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Starsand Island

Entwickler: Seed Sparkle Lab
Publisher: Seed Sparkle Lab

Genre: Simulationen
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 38,99 €

Systeme: PC, PlayStation 5, Switch 2, Xbox Series X/S

Inhalt:

Cozy- und Farming-Simulationen erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Entsprechend schwer ist es inzwischen, in diesem Genre noch wirklich aufzufallen. Eine eigene Farm, niedliche Tiere, ein hübsches Zuhause und freundliche Bewohner gehören schließlich längst zum Standardrepertoire. Starsand Island von Seed Sparkle Lab weiß das offenbar genau und versucht deshalb, etwas mehr aufzufahren. Neben Landwirtschaft und Handwerk gibt es hier eine große, frei erkundbare Spielwelt, umfangreiche Baumöglichkeiten, verschiedene Berufe und sogar einige Abenteuer abseits des beschaulichen Farmalltags.



Meinung:

Unser neues Leben beginnt auf der namensgebenden Insel, wo wir uns zunächst um unser eigenes Häuschen und unser Grundstück kümmern. Wir bauen Felder an, versorgen Tiere, sammeln Rohstoffe und stellen daraus immer neue Gegenstände her. Gleichzeitig lernen wir die Bewohner kennen, verbessern unsere Beziehungen zu ihnen und erkunden nach und nach die unterschiedlichen Regionen. Wer möchte, kann sich dabei ganz auf das gemütliche Inselleben konzentrieren – oder immer wieder zu kleinen Entdeckungstouren aufbrechen.

Ein neues Leben beginnt
Eine große, dramatische Vorgeschichte, weswegen wir auf die Insel unserer Kindheit zurückkehren, gibt es hier nicht. Wir wollen einfach einen Neuanfang, und dieser bildet hier auch den kurzen und einfachen Ausgangspunkt des Abenteuers. Einfallsreich ist das zwar nicht, dafür passt es aber umso besser zum Spiel. Denn Starsand Island möchte uns vor allem einen Spielplatz für unsere eigenen Aktivitäten bieten.

So entscheiden wir weitgehend selbst, wie wir unseren Tag verbringen. Kümmern wir uns um die Felder? Erledigen wir Aufgaben für die Bewohner? Sammeln wir Materialien für ein neues Bauprojekt? Oder steigen wir einfach auf unser Skateboard, unseren Roller oder eines der anderen Fahrzeuge und schauen, was es in einem bisher kaum erkundeten Winkel der Insel zu entdecken gibt? Diese Entscheidungsfreiheit funktioniert gut und verhindert, dass sich der Alltag zu stark nach einem festgelegten Ablauf anfühlt.

Ganz ohne Aufgabenlisten kommt das Spiel allerdings nicht aus. Ganz gleich, ob wir uns für den Werdegang eines Handwerkers, Farmers, Abenteurers, Ranchers oder Anglers entscheiden – jeder Beruf, den wir später auch wechseln oder parallel ausüben können, besitzt eigene Ränge, Aufträge und Belohnungen. Das sorgt einerseits für reichlich Motivation, kann gerade zu Beginn aber auch etwas überwältigend wirken. Starsand Island hat schließlich eine Menge zu bieten und möchte uns davon möglichst schnell überzeugen.

Mehr als nur Landwirtschaft
Ganz gleich, für welchen Beruf wir uns entscheiden, die Farm ist natürlich stets das Herzstück unseres neuen Lebens. Und so pflanzen wir verschiedene Gewächse an, kümmern uns um Tiere und sammeln die benötigten Materialien. Hinzu kommt ein umfangreiches Crafting-System, bei dem wir an unterschiedlichen Arbeitsstationen aus unseren Rohstoffen neue Gegenstände herstellen.

Besonders gelungen ist dabei, dass die einzelnen Tätigkeiten sinnvoll ineinandergreifen. Die Ernte kann für die Herstellung weiterer Gegenstände benötigt werden, gesammelte Materialien fließen in neue Projekte ein und auch unsere anderen Beschäftigungen zahlen immer wieder aufeinander ein. Dadurch entsteht ein angenehmer Kreislauf, der uns immer wieder einen guten Grund liefert, weiterzumachen.

Kreativität auf dem eigenen Grundstück
Eine besondere Stärke von Starsand Island ist zweifelsfrei das Bausystem. Unser Grundstück dient nämlich nicht nur als zweckmäßige Farm, sondern lässt sich sehr umfangreich nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten.

Wände, Böden, Dächer und zahlreiche Einrichtungsgegenstände können relativ frei platziert werden. Dadurch entsteht deutlich mehr kreativer Spielraum, als man es von einer klassischen Farming-Simulation erwarten würde. Wer gerne Häuser einrichtet und immer wieder an seinem Grundstück herumtüftelt, dürfte hier entsprechend viel Zeit verbringen.

Mir gefällt vor allem, dass das Bauen nicht wie ein bloßes Zusatzfeature wirkt. Mit unserem Fortschritt wächst nämlich auch unser kleines Reich und vermittelt dadurch das Gefühl, dass wir uns auch unseren eigenen Platz auf der Insel schaffen. Dabei bleibt uns sogar der Stil unseres Heims überlassen. Soll es rustikal oder doch modern werden? Jede*r Spieler*in darf selbst darüber entscheiden.

Die Insel entdecken
Wer irgendwann genug vom Gießen, Ernten und Bauen hat, kann sich aufmachen, die Insel zu erkunden. Dafür stehen uns wie gesagt verschiedene Fortbewegungsmittel zur Verfügung, mit denen wir die teilweise weitläufigen Gebiete schneller durchqueren können. Zusätzlich dazu lässt sich auch noch das Wasser erkunden, wodurch einem immer wieder neue Möglichkeiten eröffnet werden.

Unterwegs finden wir Rohstoffe, Schatzkisten und versteckte Orte. Besonders interessant wird es, wenn wir uns in die geheimnisvolleren Bereiche wagen. Der Moonlit Forest beispielsweise bringt eine deutlich abenteuerlichere Note ins Spiel und wartet unter anderem mit Ruinen, Schätzen und ungewöhnlichen Kreaturen auf.

Gekämpft wird dort ebenfalls, wobei die Action eher einfach gehalten ist. Ausweichen und Angriffe mit der Schleuder reichen in der Regel aus, um sich gegen die Gegner zu behaupten. Für eine richtige Action-RPG-Erfahrung ist das natürlich zu wenig, als kleine Abwechslung zum sonstigen Inselalltag funktioniert das Kampfsystem aber gut.

Freunde und andere Inselbewohner
Wie man es von anderen Spielen des Genres kennt, wollen natürlich auch hier die Bewohner der Insel kennengelernt werden. Wir können mit ihnen sprechen, ihnen bei verschiedenen Aufgaben helfen und unsere Beziehungen nach und nach verbessern. Das geht sogar so weit, dass wir mit einigen von ihnen eine romantische Beziehung eingehen können.

Hier verschenkt Starsand Island allerdings leider auch etwas Potenzial. Zwar gibt es zahlreiche Charaktere und Begegnungen, doch nicht jeder Bewohner besitzt genügend Persönlichkeit, um wirklich nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben. Auch die Geschichten hinter den Figuren hätten an manchen Stellen etwas mehr Tiefe vertragen können. Das schmälert den Gesamteindruck aber nur bedingt. Die sozialen Elemente fügen sich gut in den restlichen Spielablauf ein und geben uns einen zusätzlichen Grund, regelmäßig im Ort vorbeizuschauen.

Eine charmante Inselwelt
Optisch trifft Starsand Island meiner Meinung nach genau den richtigen Ton. Der farbenfrohe Anime-Look passt nämlich hervorragend zur sonnigen Inselwelt und verleiht dem Spiel einen ganz eigenen Charme. Die Landschaften wirken freundlich und einladend, während vor allem die niedlichen Tiere und die liebevoll gestalteten Bewohner sofort ins Auge fallen.

Und auch technisch konnte mich das Spiel überzeugen. In meinem Test auf der Xbox Series X lief Starsand Island die ganze Zeit über tadellos, sodass ich weder störende Ruckler noch andere größere technische Probleme feststellen konnte. Zusammen mit der passenden musikalischen Untermalung entsteht dadurch eine angenehm entspannte Atmosphäre, die sehr gut zum gesamten Spielkonzept passt.

Was ich besonders schön fand, war, dass die Kombination aus Optik, Musik und abwechslungsreicher Spielwelt dafür sorgt, dass man sich schnell auf der Insel heimisch fühlt. Dafür muss das Spiel gar nicht mit einer fotorealistischen Grafik beeindrucken – sein charmanter Stil passt nämlich wesentlich besser zu dem entspannten Abenteuer, als es eine realistische Optik könnte.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Starsand Island macht vieles richtig, was eine gute Cozy- und Farming-Simulation auszeichnet, und erweitert das bekannte Konzept gleichzeitig um einige interessante Elemente. Besonders das flexible Bausystem, die große erkundbare Insel und die zahlreichen miteinander verbundenen Beschäftigungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass auch nach den ersten Spielstunden noch genügend zu tun ist. Dabei gefällt mir vor allem, dass wir nicht ständig einem festen Ablauf folgen müssen, sondern unseren Alltag weitgehend selbst bestimmen können.

Ganz frei von Schwächen ist das Inselabenteuer trotzdem nicht. Die Geschichte und einige Charaktere könnten mehr Tiefe besitzen und die Vielzahl an Systemen wirkt gerade am Anfang teilweise etwas überladen. Dafür überzeugt Starsand Island mit seinem charmanten Grafikstil, der gelungenen Atmosphäre und einer erfreulichen spielerischen Vielfalt. Wer Lust auf ein umfangreiches Cozy-Abenteuer hat und neben dem Farmleben auch gerne baut, erkundet und einfach einmal abschaltet, sollte sich auf Starsand Island aber dennoch niederlassen.



Starsand Island - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.0625 Grafik: 8.50
Sound: 7.50
Steuerung: 8.00
Gameplay: 8.25
Wertung: 8.0625
  • Umfangreiches und gelungenes Bausystem
  • Große und abwechslungsreiche Inselwelt
  • Viele unterschiedliche Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Charmanter Anime-Grafikstil
  • Entspannter Spielfluss mit viel spielerischer Freiheit
  • Geschichte bleibt etwas blass
  • Nicht alle Bewohner sind wirklich interessant
  • Große Feature-Vielfalt kann anfangs überfordern
  • Kampfsystem bleibt sehr simpel
  • Manche Spielsysteme könnten noch mehr Tiefe besitzen

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Rezension vom: 06.09.2026
Kategorie: Simulationen
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