase“. Hier lässt sich der Kampf um die Meisterschaft nämlich auch losgelöst von einer kompletten Saison erleben. Wer direkt in die entscheidende Phase einsteigen möchte, bekommt damit eine schöne Alternative zur klassischen Karriere.

Besser werden statt nur schneller fahren
Eine der interessantesten Neuerungen für alle, die ihre Fahrweise nach und nach verbessern möchten, ist das Peak Performance Training. Hier übernimmt der ehemalige NASCAR-Fahrer Jamie McMurray nämlich die Rolle des Trainers und hilft dabei, die eigenen Runden genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dabei geht es nicht einfach darum, möglichst viele Runden zu drehen und irgendwann von selbst schneller zu werden. Das Training hilft dabei, die eigene Fahrweise gezielter zu analysieren und Schwachstellen zu erkennen. Gerade für Spieler, die bisher weniger Erfahrung mit NASCAR-Rennspielen haben, ist das wesentlich hilfreicher als reines Ausprobieren.

Aber auch erfahrene Fahrer können hier noch etwas lernen. Schließlich ist man gerade bei einem NASCAR-Rennen schnell davon überzeugt, bereits die perfekte Linie gefunden zu haben – bis einem das Spiel zeigt, dass da doch noch ein paar Zehntel versteckt sind.
Nicht nur Ovalrennen

Natürlich bleibt NASCAR 26 dem Oval treu, doch auch abseits davon gibt es etwas zu entdecken. Mit dem Qualcomm Circuit at Naval Base Coronado, Chicagoland Speedway und St. Petersburg sind auch die drei neuen Strecken der realen NASCAR-Saison hinzugekommen.

Und wie in der realen NASCAR bringen die unterschiedlichen Streckentypen auch hier Abwechslung in die Saison. Auf einem Rundkurs muss schließlich deutlich sauberer angebremst und durch die Kurven gefahren werden, während auf dem Oval wieder andere Dinge wie Windschatten, Linienwahl und das Verhalten der Reifen im Vordergrund stehen.

Mehr Spektakel rund um die Rennen
Auch optisch hat NASCAR 26 ordentlich zugelegt. Dynamische Beleuchtung, überarbeitete Himmel, Rauch, herumfliegende Partikel und Gummi auf der Strecke sorgen für eine lebendigere Rennatmosphäre. Dazu kommen neue Replay-Kameras und die Möglichkeit, einen Sieg mit einem Burnout zu feiern.

Besonders während dichter Rennsituationen kommt die verbesserte Präsentation gut zur Geltung. Wenn sich vor einem eine Rauchwolke bildet, Fahrzeuge nebeneinander um Positionen kämpfen und sich immer mehr Reifenabrieb auf der Strecke sammelt, wirkt das Geschehen genauso actionreich, wie man es aus dem Fernsehen kennt.

Und auch rund um die Strecke gibt es einige nette Ergänzungen. Mit Freddie Kraft steht ein neuer Spotter zur Seite, während der Trophy Room die eigenen Erfolge etwas stärker in den Mittelpunkt rückt. Das sind zwar nur kleine Dinge, die NASCAR 26 spielerisch sicherlich nicht revolutionieren, aber dennoch gut zum Gesamtbild passen und dieses abrunden.

Freie Fahrt für alle Plattformen
Eine der wichtigsten Neuerungen für den selbstverständlich ebenfalls enthaltenen Multiplayer ist das Crossplay. Besitzer von PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC können jetzt nämlich gemeinsam auf die Strecke gehen, wodurch die Zahl potenzieller Mitspieler deutlich größer wird, als wenn jede Plattform unter sich bleiben müsste.

Allerdings bleibt der Online-Bereich bei den langfristigen Möglichkeiten hinter dem eigentlichen Renngefühl zurück. Es gibt zwar gemeinsame Lobbys über alle drei Plattformen hinweg, doch bei der weiterführenden Progression wäre hier sicherlich noch deutlich mehr möglich gewesen. Für einzelne Rennen funktioniert das Grundprinzip gut. Wer allerdings einen dauerhaft motivierenden Multiplayer-Modus erwartet, wird schnell feststellen, dass NASCAR 26 hier noch nicht alle Möglichkeiten ausschöpft.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

NASCAR 26 ist keine komplette Neuerfindung, aber dafür eine gelungene Weiterentwicklung von NASCAR 25. Vor allem das Racing profitiert vom überarbeiteten Fahrmodell, Dynamic Track und der verbesserten KI. Dazu kommen Peak Performance, neue Strecken, Crossplay und zahlreiche kleinere Verbesserungen. Schwächen gibt es dagegen weiterhin bei der langfristigen Karriere- und Online-Struktur, und auch technisch läuft noch nicht alles vollkommen rund.

Als großer NASCAR-Fan hatte ich dennoch jede Menge Spaß mit NASCAR 26. Besonders mit Bubba Wallace selbst auf die Strecke zu gehen und um Siege zu kämpfen, macht für mich einen großen Teil des Reizes aus. Und dass Kyle Busch zumindest als auswählbarer Fahrer in Quick Race und Multiplayer sowie durch die Tribute-Elemente im Spiel präsent ist, macht NASCAR 26 für mich in diesem Jahr noch einmal zu etwas ganz Besonderem.



NASCAR 26 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.5 Grafik: 8.50
Sound: 8.50
Steuerung: 9.00
Gameplay: 8.00
Wertung: 8.5
  • Spürbar verbessertes Fahrgefühl
  • Dynamic Track sorgt für abwechslungsreichere Rennen
  • Verbesserte KI mit eigenen Ausfällen
  • Sinnvoller Peak-Performance-Trainingsmodus
  • Crossplay zwischen PS5, Xbox Series X|S und PC
  • Karriere bleibt teilweise zu oberflächlich
  • Online-Bereich könnte umfangreicher sein
  • Kleinere technische Baustellen
  • Für Besitzer von NASCAR 25 ist der Sprung nicht in allen Bereichen groß

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Rezension vom: 21.09.2026
Kategorie: Sport
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Bewertung: 1.13 (8 Stimmen)
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