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Honeycomb: The World Beyond

Entwickler: Frozen Way S.A.
Publisher: Snail Games USA

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 30,49 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S

Inhalt:

Was würdet ihr tun, wenn ihr auf einem völlig fremden Planeten landet und plötzlich von unbekannten Pflanzen und Kreaturen umgeben seid? In den meisten Survival-Spielen dürfte die Antwort ziemlich eindeutig ausfallen: Ressourcen sammeln, Waffen bauen und erst einmal dafür sorgen, dass man selbst nicht auf der Speisekarte landet. Honeycomb: The World Beyond von Snail Games USA geht einen etwas anderen Weg. Hier landen wir nicht als Kämpferin auf Sota7, sondern als Bioingenieurin Hennessy – und unser wichtigstes Werkzeug ist deshalb nicht etwa ein Speer oder eine Axt, sondern unser wissenschaftliches Know-how.

Im Auftrag der EON Corporation sollen wir die fremden Ökosysteme untersuchen und herausfinden, ob sich auf Sota7 Erkenntnisse finden lassen, die der von einer Öko-Krise geplagten Erde helfen können. Dafür scannen wir Pflanzen und Tiere, sammeln Ressourcen, errichten eine eigene Forschungsstation und experimentieren schließlich sogar mit der DNA der außerirdischen Lebensformen. Klingt nach einem Survival-Spiel für Forscher? Im Grunde ist es genau das.



Meinung:

Auf zu fremden Ufern
Unser Abenteuer führt uns auf den Planeten Sota7, der uns schnell mit seinen unterschiedlichen Landschaften begeistert. Statt uns durch eine eintönige Wildnis zu bewegen, erwarten uns hier abwechslungsreiche Biome, farbenfrohe Vegetation, ungewöhnliche Tiere und auch unterirdische Bereiche. Hinter dem nächsten Hügel oder in einer bislang unbekannten Höhle kann also jederzeit etwas Neues und Unerwartetes auf uns warten, was die Erkundung durchgehend spannend macht.

Eines der wichtigsten Werkzeuge bei unseren Erkundungen ist dabei der Scanner. Mit ihm untersuchen wir die Flora und Fauna und erhalten nach und nach Informationen über die verschiedenen Lebensformen. Das ist nicht nur für unsere Forschung wichtig, sondern sorgt auch dafür, dass wir uns tatsächlich etwas intensiver mit unserer Umgebung beschäftigen. Schließlich wollen wir nicht einfach nur wissen, ob etwas essbar oder nützlich ist, sondern möglichst viel über die fremde Welt erfahren.

Neben Pflanzen treffen wir natürlich auch auf Tiere, die wir ebenfalls genauer untersuchen müssen. Schließlich gibt es neben Kreaturen, die uns relativ unbehelligt lassen, auch andere, die deutlich aggressiver reagieren. Entsprechend müssen wir ein wenig darauf achten, wem wir uns nähern und wann es vielleicht besser ist, etwas Abstand zu halten.

Da wir wirklich alles erst erforschen müssen, schafft es das Spiel, gut zu vermitteln, wie es sein muss, wenn man sich in einem gänzlich unbekannten Ökosystem bewegt. Das tut der Atmosphäre des gesamten Spiels natürlich ausgesprochen gut.

Sammeln, bauen und weiterforschen
Trotz des wissenschaftlichen Ansatzes kommen wir auch in Honeycomb nicht um die klassischen Survival-Elemente herum. So sammeln wir Materialien, stellen daraus Werkzeuge und andere Gegenstände her und verbessern nach und nach unsere Möglichkeiten. Wie so oft gibt es gerade zu Beginn einiges zu tun, wobei es das Spiel dennoch gekonnt schafft, uns nicht mit einer Flut komplizierter Mechaniken zu erschlagen.

Grundsätzlich funktioniert dieser Teil aber angenehm unkompliziert. Wir finden benötigte Materialien während unserer Erkundungen, verarbeiten sie an den entsprechenden Stationen und können dadurch nach und nach neue Ausrüstung und Einrichtungen herstellen. Das motiviert dazu, die Umgebung gründlich zu erkunden und immer wieder mit neuen Materialien zurückzukehren.

Etwas mehr Geduld ist allerdings gefragt, wenn wir größere Mengen bestimmter Ressourcen benötigen. Einige Materialien lassen sich nämlich nicht einfach mal so zusammentragen, wie man es sich gerade für ein umfangreicheres Bau- oder Forschungsprojekt wünschen würde. Mitunter kann es dadurch durchaus passieren, dass wir eine längere Sammelrunde einlegen müssen, obwohl wir eigentlich schon wieder mit unserer Forschung weitermachen möchten.

Das ist kein gravierendes Problem und im Survival-Genre eigentlich gang und gäbe. Trotzdem bremst es den Spielfluss gelegentlich etwas aus, weshalb ich mir gewünscht hätte, dass Honeycomb hier an einigen Stellen etwas großzügiger mit den verfügbaren Ressourcen umgegangen wäre.

Die Wissenschaft macht den Unterschied
Wo Honeycomb dann wirklich interessant wird, ist beim Bioengineering. Schließlich sind wir keine gewöhnliche Überlebenskünstlerin, sondern eine Bioingenieurin – und diese Rolle wirkt sich erfreulich stark auf das Gameplay aus.

So können wir, wie bereits erwähnt, die Eigenschaften verschiedener Pflanzen untersuchen und für unsere Forschung nutzen. Noch spannender wird es aber bei den Tieren. Hier können wir nämlich nicht nur grundlegende Informationen herausfinden, sondern auch ihre DNA analysieren und diese anschließend sogar gezielt verändern. Durch Experimente mit unterschiedlichen Eigenschaften entstehen so neue Möglichkeiten, die wir weiter untersuchen und in unsere Forschung einfließen lassen.

Gerade das macht die Erkundung von Sota7 besonders interessant. Wenn wir eine neue Pflanze oder ein unbekanntes Tier entdecken, steckt dahinter nicht nur die Frage, ob wir daraus irgendeinen Rohstoff gewinnen können. Stattdessen wollen wir jedes Mal zusätzlich herausfinden, welche Eigenschaften es besitzt und was sich damit anfangen lässt. Dadurch wird das Bioengineering zu einem wirklich wichtigen Bestandteil des Spiels und zu einem echten Alleinstellungsmerkmal gegenüber den vielen anderen Survival-Games auf dem Markt.

Die eigene Forschungsstation
Natürlich brauchen wir aber auch einen Ort, an dem wir unsere Erkenntnisse auswerten, Gegenstände herstellen und weitere Forschungen durchführen können. Also errichten wir uns nach und nach eine eigene Forschungsstation.

Beim Basisbau orientiert sich Honeycomb dabei an bekannten Genremechaniken. So errichten wir verschiedene Einrichtungen und erweitern unsere Station Schritt für Schritt. Je weiter wir vorankommen, desto mehr Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung.

Forschen statt draufhauen
Obwohl wir also vergleichsweise viel zu tun haben und uns ab und an auch gefährlichen Kreaturen gegenübersehen, bleibt Honeycomb dennoch über weite Strecken ein vergleichsweise ruhiges Survival-Spiel. Der Kampf steht hier nämlich nie im Mittelpunkt. Viel häufiger beschäftigen wir uns mit der Umgebung, unserer Ausrüstung oder den nächsten Forschungsprojekten.

Und genau diesen Ansatz finde ich hier richtig. Hennessy ist schließlich Wissenschaftlerin und keine Soldatin. Entsprechend fühlt sich auch das Überleben auf Sota7 mit ihr etwas anders an. Wer seine Expeditionen gut vorbereitet, die Umgebung aufmerksam untersucht und seine Ausrüstung sinnvoll einsetzt, kommt meist deutlich besser voran, als wenn man einfach blind draufloszieht.

Wer allerdings ständig Action erwartet, könnte das Spiel deshalb natürlich als etwas lahm empfinden. Honeycomb nimmt sich obendrein nämlich auch noch Zeit für seine Welt und seine Systeme, was in diesem Genre auch nicht die Regel ist. Für mich persönlich funktioniert dieses Tempo aber hervorragend, weil die Erkundung nicht nur Spaß macht, sondern immer wieder mit neuen Entdeckungen belohnt wird.

Farbenfrohe Alienwelt und stimmige Atmosphäre
Was mir an Honeycomb ebenfalls sehr gut gefällt, ist die Optik. Sota7 macht nämlich einiges her. Das Spiel setzt bei seiner Spielwelt auf einen farbenfrohen, leicht stilisierten Look, der hervorragend zu den ungewöhnlichen Pflanzen und Kreaturen passt. Gerade die Vegetation fällt dabei immer wieder durch ihre Formen und Farben auf und verleiht den einzelnen Gebieten einen eigenen Charakter.

Und auch die verschiedenen Biome sorgen dafür, dass das Erkunden nicht langweilig wird. Zusammen mit der Beleuchtung, den Wettereffekten und den zahlreichen Details entsteht so eine atmosphärische Spielwelt, die man gerne erforscht.

Neben der Grafik hat mir aber auch der Sound sehr gut gefallen, wobei sich dieser allerdings wesentlich dezenter präsentiert. Im Gegensatz zur knalligen Spielwelt bleiben Musik und Umgebungsgeräusche nämlich bewusst zurückhaltend, was aber nicht bedeutet, dass sie das Spielgeschehen deswegen weniger unterstützen. Ganz im Gegenteil: Gerade weil sie sich so unaufgeregt präsentieren, passen sie exzellent zur ruhigen Erkundung des fremden Planeten.

Problemlos unterwegs
Auch bei der Steuerung gibt sich Honeycomb keine größeren Blößen. Die grundlegenden Funktionen sind schnell verstanden und die Bedienung bleibt auch dann übersichtlich, wenn im Laufe des Spiels immer mehr Möglichkeiten hinzukommen.

Ob beim Erkunden, Scannen, Craften oder Forschen – größere Stolpersteine sind mir keine begegnet. Das Gleiche gilt für die technische Performance: Zwar gab es hin und wieder mal kurze Ruckler, insgesamt lief das Spiel während meines Tests aber erfreulich stabil und ohne Probleme, die den Spielspaß ernsthaft beeinträchtigt hätten.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Honeycomb: The World Beyond kombiniert bekannte Survival-Elemente mit einer gelungenen wissenschaftlichen Komponente. Besonders das Bioengineering verleiht dem Abenteuer eine eigene Note und sorgt dafür, dass die Erkundung von Sota7 mehr ist als die Suche nach den nächsten Rohstoffen. Auch der Basisbau und die Forschungsmechaniken greifen sinnvoll ineinander und machen den Aufbau unseres kleinen Forschungslabors zu einem wichtigen und unterhaltsamen Bestandteil des Abenteuers.

Wer gerne fremde Welten erkundet, Basen ausbaut und mit Forschungssystemen experimentiert, sollte Hennessy daher durchaus auf ihrer Mission begleiten. Honeycomb erfindet das Genre zwar nicht neu und verlangt bei manchen Ressourcen etwas Geduld, insgesamt bietet das Spiel mit seiner Verbindung aus Survival und Bioengineering aber eine angenehm eigenständige und vor allem unterhaltsame Variante, die es von den zahlreichen Survival-Games abhebt.



Honeycomb: The World Beyond - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8 Grafik: 8.50
Sound: 8.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 7.50
Wertung: 8
  • Ungewöhnlicher wissenschaftlicher Survival-Ansatz
  • Interessantes Bioengineering-System
  • Farbenfrohe und abwechslungsreiche Spielwelt
  • Angenehm entspannte Atmosphäre
  • Forschung und Erkundung greifen gut ineinander
  • Teilweise langwierige Ressourcensuche
  • Sehr gemächliches Spieltempo
  • Wenig Action für klassische Survival-Fans
  • Sammelaufgaben werden mit der Zeit repetitiv
  • Sound bleibt hinter der gelungenen Optik zurück

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Rezension vom: 15.09.2026
Kategorie: Adventure
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